Feigwarzen

HPV-Infektion – Condylomen

 Definition

Feigwarzen werden nach Körperkontakt  durch einen  übertragbaren Virus namens Humanes Papilloma-Virus (HPV) verursacht.  Es gibt mehr als 222 verschiedene HPV-Typen. Einige sind besonders gefürchtet, insbesondere HPV 16 und 18, die als „hohes Risiko“ bezeichnet werden, da sie an einem guten Teil der Krebserkrankungen beteiligt sind. Sie sind zum Beispiel bei 90% der Analkarzinome, 65% der Gebärmutterhalskrebs und Vagina, 50% der Vulvakrebsarten, 35% der Peniskrebsarten und 45% bis 90% der Krebserkrankungen zu finden sowie bei  Krebserkrankungen im Mund und Hals.  Genitale Feigwarzen Genitale Feigwarzen können sowohl Männer wie auch Frauen befallen, jedoch sind diese bei Frauen deutlich häufiger als bei Männern. Sie werden  vorhandenen Impfstoffen (Mehr zu den HPV-Impfungen) als Ziel ausgewählt.

Andere HPVs verursachen keine Krebserkrankung, sind jedoch für ihre Träger unangenehm. Dies ist beispielsweise der Fall von HPV 6 und 11, die als „geringes Risiko“ bezeichnet werden, weil sie keinen Krebs verursachen. Sie sind nicht trivial, da sie für Genitalwarzen oder Genitalwarzen (Warzen) verantwortlich sind.

Ätiopathogenese

HPV befällt die oberste Hautschicht (Epithel) bzw. auch Schleimhäute. Es sind derzeit über 222 verschiedene Subtypen von HPV identifiziert, jeder Subtyp ist auf eine spezifische Körperoberfläche „spezialisiert“. HPV-Subtypen werden als Hoch- oder Niedrigrisiko-Subtypen klassifiziert. Die HPV-Viren, die genitale Warzen verursachen gehören meist zu den sog. Niedrig-Risikotypen (hauptsächlichstes HPV-Subtyp 6 und 11). In manchen Fällen bestehen sie aus „high-risk“ (onkogene) HPV-16-, -18-, -31-, -33- und -35-DNA und andere.  Laut letzter Forschung Krebs durch HPV erfolgt durch eine „Immortalisierung“ und Transformation infizierter Zellen, diesen Mechanismen jedoch  sind noch nicht vollkommen bekannt.“ Es ist zum Beispiel nicht bekannt, warum 10% der mit HPV infizierten Menschen es nicht innerhalb von zwei Jahren beseitigen können und chronische Träger des Virus werden, während die restlichen 90% das Virus eliminieren können. Es ist auch nicht bekannt, warum nur die Hälfte dieser chronischen Träger nach etwa dreißig Jahren Krebs entharten.

HPV Virus Molecularsicht

Infektionsweg

HPV ist virus-indiziert und wird durch direkten Haut-zu-Haut bzw. Haut-zu-Schleimhaut-Kontakt übertragen, wie z.B. Geschlechtsverkehr, Oral- oder Analverkehr oder anderen Haut-zu-Haut-Kontakt nicht nur mit dem äußeren Genitale. Die Manifestation von Kondylomen im analen Bereich wird durch prädisponierende Faktoren wie Feuchtigkeit (Fluor), Mazeration (Ekzem) oder Epi­thelläsionen (Kratzeffekte, Analverkehr) begünstigt. Risikofak­toren sind verminderte zelluläre Immunität, Nikotin, Koinfektion (Herpes-simplex-Viren, Chlamydien) und Sexualverhalten, Analverkehr, Promiskuität usw.

Es besteht kaum Zweifel, dass die HPV-Infektion hauptsächlich sexuell übertragen wird, da das Risiko, das Virus zu tragen, proportional zu der Anzahl der Sexualpartner steht. Die Trivialisierung des Oralsex bei Paaren könnte die Zunahme von Oropharynxkarzinomen erklären. In Frankreich gaben 91% der Frauen und 94% der Männer zwischen 18 und 69 Jahren an, in der letzten großen Erhebung über die französische Sexualität im Jahr 2006 (Bajos, Bozon, La Découverte 2008) bereits Oralsex praktiziert zu haben in der nationalen Umfrage von 1970 waren es 51% bzw. 54%.

Das humane Papillomavirus (HPV) wird in der Regel durch direkten Haut-Haut-Kontakt und bei genitalen Infektionen meistens, jedoch nicht ausschließlich, beim penetrativen Sex übertragen.

Eine kleine Schädigung der Haut (Kratzer) oder Schleimhäute reicht aus, damit das Virus in den Körper eindringen kann. Seine Übertragung könnte auch indirekt durch kontaminierte Objekte erfolgen. Der Besuch von öffentlichen Orten wie Schwimmbädern, Turnhallen, Sportvereinen … ist eine der üblich genannten Übertragungsmethoden für kutane Plantarwarzen.

Alle sexuellen Praktiken können bei heterosexuellen und homosexuellen Paaren kontaminierend sein, einschließlich Oralverkehr. Je höher die Anzahl der Sexualpartner ist, desto höher ist das Übertragungsrisiko. In ähnlicher Weise erleichtert das Vorhandensein einer anderen sexuell übertragenen Infektion durch Schädigung der ano-genitalen Schleimhaut die Kontamination. Männer spielen eine wichtige Rolle bei der Übertragung von HPV auf Frauen.

Es gibt viele verschiedene Arten von HPV, die unterschiedliche Erkrankungen verursachen. Einige von ihnen verursachen gutartige Läsionen der Haut (Warzen), Schleimhäute der Genital- und Analregion (Condylomata) oder Extragenital (Papillome des Mundes) oder des Atmungssystems (wiederkehrende respiratorische Papillomatose). .

Diese Papillomavirus-Typen, bei denen es sich hauptsächlich um HPV 6 und 11 handelt, werden als geringes Risiko bezeichnet.

Andere Arten sind für sexuell übertragbare Infektionen und Krebsarten verantwortlich, hauptsächlich für den Gebärmutterhals. Hierbei handelt es sich um Papillomaviren mit hohem Risiko, die als Onkogene bekannt sind, von denen die häufigsten HPV 16 und 18 sind. Impfstoffe schützen vor Serotypen, die für etwa 70% dieser Krebsarten verantwortlich sind.

Häufigkeit

Genitale Papillomavirus (HPV) -Infektionen gelten als die häufigste sexuell übertragbare Infektion (STD). Es wird geschätzt, dass weltweit 30 Millionen Frauen und Männer betroffen sind. Die Vereinigten Staaten melden jährlich eine Million neue Fälle. Die Häufigkeit eines anogenitalen Kondyloms ist besonders hoch bei Menschen, die mit dem AIDS-Virus (HIV) infiziert sind.
Rezidivierende respiratorische Papillomatose ist eine seltene Erkrankung.
Etwa 4% aller Krebserkrankungen stehen im Zusammenhang mit HPV. In den Vereinigten Staaten waren schätzungsweise 32.000 Fälle von Krebs, die 2009 bei Männern und Frauen diagnostiziert wurden, auf eine HPV-Infektion zurückzuführen. Seit einigen Jahren wissen wir mit Sicherheit, dass diese Infektion für den Zervixkrebs verantwortlich ist. Onkogenes HPV ist an mindestens 80% der Analkarzinome und zwischen 40 und 60% der Krebsarten der Vulva, der Vagina und des Penis beteiligt. Sie wurden auch in eine Untergruppe von Kopf- und Halskrebserkrankungen verwickelt.Der Häufigkeitsgipfel der Erkrankung liegt zwischen dem 20. und 40. Lebens­jahr. Die Durchseuchung der sexuell aktiven Bevöl­kerung mit verschiedenen HPV-Typen ist hoch: 60% der Menschen tragen HPV-Antikörper in sich.

Hautwarzen sind bei Kindern und Jugendlichen sehr häufig, sie können jedoch in jedem Alter auftreten. Menschen, die eine Transplantation erhalten haben, sind aufgrund der Immununterdrückenden Behandlung, zur Vermeidung einer Abstoßung  (Immunsuppressiva) einem hohen Risiko ausgesetzt: Nach einigen Jahren haben mehr als 90% Warzen.

HPV Rektaler Befall

Lokalisation

Kondylome finden sich peri- und intraanal, selten in­trarektal sowie an Vulva und Zervix, in der Vagina, an Penis, Skrotum und Urethra. Die Übertragung erfolgt normalerweise kutan.

Die Infektion kann sich von einer Selbstimpfungsläsion auf eine andere Stelle ausbreiten.

Schließlich kann das Virus während der Entbindung von der infizierten Mutter auf ihr Baby übertragen werden (vertikale Übertragung).

Meist asymptomatisch und gutartig kann diese Infektion schwerwiegender werden.

Das humane Papillomavirus (HPV) vermehrt sich in Haut und Schleimhäuten.

Sie verursachen keine starke Immunantwort. Es wird geschätzt, dass drei Viertel der Frauen irgendwann in ihrem Leben Kontakt mit HPV haben werden.

In den meisten Fällen tritt eine genitale HPV-Infektion innerhalb von 5 bis 10 Jahren nach dem ersten Geschlechtsverkehr auf. Es ist meistens gutartig und verschwindet spontan.

Eine persistierende Infektion (10% bis 20% der Fälle) kann zu präkanzerösen Läsionen des Gebärmutterhalses führen, die unbehandelt zu Krebs führen können.

Diese präkanzerösen Läsionen treten durchschnittlich drei Jahre nach der ersten HPV-Infektion und Gebärmutterhalskrebs nach durchschnittlich 20 Jahren auf.

Der Zeitraum zwischen der Kontamination mit dem humanen Papillomavirus (HPV) und dem Auftreten von Kondylomen (Inkubation) beträgt gewöhnlich zwei bis drei Monate. Kondylome oder Genitalwarzen sind schmerzlos.

Symptome

Es gibt verschiedene Arten:

Condyloma acuminata sind aufgrund ihrer aufkeimenden, rosafarbenen Farbe auch als Geschlechtsvegetation oder Hahnkamm bekannt. Bei Frauen findet man sie hauptsächlich in der Vulva, den Lippen, dem Damm, dem After, aber auch in der Vagina und am Cervix. Bei Männern sitzen sie hauptsächlich auf der Vorhaut, dem Hodensack, um die Harnröhrenöffnung und im Analbereich.

Die flachen Kondylome sind mit bloßem Auge nicht leicht zu erkennen. Sie stellen oft als konfluente multiple Läsionen derselben Stelle dar wie Condyloma acuminata.

Wenn bei Kindern Genitalwarzen die Hypothese von sexuellem Missbrauch hervorrufen sollten, ist Vorsicht geboten. Dies ist nicht der häufigste Fall, und Kondylome resultieren oft aus Selbstkontamination durch Handwarzen oder Kontamination durch die Wäsche.

Feigwarzen verursachen je nach Lokalisation Juckreiz, Nässen und geringe Blutungen, aber nur selten Schmer­zen. Sie können asymptomatisch sein. Die Condylome sind hautfarben oder rötlich, können weich und flach oder erhaben und hart sein, ungestört wachsen sie blumenkohlartig. Genitale Warzen entwickeln sich Wochen oder Jahre nach einer HPV-Infektion. Es ist unmöglich festzustellen, wie, wann und wo eine Infektion stattgefunden hat.

Verlauf

Wie entwickeln sich Kondylome?

Anogenitale Kondylome sind stark ansteckend. Etwa 20% bis 30% bilden sich spontan zurück, Rezidive treten jedoch häufig auf. In den meisten Fällen gehen sie nicht mit anderen körperlichen Anzeichen einher.

Gelegentlich können jedoch bei einigen Patienten blutende Läsionen, Juckreiz (Pruritus), Brennen oder Entzündungen der Vulva und Vagina (Vulvovaginitis), der Eichel (Balanitis) und auftreten Vorhaut (Posthitis) und / oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie).

Kondylome wirken sich häufig negativ auf das tägliche soziale und sexuelle Leben der Patienten aus.

Die Entdeckung eines Kondyloms sollte zu einem Screening auf präkanzeröse oder kanzeröse Läsionen führen, sowohl bei der infizierten Person als auch bei ihrem Partner.

Die Papillome des Mundes erscheinen als kleine rosa oder weißliche Papeln, die sich auf den Lippen, auf der Zunge und / oder in den Wangen befinden.

Die Patienten haben häufig gemeinsame Warzen.

Unbehandelt können die Feigwarzen unverändert persistieren, sich vergrößern oder vermehren. Spontanre­missionen werden in bis zu 30% beschrieben. Unter Immunsupression wachsen sie schneller und gehen mit einem erhöh­ten Rezidiv- und Entartungsrisiko einher.

Komplikationen

Bei langem Bestehen der Kondylome, u.U. auch bei Erstmanifestation, entwickelt sich selten bösartig . Zur malignen Entartung der Kondylome bedarf es vermutlich Risiko­faktoren wie einer hohen Anzahl von Sexualpartnern, Nikotinabusus, chronischer Entzündung und Immun­suppression.

HPV ist manchmal für Krankheiten verantwortlich, die ein höheres oder geringeres Risiko für eine Krebsentartung darstellen.

Morbus-Bowen betrifft bevorzugter Weise  Frauen nach der Menopause, typischerweise ab einem Alter von 50 Jahren. Es manifestiert sich als flache Läsionen (Macules) oder erhabene Läsionen (Papeln) von Braunrot, Grauweiß oder Aschgrau in variablen Zahlen (einfach, mehrfach oder in Plaques), die 1 bis 1,5 cm lang sind und die begleitet werden oder nicht Juckreiz (Pruritus). Sie werden in 10% bis 20% der Fälle zu Krebs.

Bowenoid-Papulosen treten vor dem Morbus Bowen auf, im Alter zwischen 25 und 35 Jahren und degenerieren selten. Seine Läsionen sind in der Vulva lokalisiert und können während des Geschlechtsverkehrs isoliert oder mit vulvärem Pruritus oder Unbehagen verbunden sein.

Der Buschke-Löwenstein-Tumor (Condylomata gigantea) ist ein riesiges acuminöses Kondylom, das sich hauptsächlich im balano-preputialen Sulcus oder um den After befindet. In seltenen Fällen entwickelt es sich in Bereichen außerhalb des Genies wie dem Fuß. Dieses Kondylom kann zu einem Krebs werden, der nicht aggressiv ist (keine Metastasen).
Die floride orale Papillomatose ist eine Form der Infektion der Schleimhäute der Mundregion durch Papillomavirus (HPV), die zu Krebs führen kann.

Diagnose

Die Diagnose von Warzen und Kondylomen ist im Wesentlichen klinisch.

Prüfungen werden unter sehr spezifischen Bedingungen verordnet.

Bei Frauen basiert das Papillomavirus (HPV) -Screening auf zervikale Läsionen auf zervikalen und zervikalen Abstrichen. Eine zervikale Untersuchung durch Kolposkopie kann erforderlich sein.

Anhaltende HPV-Infektionen können durch verschiedene Tests (Abstriche)  diagnostiziert werden. Diese Tests zeigen die DNA des Virus auf und ermöglichen die Unterscheidung zwischen onkogenen und nicht onkogenen Typen.

Bei flachen Kondylomen kann der Essig­säuretest hilfreich sein: Durch Betupfen mit verdünnter Essigsäure (5%ig, 5 min Einwirkzeit) lassen sich die be­troffenen Bezirke weiß anfärben. Falsch positive Weiß­färbungen sind auch bei anderen Dermatosen möglich wie z.B. beim Analekzem und bei der Psoriasis.

Es ist jedoch immerzu empfehlen, auch eine Biopsie (Gewebsentnahme) einer Warze durchzuführen. In manchen Fällen schauen Vorstufen von bösartigen Erkrankungen (vulväre intraepitheliale Neoplasien) bzw. auch bösartige Erkrankungen im Bereich des äußeren Genitales (Vulvakarzinom) so wie genitale Warzen aus.

Perianale Feigwarzen ( darf laut Google nicht gezeigt werden)

Differentialdiagnostik

Pigmentierte seborrhoische Warzen, Mollusca conta­giosa, Morbus Paget, vulgäre Warzen, die analen intra­epithelialen Neoplasien (AIN) und Marisken sind ggf. histologisch auszuschließen.

Prophylaxe

Die Anwendung von Kondomen wird empfohlen auch wenn sie je nach Loka­lisation der Feigwarzen nur einen gewissen Schutz bietet. Die Rezidivprophy­laxe erfordert die Untersuchung des Sexualpartners und bei manifester Erkrankung auch die Mitbehandlung. Es sind zwei Vakzinen zur Prävention des HPV-induzierten Zervixkarzinoms auf dem Markt. Der tetravalente Impfstoff richtet sich nicht nur gegen die onkogene HPV-16- und -18-DNA, sondern auch gegen die HPV-6- und -11-DNA. Eine prophylaktische Impfung bei Mädchen sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Derzeit ist nicht bekannt, wie lange die Schutzwirkung anhält, dürfte aber Lebenslang sein. Eine the­rapeutische Wirkung auf bestehenden HPV-Typen von Kondylome wurde nicht bewiesen.

Therapie

Bei der Behandlung von Condylomen sollte die Form, die Ausdehnung und die Lokalisation berücksichtigt werden.  Obwohl Warzen und Kondylome als gutartig und oft spontan empfunden werden, müssen sie als Kontaminationsquelle behandelt werden.

Sie sind nicht immer leicht zu behandeln, wie beispielsweise Warzen in Mosaiken oder wiederkehrende respiratorische Papillomatose. Die Behandlung der Läsionen variiert je nach Anzahl, Ort und Morphologie der Läsionen, muss jedoch auch die Präferenzen des zuvor gut informierten Patienten berücksichtigen.

Einige können vom Patienten selbst ambulant (zu Hause) durchgeführt werden: die lokale Anwendung von Lösungen oder Cremes oder Kombinationen von Salicylaten auf der Basis von Verrucid (was Warzen zerstört), von Coricide (Zerstörung von Hühneraugen) und verschiedenen Tinkturen.

Singuläre Feigwarzen können mit Lokaltherapeutika konservativ behandelt werden; ausgedehnte Kondylombeete und blumenkohlartige Tumoren sowie intrarektale und intraanale Kondylome sollten operativ destruktiv therapiert werden, da die topisch wirksamen Medikamente für die Therapie der Kondylome der Schleimhaut nicht zugelassen sind. In der Schwangerschaft darf keine Behandlung mit am Markt bekannten Präparaten erfolgen; ggf. können sie operativ beseitigt werden.

Andere Behandlungen werden vom Arzt oder vom Chirurgen durchgeführt:

Kryotherapie durch Auftragen von flüssigem Stickstoff alle zwei Wochen, bis die Läsionen verschwunden sind. Es ist die Behandlung der Wahl der Hautwarzen.

Die operative Therapie umfasst die Abtragung (Exzision) ­und lokale Destruktionsverfahren: Abtragung mittels Schere, Elektrokoagulation, Laser- und Kryotherapie, Exzision mittels Skalpell. Aus eigener Erfahrung empfehlen wir die Kondylome mittels flüssigkeitsun­terstützter Koagulation, z.B. mit einer Kugelelektrode unter simultaner Wasserapplikation, oder mittels Laser zu zerstören.

Die chirurgische CO2-Laserentfernung wird zur Zerstörung von Kondylomen und Warzen verwendet, insbesondere von Plantarwarzen und einigen Schleimhautwarzen.

Die chirurgische Exzision kann auch mit dem Skalpell (Kürettage) oder mit einer elektrischen Schleife (Elektrokoagulation) erfolgen.

Morbus Bowen, Kondylom und einige behandlungsresistente Warzen (feuerfeste Warzen) können ein Hinweis auf eine dynamische Phototherapie sein, bei der dem Patienten ein photosensibilisierendes Produkt verabreicht wird und der Patient einer Lichtbestrahlung ausgesetzt wird, um eine photodynamische Reaktion auszulösen. was die Zellen zerstört.

Bei Kondylomen müssen Sexualpartner gleichzeitig untersucht und behandelt werden. Wegen des Rückfallsrisikos muss der Geschlechtsverkehr für einige Monate nach der Entfernung geschützt werden (Kondom).

Die Therapie hat die Morphologie, die Ausdehnung und die Lokalisation der Kondylome zu berücksichti­gen. Singuläre Feigwarzen können mit Lokaltherapeu­tika konservativ behandelt werden; ausgedehnte Kon­dylombeete und blumenkohlartige Tumoren sowie intrarektale und intraanale Kondylome sollten operativ destruktiv therapiert werden, da die topisch wirksamen Medikamente für die Therapie der Kondylome der Schleimhaut nicht zugelassen sind. In der Schwanger­schaft darf keine Behandlung mit Podophyllotoxin und einem bekannten Wirkstoff aus der Gruppe der Immunmodulatoren (Crème) erfolgen; ggf. können sie operativ beseitigt werden.

Nachsorge: Hygienemaßnahmen mit Impfungen

 Nach operativer Therapie sind in den ersten 3 Monaten kurzfristige Kontrollen (z.B. alle 4 Wochen), später Kontrollen in größeren Abständen zu empfehlen.

Um Plantarwarzen zu vermeiden, wird empfohlen, in öffentlichen Bereichen, die möglicherweise mit HPV kontaminiert sind, wie etwa Schwimmbädern, Plastikhausschuhe zu tragen.

Wie bei allen sexuell übertragbaren Infektionen beruht die Prävention von anogenitalen Kondylomen auf dem Gebrauch von Kondomen während des Geschlechtsverkehrs.

Derzeit gibt es zwei Impfstoffe gegen HPV-Infektionen, die Gebärmutterhalskrebs wirksam vorbeugen können:

Der quadrivalente Impfstoff: Er schützt vor vier Virustypen, darunter zwei Onkogene (HPV 16 und 18) und zwei nicht-onkogene (6 und 11).
Ein zweiwertiger Impfstoff: Er schützt nur vor HPV 16 und 18.

Welche Impfung?

Der Impfstoff wird für alle Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren empfohlen. Ein Aufholprozess ist bis 20 Jahre möglich.

In Europa ist die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) eine der vorbeugenden Maßnahmen gegen Gebärmutterhalskrebs.

Eine Impfung wird zwischen 11 und 14 Jahren empfohlen.

Der Impfstoff kann gleichzeitig mit dem DTP-Pertussis-Booster im Alter von 11 bis 13 Jahren durchgeführt werden. Der Impfstoffplan besteht aus zwei Dosen im Abstand von sechs Monaten.

Ein Aufholprozess ist bis 20 Jahre (19 Jahre) möglich, erfordert jedoch eine zusätzliche Dosis mit drei Injektionen im Abstand von ein bis zwei Monaten, dann sechs Monate.

Der Technische Ausschuss für Impfungen (CTV) und der französische Oberste Rat für öffentliche Gesundheit (HCSP) empfehlen auch die Impfung „von Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 23 Jahren, die keinen Geschlechtsverkehr hatten oder höchstens spät im Jahr nach dem Beginn ihres Sexuallebens.

In dieser Indikation betrachtet CTV / HCSP beide Impfstoffe als gleichwertig, aber nicht austauschbar: Die Impfung, die mit einem Impfstoff begonnen wurde, sollte mit der gleichen fortgesetzt werden. Experten bestehen nachdrücklich darauf, dass die Impfung gegen HPV Frauen keinesfalls vom Screening auf präkanzeröse und kanzeröse Läsionen des Gebärmutterhalses (regelmäßige zerviko-vaginale Abstriche) ausschließen sollte.

In anderen Ländern wie den Vereinigten Staaten wird die Impfung gegen HPV-Infektionen auch zur Vorbeugung von anogenitalem Kondylom empfohlen.

Welche Nebenwirkungen?

Reaktionen an der Injektionsstelle können ebenso auftreten wie vorübergehendes Fieber, selten leichte Beschwerden.

Verdacht auf Autoimmun- und Entzündungskrankheiten belastet die Impfung (Multiple Sklerose, Lupus, disseminierte akute Enzephalomyelitis). In Frankreich wurden 15 Fälle von Multipler Sklerose bei 5 Millionen seit 2006 verabreichten Dosen gemeldet. Es wurde kein ursächlicher Zusammenhang festgestellt (spezifische Studie zur Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen in der geimpften Bevölkerung, die 2015 veröffentlicht wurde). .

Andererseits werden die Guillain-Barré-Syndrome (mit Nerven, die möglicherweise künstlich beatmet werden müssen), obwohl sie selten vorkommen, mit diesem Impfstoff mit 4 multipliziert. Aber es gab keine Todesfälle.

Die Ergebnisse der von ANSM und der Krankenversicherung gemeinsam durchgeführten Studie, die eine Kohorte von 2,2 Millionen Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren umfasst, zeigen, dass eine Impfung gegen humane Papillomavirus (HPV)-Infektionen vorliegt erhöht das Gesamtrisiko für Autoimmunkrankheiten nicht und bestätigt somit Daten aus der französischen und internationalen Literatur.

Ein erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom nach einer Impfung gegen HPV-Infektionen erscheint jedoch wahrscheinlich. Dieses Syndrom ist bereits in der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MA) des Produkts angegeben. Darüber hinaus sind die Folgen aufgrund der Knappheit der Krankheit begrenzt (1 bis 2 Fälle pro 100 000 geimpfte Mädchen). Beide Institutionen glauben, dass die Ergebnisse dieser Studie das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Impfstoffen nicht in Frage stellen besorgt.

Das Ziel der Impfung gegen humane Papillomavirus (HPV) -Infektionen besteht darin, sich gegen durch diese Viren verursachte Krankheiten zu schützen. Diese können präkanzeröse Läsionen des weiblichen Genitaltrakts (Zervix, Vulva und Vagina), präkanzeröse Läsionen des Anus, Genitalwarzen, Gebärmutterhalskrebs und von Analkrebs.

Es werden zwei Impfstoffe gegen das humane Papillomavirus vermarktet Mehr dazu hier erfahren.

Diese Impfstoffe werden vom High Council for Public Health (HCSP) bei Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren mit begrenztem Fang bis zu einem Alter von 19 Jahren empfohlen .

Männer über 18 Jahre?

Auch Männer können Studienergebnissen zufolge von einer Impfung profitieren: Unter geimpften Männern traten durch die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufene Erkrankungen im Genitalbereich und am After (einschließlich Analkrebs) deutlich seltener auf als bei Ungeimpften.

Am besten schützt die Impfung, wenn die zu impfende Person noch nie Kontakt mit den bekannten Impftypen hatte. Der Nutzen der Impfung sinkt nach Beginn eines sexuell aktiven Lebens erheb lich. Die HPV-Impfung kann aber auch für bereits sexuell aktive Mädchen und Frauen nützlich sein, wenn sie nicht oder nicht mit allen Impftypen infiziert sind. Ein HPV-Test vor der Impfung wird nicht empfohlen. Er hilft bei der Entscheidung für oder gegen die Impfung nicht wirklich weiter: Auch bei positivem Testergebnis liegt nur selten eine Infektion mit allen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen vor.

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10 Comments

  1. Ich fürchte, ich „leide “ an einer sehr großen Feigwarze, die in den letzten Jahren ständig wächst
    an der Außenseite der Schamlippe nahe des Afters. Auf Grund der Größe muss man wahrscheinlich operativ vorgehen. Meine Frage diesbezüglich ist, ob dies tagesklinisch bei Ihnen in Sievering gemacht werden kann oder ob ich dazu in ein Krankenhaus muß.
    Ich bitte um kurze Info , wenn ja , würde ich einen Termin vereinbaren.
    Lt. Gynäkologe ist es eine “ Warze „, die operativ in einer chirurg.Abteilung entfernt werden sollte.
    Mit freundlichen Grüßen Martina Zauner

  2. Guten Abend, ich bin mir leider nicht so ganz sicher was das ist was ich habe, aber das was ich da bei Ihnen gelesen habe, könnte sehr gut sein dass ich das habe!!
    Und es ist mir sehr unangenehm das ganze !!
    Wie komme ich zu einem Termin bei Ihnen, bitte Danke
    Lg christina k

  3. Hallo,
    meine Ärztin hat mir zuerst eine bekannte Salbe (Adara) und nachdem die Feigwarzen verschwunden waren, der Juckreiz aber anhielt eine bekannte Salbe verschrieben. Es kamen dann einige neue heraus, die auch abfielen. Nach knapp zweimonatige Behandlung tauchten nun aber immer mehr auf, wo am Anfang der Behandlung nichts herauskam. Ich gehe davon aus, dass ich durch die Salbe den Virus verschleppt habe. Zuletzt hatte ich gefühlte 200 kleine, rasenartige Warzen an den Schamlippen (wo am Anfang nur vier große herauskamen) die durch die Salbe binnen drei bis vier Tagen zwar abfielen, aber der Juckreiz bleibt. Meine Gynäkologin ist auch ratlos. Mit Lasertherapie (etc.) können ja nur sichtbare Warzen behandelt werden? Haben Sie einen Rat für mich?

    • Auf Laserbehandlung reagieren Feigwarzen sehr gut. Manche Feigwarzen reagieren scheinbar als Wächter sind aber selten als solche erkennbar. Ihr Beseitigung fürht dann oft zur Heilung. Deshalb empfehlen wir die größere Warzen zuerst chirurgisch zu behandeln und die kleinere mittels topischen Therapieverfahren mit entweder Podophyllotoxin 0,5% Lösung, Imiquim. 5% Creme oder Sinecatechine 10% Salbe.

  4. Hallo!

    Ich habe das Problem seit ca. 1 Jahr. Und ich habe die Zwei Sachen verwendet (u.a. Salbe) um die Freigwarzen zu entfernen aber die kommen immer wieder zurück, die zwei Sachen die ich benutzt habe sind:

    Ich habe auch die goldene Spirale seit 2 Jahren und ich möchte sie bald raus tun weil ich ein Kind haben möchte. Aber solange ich das nicht geklärt habe wird es nichts mit dem Kind.

    Keine Frage ist kann ich sie vereisen? Was kann ich machen das sie weg sind mein Mann hat sie auch schon bekommen das 2 mal jetzt. Ich habe Angst. Kann mir bitte wer helfen??

    Mit freundlichen Grüßen

    Alma

    • Wir empfehlen bei wiederkehrenden Feigwarzen zuerst eine Laserbehandlung und danach eine geeignete Salbe aus der Apotheke für etwa 3 Wochen alle 3. Tag auftragen

  5. Hallo,
    ich habe erstmalig mit 55 Jahren an der Eichel 2 1-2mm große Knötchen festgestellt. Beim Wegkratzen hat es geblutet, sodaß ich sofort an Kondylome gedacht habe. Ich habe – da ich derzeit auf einer Insel am Meer ohne Zugang zu einer Apotheke bin – eine Selbstbehandlung mit Verrumal begonnen. Die Pünktchen waren gleich weg, nach Tagen bildeten sich neue am Übergang zur Vorhaut, Diese bluteten leicht, verschwanden aber mit der Tinktur innerhalb von Stunden. Gibt es Cremes auch für Schleimhäute, da Verrumal nur für äußere Anwendungen zugelassen sind?

    • Warzen bzw Feigwarzen verschwinden nicht innerhalb von Stunden mit einer Tinktur allein, sie bluten auch nicht. Es gibt viele Ursachen für Pustelbildung, am Meer am besten mit Salzwasser reinigen wirkt antiseptisch.

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