Der Knoten am After -Mariske

Definition

Marisken,  ähnlich wie Analpolypen, sind fibrosierte schmerzlose Hautläppchen am Afterrand, ob zart oder derb, (im Volksmund auch „äußere Hämmorrhoiden“ genannt) sind praktisch immer harmlos. Diese Hautzipfeln oder -falten haben unterschiedliche Grösse von Linsen- bis Kastanien-größe und können gelegentlich anschwellen – bedürfen meist keiner direkten Behandlung. Sie weisen manchmal aber auf „echte“ (innere) Hämorrhoiden hin. Im fortgeschrittenen Stadium können sie auch den ganzen After kranzartig zirkulär umrahmen.

Bei den Marisken oder Hautfalte handelt es sich meist um das Resultat des teils oder ganz nach außen verschobenen Anoderms. Anfangs tritt dies in Form eines sog. Gleitanus beim Stuhlgang auf. Entzündungen und kleinste Gerinnsel führen bald zu einer Fixierung dieser Hautläppchen außerhalb des Analkanals. Manche Marisken sind als Rest abgelaufener perianaler Thrombosen anzusehen. Marisquen machen im allgemeinen wenig Beschwerden. Die Reinigung des Afters nach dem Stuhlgang kann aber Schwierigkeiten bereiten. Selten auftretende entzündliche Veränderungen führen zu Jucken, Nässen und u.U. Schmierblutungen.

Insbesondere entzündliche Marisken bedürfen einer gründlichen Analhygiene, bei der nach Möglichkeit die Reinigung des Afters nach dem Stuhlgang mit klarem Wasser erfolgen sollte. Es bewähren sich auch Kamillensitzbäder und lokal anzuwendende Antiphlogistika in Salbenform.

Nur therapieresistente Marisken sollten operativ (mit der Diathermieschlinge oder dem elektrischen Messer) entfernt werden. Dies kann durchaus in Lokalanästhesie erfolgen. Die Resektion solitärer Marisken führt zu flachen, kaum sichtbaren Narben. Den ganzen After umrahmende Marisken sollten nicht gleichzeitig entfernt werden. Eine langwierige, schmerzhafte Wundheilung und u.U. Narbenstenosen könnten die Folge sein. Aber auch unabhängig davon führen große Narbenflächen fast immer zu Mißempfindungen und Störungen der Feinkontinenz. Außerdem beugt auch eine totale Resektion von Rezidiven an anderen Quadranten keineswegs vor.

Nachbehandlung

Ein mehrfaches Ausduschen oder Sitzbäder mit Kamillosan sind empfohlen führen zu einer schnelleren Reinigung der Wunden. Trotzdem ist ein Wundbelag in den ersten Wochen nach der Operation normal. Auch anfängliche Schmerzen vor allem beim Stuhlgang sind nicht ganz zu vermeiden. Sie erhalten jedoch ein Schmerzmittel verordnet, das gleich postoperativ und abends eingenommen werden sollte. Eine Wundkontrolle erfolgt normalerweise nach 1 Woche. Die Arbeitsunfähigkeitsdauer ist sehr unterschiedlich und richtet sich etwas nach der Tätigkeit und Wundheilungsverlauf

Differential-diagnostisch sollte bei Schmerzen Analfissur und Feigwarzen ausgeschlossen werden

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50 Kommentare

  1. Hallo, laut Untersuchung (inkl. Rektoskopie) bei einem Proktologen habe ich eine linsengroße Mariske – ansonsten keinerlei Beschwerden. Er empfiehlt diese nicht zu entfernen da sie nach der Entfernung wieder genauso aussehen könnte – da so klein. Mich stört diese Mariske aber optisch sehr. Was würden Sie mir empfehlen?

  2. Hallo, unser Sohn (3 Jahre) hat lt. der Kinderärztin eine Mariske. Wir haben es heute beim Popo Waschen entdeckt weil er beim waschen über Schmerzen geklagt hat. Man hat uns eine wund und Heilsalbe und eine Hämorrhoidensalbe verschrieben. Können Kinder so früh über Marisken klagen? Und woher kommt es? Sollten wir es nochmals Fachärztlich abklären?

  3. Hallo, vorerst vielen Dank, dass es solche Websiten gibt.

    Ich bin 40 und habe vor einem und drei Jahren meine ersten Kinder geboren. Ich hatte mit ca. 23 einmal Probleme mit Hämorrhoiden (nur Jucken, Stechen) und mich ab dann immer gesund und ballaststoffreich ernährt. Blutungen hatte ich bis dato noch nie. Ich muss hinzufügen, dass sowohl meine Oma als auch meine Tante auf die Hämorrhoiden operiert sind und dies nach eigener Aussage nie wieder tun würden.

    Nun jedoch zu meinem Anliegen. Ich hatte nach meiner ersten Geburt mit großem und schweren Kind einen Prolaps der Gebährmutter 3ten Grades davongetragen. Diesen wollten wir jedoch erst nach dem zweiten Kind operieren und daher habe ich Beckenbodentraining gemacht und Würfelpessare aus Schaumstoff genommen, da ich mit den anderen gar nicht zu recht kam. Dies hatte zur Folge, dass es mir abends, wenn der Darm gefüllt war unten etwas drückte, denn ich bin der typische nach dem Schlafen auf Toilette-Geher. Ich kam damit aber klar und hatte keine anderen Beschwerden. Nach dem zweiten Kind trug ich eine zapfenartige Mariske davon und eine Krampfader am Bein sowie eine Thrombophlebitis. Die Ader soll noch entfernt werden. Natürlich hatte ich nach beiden Geburten auch Probleme mit Hämmorhoiden, was aber 1-2 Wochen nur anhielt und mit Sitzbädern etc. in den Griff zu bekommen war. Jetzt habe ich vor 12 Wochen meine GM anheben lassen, was auch alles super geklappt hat. Jetzt habe ich jedoch eine stärkere Regelblutung, Unregelmäßigkeiten im Zyklus, eine Mastodynie und jetzt m. E. auch eine Analthrombose, denn es schwerzte etwas am After, der rechte Rand war geschwollen und ein Lymphknoten meiner Leiste geschwollen. Ich war damit beim Hausarzt. Der schaute sich nur den Knoten mit US an und sagte, dass alles okay sein. Mein After blieb außen vor, vor allem weil ich ihm von der Op erzählte und er meinte, dass sich der Darm erst einspielen muss und es auch mit Verwachsungen zu tun haben könnte. Es bildete sich schnell nach 3-5 Tagen zurück, aber ich sehe heute (2 Wochen danach) noch bläuliche ganz kleine Knoten am Afterrand (mehr Richtung innen) und Abends habe ich auch immer ein leichtes Druckgefühl am Anus oder das Gefühl, dass Winde nicht so gut entfleuchen können. Pressen will ich aber nicht und auch so halte ich meinen Stuhl weich und habe mir auch einen Hocker am WC angewöhnt. Muss ich mir Sorgen machen? Ich glaube auch, dass die große Mariske bei der Schwellung gegenüber einen ganz kleinen Freund bekommen hat. Ich habe das Gefühl mein Körper ist aus dem Gleichgewicht geraten und ich möchte auch nicht ständig zum Arzt laufen. Zumal ich zu Hause auch Stress mit den Kleinen habe und voll arbeiten gehe. Für einen Rat wäre ich Ihnen wirklich sehr sehr dankbar.

    • Es handel sich um ein sogenannte perianale Venenthrombose, ist zwar meist harmlos aber schmerzhaft. Neben der üblichen Therapie mit Sitzbäder und Stuhlregulierung können Heparin- und Anästhesiesalben helfen.

  4. Hallo, schön hier nachlesen zu können. Ich bin jetzt 40 und habe vor 1 Jahr und vor 3 Jahren meine ersten Kinder entbunden. Familär sind in unserer Familie Hämorrhoidenleiden vorhanden. Diese hatte ich in den Zwanzigern mal, aber durch gesunde Ernährung etc. eigentlich keine Probleme. Auch hat nie was geblutet. Nur nach den Schwangerschaften hatte ich wieder damit zu kämpfen. Auch einen Gebährmutterprolaps dritten Grades zog ich mir beim ersten schweren und großen Kind zu. Eine Mariske, Hautfältchen wie ein Zapfen, nach der zweiten Geburt. Nun habe ich den Prolaps operieren lassen und seit dem ist meine Menstruation sehr stark, etwas unregelmäßig und zu alledem denke ich, dass ich eine Analthrombose hatte, denn ich hatte eine Schwellung am Anus und diese gut mit Zink Salbe wegbekommen. Auch der Lymphknoten in der Leiste war geschwollen. Meine Hausärztin hat sich das nicht angeschaut und gemeintx, es wäre gerade alles viel für meine Körper und koennte mit Verwachsungen (OP) zusammen haengen. Jetzt sehe ich um den After noch bläuliche ganz kleine Knoten und eine neue Minimariske. Außer Druckschmerz hatte ich nichts, kein Blut etc. Aber irgendwie habe ich das Gefühl es drückt noch etwas auf das After, aber nur am Ende des Tages, da ich früh meist weich austrete und einen Tritthocker verwende. Können Sie mir einen Tipp geben? Ich mache mir langsam Sorgen um meinen Körper. Danke

  5. Hallo. Mir wurde vor 10 Tage 3 Markisen(2 große u 1kleine) entfernt. Gestern habe ich mir das mal angeschaut wie es jetzt aussieht. Jetzt habe ich 2 große Knubbel festgestellt. Sind das neue Markisen? Bin verunsichert ob die OP und die Schmerzen für umsonst war.

    • Eine Schwellung oder Knubbelnbildung nach Mariskenentfernung sind normal und bilden sich langsam zurück. Wegen dieser postoperativen Schwellung empfehle ich prinzipielle nur 1 Mariske pro Sitzung allein abzutragen, und zwar die größte und anschließend der postoperativer Verlauf abzuwarten. Mehrere Wunden führen zu mehr Schwellung. Abschwellende Maßnahmen wie Abduschen der Wunde, Sitzbäder mit Kamille, Stuhlregulierung mit Abführtee, und viel Bewegung fördert die Heilung.

  6. Hallo!
    Ich frag einfach drauf los.
    Ich vermute, dass ich eine Mariske hab, schon seit ich denken kann. Habe aber keine Probleme bisher. Ich hatte 2 oder 3 mal Hämorrhoiden aber alles harmlos.
    Heut habe ich eine Art Steinchen schätze 1 bis 2 mm im inneren gespürt.
    Kann sich innen etwas verkapseln oder hat es ne Art Wurzel? Konnte nicht feststellen ob das Kügelchen einen „stiel“ hatte.es wurde dann unangenehm.
    Lg

  7. Hallo,
    Ich wurde vor sechs Wochen nach Lungo operiert und dabei eine Mariske entfernt. Leider heilt diese sehr schlecht. Ich nehme Flohsamenschalen und habe auch eine Salbe und jetzt auch Zäpfchen bekommen. Es blutet immer noch und eine Schwellung ist auch noch vorhanden.
    Können Sie mir einen Ratschlag geben um den Heilungsprozess voranzutreiben? (Beide Medikamente beginnen mit P.. akut) kennen Sie etwas anderes oder einen Tipp aus Oma’s Küchenapotheke. Herzlichen Dank und bleiben Sie gesund

    • Die Entfernung einr Mariske oder Analpolyp sollte nicht gleichzeitig mit einer Klammernaht-Resektion durchgefürt werden da die Heilung durch die Stauung verzögert wird. Sehr oft werden danach die Marisken kleiner und brauchen eine kleinere Wunde nach der Schlingenabtragung. Eine regelmäßige, sanfte Hygiene, abschwellende Maßnahmen mit Kamillen- oder Eichenrindsitzbad, aktive Bewegung und ein weicher Stuhl sind weiterhin für einigen Tagen zu empfehlen. Unterwäsche sollte luftdurchlässig, aus reine Baumwolle und nicht zu eng sein. Bei langem Sitzen hilft ein Sitzreifen.

  8. hallo,
    ich habe schon seit langem eine analfalte. mit der hygiene tue ich mir sehr schwer, da ich oft ein bisschen blut am wc papier habe, weil ich anscheinend die falte aufreiße. ich habe öfters auch starken juckreiz. es passiert sogar, dass es so stark juckt, dass es mich in der nacht aus dem schlaf reißt. manchmal (eher selten) habe ich auch einen wässrigen, juckenden ausfluss. ich muss auch dazu sagen, dass ich oft mit sehr starken und unangenehmen/schmerzhaften blähungen zu kämpfen habe, bei welchen ich ein fremdkörpergefühl im magen/darm habe.
    was mich zusätzlich verunsichert ist, dass laut internet nur frauen analfalten kriegen (wegen zb schwangerschaft). ich bin ein mann und kann nicht machvollziehen warum und wieso ich das gekriegt habe. vor ca. 12 jahren habe ich mal eine gastroskopie gemacht. der internist hat mir damals gesagt, dass meine speiseröhre extrem schwarz ist und ob ich viel rauche. ich war aber nichtraucher,.. habe das problem aber dann nicht mehr weiterverfolgt. ist das bei mir wirklich eine mariske, oder kann es was anderes sein? danke

    • Marisken kann jeder bekommen gleich Mann oder Frau, Sie sind eine außerordentlich häufige Erscheinung. Als neugeborenes Kind hat man niemals Marisken, sie treten mit zunehmendem Alter jedoch immer häufiger auf.

      Marisken kommen in unterschiedlicher Größe vor. Sie bestehen in der Regel aus fibrotisch umgewandelte Haut, manchmal spricht man von äußeren Hämorrhoiden oder Analpolypen. Ihre Größe variiert beträchtlich von stecknadelkopfgroßen Erhebungen bis grotesken Knoten. In Zusammenhang mit hartem Stuhlgang oder anderen Belastungen des Darmausganges können sie zu praller Vorwölbung anschwellen.

      Obwohl Marisken im Prinzip völlig harmlos sind und kaum schmerzhaft sind, führen sie oft zu einer Erschwerung der Analhygiene. Die Probleme werden subjektiv sehr unterschiedlich empfunden. Oft stören schon sehr kleine Knötchen, andere Menschen ignorieren diese Hautlappen völlig. Es werden auch oft kosmetische Anliegen vorgebracht.

      Wenn man unter Marisken leidet, sollte trotzdem der Arzt eine Untersuchung des Enddarmes vornehmen, vergrößerte Hämorrhoiden können nebenher vorhanden sein oder auch die Marisken mit hervorbringen, auch Risse im After, sogenannte Analfissuren, können sich hinter den Marisken verbergen, allerdings würde das Problem dann mit Schmerzen beim und nach dem Stuhlgang vergesellschaftet sein.

      Schmerzhafte plötzlich entstehende Knoten am Darmausgang, als Analthrombosen bezeichnet, hinterlassen oft nach Abheilung Marisken. Auch ein Krebs des Darmausganges, ein Anal-Karzinom, kann bei oberflächlicher Betrachtung einer Mariske ähnlich sehen. Gutartige bindegewebige Gewächse sind gern mit Marisken vergesellschaftet. Auch Feigwarzen können eine beträchtliche Größe erreichen und mit Marisken verwechselt werden.

      Behandlung

      Im Prinzip bedürfen Marisken keiner Behandlung. Werden sie jedoch als störend empfunden, v.a. bei der Analhygiene, dann sollten sie durch eine kleine Operation entfernt werden. Örtliche Betäubung oder besser eine kurze Sedoanalgesie sind dazu notwendig. Die Abtragung erfolgt mittels Polypektomieschlinge und Diathermie. Der Eingriff erfordert Erfahrung, die Marisken dürfen nicht im ganzen entfernt werden, weil sonst eine Einengung des Darmausganges die Folge ist, auch der Verschluss der Wunden führt meistens zu starken Schmerzen, weil es eigentlich oft zu einer Infektion kommen könnte und die Wunde dann unter Spannung gerät. Man lässt die Wunde am besten offen.

      Nach 2-3 Wochen ist meistens eine beginnende Abheilung erreicht und später sieht man nichts mehr von dem Eingriff. Allerdings muss der Operateur gewisse kosmetische Regeln kennen, wird zu wenig Haut entfernt, sind Restmarisken die Folge, wird zu viel Haut entfernt, ist eine verzögerte Heilung oder gar Einengung des Afters zu erwarten.
      Der Eingriff kann ambulant oder auch kurzstationär durchgeführt werden. Ein Klistier vor der Operation ist zweckmäßig, bei chronischer Verstopfung sollte eine Darmreinigung
      durch Einnahme eines Abführmittels vorgenommen werden, da anfängliche Schmerzen oft die Stuhlentleerung weiter verzögern.

      Komplikationsmöglichkeiten

      Größere Komplikationen sind nicht zu erwarten. Gerinnungshemmende Medikamente sind 10 Tage vor dem Eingriff abzusetzen. Es kann aus kleinen Blutgefäßen trotzdem zu
      Nachblutungen kommen, die meistens von allein wieder zum Stehen kommen, wenn nicht, dann muss der Operateur nochmals in Betäubung das Blutgefäß mit einer Naht abbinden.

      Ganz selten kommt es zu Infektionen der Wundumgebung, bei extremen Schmerzen und starker Anschwellung des Operationsbereiches sollte der operierende Arzt nochmals aufgesucht werden. Eine Antibiotikatherapie führt dann in der Regel wieder zur Abnahme der Schmerzen und der Umgebungsschwellung. Die schon erwähnte Einengung des Afters, die eigentlich nicht auftreten sollte, kann bei rechtzeitiger Erkennung durch eine Dehnung mit einem Analdehner meistens behoben werden.

      Nachbehandlung

      Bei der Operation wird ein Wundverband angelegt mit einem farblosen Desinfektionsmittel. Zu Hause sollten Sie diese Behandlung fortführen, sie erhalten deshalb so genannte Kompressen, Desinfektionsmittel und Salbe vom Arzt verordnet. Auch mehrfaches Ausduschen am Tag oder Sitzbäder führen zu einer schnelleren Reinigung der Wunden. Trotzdem ist eine leichte Eiterung in den ersten zwei Wochen nach der Operation normal. Auch anfängliche Schmerzen sind nicht ganz zu vermeiden. Sie erhalten jedoch ausreichend Schmerzmittel verordnet, von denen Sie wie auf dem Rezept angegeben Gebrauch machen sollten. Wenn Sie auf den Schmerz warten und dann erst die Tabletten einnehmen, wird der Schmerz nicht so gut beseitigt.

      Eine Woche nach der Operation wird eine Wund-Kontrolle und Befundbesprechung anhand des histologischen Befundes durchgeführt hat. Die Arbeitsunfähigkeitsdauer richtet sich etwas nach der Tätigkeit. Wenn eine Reinigung des Afters während der Arbeit nicht möglich ist, ist die Arbeitsunfähigkeitsdauer länger, in der Regel sollten jedoch 2 Wochen veranschlagt werden.

      • vielen dank für die info! darf ich noch fragen wie viel mich eine diagnose bei ihnen ca. kosten würde? gerne auch per mail, falls sie meine mailadresse sehen,… vielen dank.

        • Die Untersuchung der Marisken samt Rektoskopie kostet 180 €

          Die operative Mariskenabtragung in Lokalanästhesie kostet 450 €

          Wenn eine Sedoanalgesie (Kurznarkose) erwünscht wird werden 100 € zusätzlich verrechnet

      • Sehr geehrter Herr Dr Bull

        Bei mir wurde Anfang Dezember eine ambulante Operation zur Behandlung einer Analfissur und Entfernung einer Mariske durchgeführt. Kaum war alles verheilt, hat sich nun wieder eine ca 3mm kleine Mariske gebildet, die an einem dünnen „Hautfaden“ hängt. Ansonsten liegen keine weitere Beschwerden mehr vor.
        Doch aus ästhetischen Gründen würde ich die Mariske gerne entfernt haben. Eine erneute Operation fände ich übertrieben.
        Könnte man dieses Anhängsel einfach nur abbinden?

        Vielen Dank für Ihre baldige Antwort.

        Freundliche Grüße & bleiben sie gesund
        E.K.

        • Eine Mariske befindet sich im Anoderm (Übergang zwischen Haut und Analkanal) und ist sehr sensibel, eine Abbindung wurde ein Geschwür produzieren und wäre lang sehr schmerzhaft. Ein Vorpfosten nach Abtragung kommt oft vor und kann, nachedem die Wunde abgeheilt ist, mit dem Kauter in Oberflächenanästhesie abgetragen werden.

  9. Hallo!
    Ich bin bin aktuell in der 13. Schwangerschaftswoche. In den ersten Schwangerschaftswochen hatte ich mit Analfissuren aufgrund zu harten Stuhls zu kämpfen (die Beschwerden hatte ich schon vor der Schwangerschaft).
    An einer Stelle hat sich durch die Fissuren auch eine Mariske gebildet. An dieser Stelle der Mariske hatte ich eine Analvenenthrombose, die selbst geplatzt ist. der Knubbel ist weg, die Fissuren zugeheilt, aber seit einger Zeit treten beim Stuhlgang immer noch leichte Schmerzen, da wo die Thrombose war auf. Das verschwindet aber nach einigen Minuten wieder.
    Zusätzlich sondert die Wunde hin und wieder ein Sekret ab, weißlich bis hellbräunlich. Das sehe ich aber nur, wenn ich mit Klopapier drauftupfe. Ich dusche meinen Po nach dem Klogang und mache Sitzbäder, danach verwende ich Salben. Ich habe nun große Angst davor, dass es sich doch um etwas Anderes handeln könnte? Eine Fistel oder ein Abzess? Ich war zwar aufgrund der Fissuren schon beim Arzt und der kennt mich schon gut- aber aufgrund der aktuellen Corona – Lage möchte ich „unnötige“ Arztbesuche vermeiden. Kann es sich einfach um eine Wunde handeln, die schlecht zuheilt? Ich bin leicht verzweifelt und mache mir auch Sorgen um mein Baby! Außerdem habe ich große Angst vor einer Operation, falls die warum auch immer notwendig sein sollte. Vor allem eben wegen der Schwangerschaft. Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort!

    • Operieren muss man gar nicht. Am besten ist es natürlich, die Ursachen der Fissur zu bekämpfen. Das heißt: Stuhlregulieren und die Darmtätigkeit durch ballaststoffreiche Ernährung (wie z. B. Weizenkleie oder Flohsamenschallenpulver 2- 4 EL mit Joghurt oder Kefir und ähnliches täglich) ankurbeln. Für den Stuhlgang sollte man sich Zeit nehmen und auf keinen Fall pressen und prinzipiell ein Fett-Zäpfchen (Glyzerin) vorher Einführen oder CO2-Zäpfchen vor jedem Stuhlgang verwenden. Wenn der Einfuhr zu schmerzhaft ist, eine Anästhesie-Salbe (z. B. Xylocain) zusammen mit einer Nifedipin-Salbe vorher einschmieren. Nach jedem Stuhlgang sollte die Afterregion mit Wasser gespült oder mit feuchten Tüchern (Babytücher) gereinigt werden. Die Haut nur trocken tupfen, nicht reiben. Magnesium-Brause kann auch helfen.

  10. Hallo!
    wenn die Kasse die Entfernung der Mariske nicht übernimmt, mit welchen Kosten habe ich dann ungefähr zu rechnen?

    • Marisken und Analpolypen haben ihren Ursprung in einem chronischen Reizzustand rund um den Analkanal-Bereich. Im Anfangsstadium handelt es sich um sehr kleine Wucherungen, die harmloser Natur sind. Im weiteren Verlauf besteht die Möglichkeit einer allmählichen Vergrößerung mit entzündlicher Reizung und Schmerzen. Die Reinigung ist erschwert und oft kommt es zu Stuhlschmieren.

      OP-Methode bei Analpolypen

      Die Abtragung der Polypen erfolgt mit einer sogenannten Hochfrequenz-Diathermieschlinge. Der Eingriff findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt. Diese ist für eine schmerzfreie Behandlung erforderlich, da die Analschleimhaut eine hohe Empfindlichkeit aufweist. Der Eingriff gilt insgesamt als schmerzarm.

      Vorher erfolgt eine endoskopische Untersuchung des Analkanals (Rektoskopie) um weiteren Pathologie wie Prolaps, Rektocele und Rektumpolyp auszuschließen

      Die Schlinge wird um den Polypen gelegt und unter Stromeinwirkung zugezogen. Es erfolgen weitere kleine Stromstöße, bis der Polyp abgetrennt ist. Dabei wird keinerlei mechanische Kraft aufgewendet, um die Schleimhaut nicht zu beschädigen.

      Nachsorge und Verlauf

      Der Verlauf hängt grundsätzlich vom Ausgangsbefund ab. Häufig besteht parallel eine zusätzliche Analerkrankung, die in engem Zusammenhang mit den Polypen steht. Dazu zählt insbesondere die Analfissur, vor allem in ihrer chronifizierten Form, Rektocele, Rektumprolaps. Somit kann die vollständige Heilungsdauer des Wundbereichs zwischen wenigen Tagen und einigen Wochen, je nach zugrunde liegender ärztlicher Diagnose varieren.

      Um die Wundheilung selbst aktiv mitzugestalten, werden Abduschen nach dem Stuhlgang und Sitzbäder mit entzündungslindernden Substanzen. Darüber hinaus sind eine ballaststoffreiche Ernährung mit Flohsamenschallenpulver oder Kleie sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilfreich. Beides dient dazu jegliche Form von Verstopfung zu vermeiden, um das Wundareal nicht durch harten Stuhl zu gefährden. Um den Analkrampf zu mildern wird eine Nifedipin-Salbe vorher aufgetragen.

      Eventuelle Risiken und Prognose

      Es besteht prinzipiell die Möglichkeit einer kleinen Nachblutung, die jedoch im Normalfall zeitnah endet. Entscheidend ist eine sehr umsichtige Hygiene, um das Risiko einer Wundheilungsstörung so gering wie möglich halten. Zu Pflegemaßnahmen igehören vor allem das Sauberhalten der Wunde durch abduschen nach jedem Toilettengang und der Verzicht auf Wundsalben bis zur vollständigen Wundheilung.

      Für die ersten Tage erhalten Sie ein Schmerzmittel und eventuell ein mildes Abführmittel um jeglichen Druck auf den Schließmuskel zu vermeiden. Die weitere Prognose hängt einerseits von der Krankheitsvorgeschichte und andererseits von der eigenen Vorsorge ab. Prinzipiell ist es möglich, dass erneut Polypen entstehen. Ein unterstützender Lebensstil, der auf ausreichender Bewegung und einer ballaststoffreichen Ernährung basiert, hilft Ihnen dabei das Risiko deutlich zu verringern.

      Kosten

      Die Kosten für die Rektoskopie, Polypektomie, histologische Ausarbeitung und OP-Befundung ist 450,00€

      Die ÖGK hat unterschiedliche Rückvergütung zwischen 100 und 150,00€

    • Es wird zuerst eine oberflächliche Anästhesiesalbe verabreicht und das perianale Gewebe betäubt. Die Schmwezen halten sich somit in Grenzen.

  11. Übernimmt die Krankenkasse (kfa) im Normalfall die Kosten einer Entfernung bei ständigen Beschwerden oder sind diese immer selbst zu tragen und wie hoch sind diese in etwa?

  12. Übernimmt die Krankenkasse (kfa) im Notfall die Kosten einer Entfernungen bei ständigen Beschwerden oder sind diese immer selbst zu tragen?

  13. Hallo!
    Ich hab eine Mariske bekommen normale groß muss ich unbedingt eine OP führen lassen oder könnte ich es auch mit cremen entfernen lassen mit der zeit falls ja welche creme könnte ich kaufen
    Danke!

    • Marisken müssen nicht operiert werden wenn keine Beschwerden sind. Meist entstehen sie nach Analfissur und gehören entsprechend mit Fissurcremen behandelt. (NB: Leider könne wir keine Name nennen sonst wird die Seite von Google censuriert)

    • Hallo! Einige Wochen nach der Geburt meines Babys wurde mir geraten zwei Marisken entfernen zu lassen.
      Seitdem habe ich permanente Beschwerden, die ich vorher nicht hatte. Nach dem Stuhlgang schwellen die Narben an, es zieht, es kribbelt usw.
      Der Eingriff ist rund 8 Wochen her. Wie lange kann denn das noch dauern? Bin schon total verzweifelt.

      • Ich empfehle prinzipiell Operationen am After oder Venen erst frühestens 6 Monaten nach der Entbindung durchzuführen. Es gibt mehrere Gründe dafür, erstens viele diesen Marisken und Krampfadern bilden sich zurück und schrumpfen, nachdem der venöser Druck und der Hormonstatus sich normalisiert hat, zweitens ist man nach einer Geburt mit Säugling und stillen sehr beschäftigt und braucht deshalb nicht unbedingt eine elektive operative Unterhaltung noch dazu.

  14. Kann ich mit einer Mariske auch gut leben. Oder empfehlen sie lieber die Entfernung einer Mariske. Sollte eine OP die letzte Option sein???

    • Eine Mariske ist nicht gefährlich, verschwindet von selbst aber nicht. Man kann es entfernen lassen, muss man aber nicht.

  15. Hallo liebes Team,
    Ich habe eine kleine Mariske. Was für eine Pflege empfehlen Sie. Wie zum Beispiel, Flohsamen oder irgendwelche Pflegecreme.

    Freue mich auf eure Antwort und Hilfe

    • Eine kleine Mariske sollte man ignorieren. Flohsamenschallenpulver sind gut für die Verdauung und Pflegecreme ist gut für die Haut.

  16. Ich habe eine kleine Mariske am Po. Ich pflege sie mit kamillosan Salbe. Ist das richtig? Ich war aber noch nicht beim Proktologen. Sollte ich ihn aufsuchen??

    • Marisken können hygienisch stören sind aber meist armlos. Sie entstehen meist nach kleiner perianaler Thrombose. Stuhlregulierung und Pflege sind meist ausreichend. Wenn Se es entfernt haben wollen sollten Sie eine Proktologe aufsuchen.

  17. Ich habe einen kleinen Hautlappen am After entdeckt. Jetzt habe ich echt Panik. Er macht aber keine Probleme. Sollte ich sofort zum Proktologen. Muss ich da Angst haben?

    • Hautfalte, oder Marisken sind sehr häufig und bedürfen nur im Ausnahmefall (Hautirritation, Hygiene, Stuhlschmieren, usw) und /oder können nach Wunsch entfernt werden. Wenn mehrere Knoten entstehen sollten sie abgeklärt werden

    • Warum nicht? Marisken sind im Prinzip harmlos, zeitweise können sie Jucken und Brennen verursachen. Sehr grosse störende Mariske können entfernt werden.

  18. Ich habe seit meiner letzten Schwangerschaft ein richtiger Hautlappen mit Knubbel am Ende, der am After hängt und zwar beim Po abwischen etwas stört aber nicht schmerzt. Was kann man dagegen tun?

    • Eine Mariske oder Hautzipfel am After stört hygienisch und kann im Rahmen einer oberflächlichen Anästhesie mit einer Spezialschlinge entfernt werden.

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