Krampfadern sanft & schonend entfernen in Wien – ambulant und schmerzarm

Was sind Krampfadern?

Krampfadern bzw. Varizen sind Venen, die durch die Haut deutlich durchschimmern oder auch hervortreten und ihre Funktion nicht mehr in vollem Umfang erfüllen. Krampfadern schlängeln sich unregelmäßig unter der Haut, wo sie manchmal auch knotenartige Gebilde formen. Vor allem an den Beinen sind sie in der Regel gut zu erkennen. Krampfadern führen häufig zu Beschwerden und können gesundheitliche Probleme verursachen. Das unterscheidet sie von den Besenreisern, die zwar optisch störend, aber aus medizinischer Sicht harmlos sind.

Als Facharzt für Venenchirurgie in Wien bin ich auf die Behandlung von Venenleiden und die Entfernung von Krampfadern sowie Besenreisern spezialisiert. Das bedeutet: Ich biete sowohl nicht operative Behandlungen als auch chirurgische bzw. mikrochirurgische Eingriffe an. Letztere erfordern heute übrigens längst nicht immer einen Klinikaufenthalt. Oft kann eine OP ambulant in meinem Venenzentrum Wien durchgeführt werden, also in angenehmer Atmosphäre – natürlich nur nach einer ausführlichen vorhergegangenen Diagnose.

Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne einige Informationen zum Thema Krampfadern geben. So können Sie sich vor oder auch nach einem Erstgespräch in meiner Ordination in Wien informieren. Alle wichtigen Informationen zum Thema Besenreiser habe ich für Sie hier zusammengestellt.

 

Wie entstehen Krampfadern?

Damit Sie im Detail nachvollziehen können, wie Krampfadern entstehen, sollten Sie zunächst einmal wissen, dass Venen Adern sind, die das Blut zum Herz führen. Die Venen eines erwachsenen Menschen transportieren täglich rund 7000 Liter Blut. Damit das Transportsystem einwandfrei funktioniert, gibt es in den Venen Klappen. Die Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut, sobald es (wie etwa in den Beinen) gegen die Schwerkraft zum Herz strömt, nicht zurückfließt.

Wenn Sie Krampfadern haben, funktionieren diese Klappen nicht einwandfrei. Ihr Blut fließt nicht problemlos Richtung Herz, sondern es fließt zurück, wo es sich staut und in den Venen sackartige Erweiterungen bildet.

Venenleiden sind eine Gefäßerkrankung, die Sie behandeln lassen sollten. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser sind die Heilungschancen und die Ergebnisse aus kosmetischer Sicht.

 

Was sind die Ursachen von Krampfadern?

Krampfadern können verschiedene Ursachen haben: Sie können entstehen, wenn Sie sehr viel sitzen, beruflich viel stehen, Übergewicht haben und/oder zu wenig Bewegung machen. Außerdem ist die Neigung zu Krampfadern vererbbar. Oft spielen mehrere Ursachen bei der Entstehung von Krampfadern zusammen. Viel Bewegung (Joggen, Schwimmen, Radfahren etc.) und das Hochlagern der Beine sind wichtige Maßnahmen, um Ihren Venen (insbesondere den Beinvenen) Gutes zu tun und Krampfadern vorzubeugen.

Meistens entstehen Krampfadern in den Beinen. Venenprobleme können am gesamten Bein auftreten – am Fuß, an der Wade bzw. am Unterschenkel, in der Kniekehle und am Oberschenkel. Darüber hinaus können Krampfadern auch im Hoden, in der Scheide (meist während einer Schwangerschaft) oder im Bereich von Magen und Speiseröhre sowie am Bauch im Bereich des Nabels entstehen.

 

Was sind die Symptome von Krampfadern?

An den Beinen sind Krampfadern häufig schon sichtbar, bevor die ersten Symptome auftreten. Die meisten Menschen suchen eine Ärztin bzw. einen Arzt auf, weil die Krampfadern bedrohlich aussehen und sie beunruhigt sind. Als erste Anlaufstelle dient dabei häufig die Hausärztin bzw. der Hausarzt, der bzw. die als Schnittstelle zur Venenspezialistin bzw. zum Venenspezialisten fungiert.

In fortgeschrittenem Stadium können Wadenkrämpfe oder ein Gefühl von Schwere und Müdigkeit auftreten. Auch Schwellungen und Spannung in den Beinen sind nicht ungewöhnlich. Oft verringern sich diese Symptome, wenn Sie die Beine hochlagern oder sich bewegen. Schließlich fühlen sich die Beine oft auch besonders warm an und/oder jucken im Bereich der Krampfadern. Zudem kann sich Haut verändern: Sie kann verhärten oder dünn wirken.

Werden Krampfadern nicht behandelt, kann das zu starken Wadenkrämpfen, bräunlichen Hautveränderungen oder auch zu Venenentzündungen und der Entwicklung von Geschwüren führen. Geschwüre können größer werden und aufbrechen. Ein sogenanntes offenes Bein ist dann nur mehr sehr schwer behandelbar. Das ist natürlich der schlimmste Fall. Gehen Sie bitte möglichst frühzeitig zu einer Ärztin oder einem Arzt, die oder der auf die Behandlung von Krampfadern spezialisiert ist, und lassen Sie sich untersuchen und beraten. Damit komme ich auch schon zur nächsten Frage …

 

Welche Ärztin bzw. welcher Arzt behandelt Krampfadern?

Eine Venenspezialistin bzw. ein Venenspezialist gehört in der Regel den Fachrichtungen Chirurgie, Dermatologie, Allgemeinmedizin oder Innere Medizin an. Ich selbst bin Facharzt für Chirurgie mit Spezialisierung auf Gefäßchirurgie. Der etwas sperrige Fachbegriff für eine Venenärztin bzw. einen Venenarzt ist übrigens Phlebologin bzw. Phlebologe.

 

Diagnose von Krampfadern

Im Zuge der Diagnose gilt es herauszufinden,

  • ob Sie tatsächlich Krampfadern haben oder ob es sich um harmlose Besenreiser handelt.
  • welchen Typ bzw. welche Typen von Krampfadern Sie haben.
  • wie stark ausgebildet die Krampfadern sind (Schweregrad).
  • welche Behandlung speziell für Sie die richtige ist.

 

Das Gespräch

Den Ausgangspunkt bildet immer ein ausführliches Gespräch, in dem es nicht nur um Ihre Krankengeschichte geht, sondern auch um die Frage, ob es in Ihrer Familie Mitglieder mit Krampfadern gibt. Mir persönlich ist das Gespräch, bei dem Sie all Ihre Fragen in Ruhe stellen können, ganz wichtig. Bei der Anamnese frage ich Sie nach Ihren Beschwerden. Beschwerden können sein: Müdigkeit, Schweregefühl, Spannungsgefühle in den Beinen, nächtliche Unruhe, Wadenkrämpfe, Schmerzen und Schwellungen in den Beinen. Auch neurologische und orthopädische Beschwerden sind ein Thema. Ob Sie eine Nervenentzündung haben oder hatten oder ob Sie unter Wirbelsäulenproblemen leiden, ist für die Diagnose wichtig.

 

Untersuchungsmethoden

Abhängig vom Gespräch und einer ersten Untersuchung kann es sinnvoll sein, weitere Methoden zur Abklärung heranzuziehen. Zur Diagnose von Krampfadern werden verschiedene (schmerzfreie) Untersuchungsmethoden angewandt, zum Beispiel die Plethysmografie, mit deren Hilfe Volumenschwankungen eines Körperteils gemessen werden können. Weitere diagnostische Verfahren sind die Phlebografie, also eine Röntgenuntersuchung, bei der in die Venen ein Kontrastmittel gespritzt wird. Wesentlich häufiger wird freilich die farbkodierte Duplexsonografie, ein Spezialverfahren der Ultraschalldiagnostik, verwendet. Außerdem kann es sinnvoll sein, einen Blutbefund im Labor machen zu lassen.

 

Typen von Krampfadern

Etwa 70 % der Menschen, die an Krampfadern leiden, haben sogenannte primäre Varizen. Diese entstehen aufgrund einer Bindegewebsschwäche. Im Unterschied dazu sind sekundäre Varizen eine Folgeerkrankung. Meist sind die sekundären Varizen die Folge einer Beinvenenthrombose, bei der tiefe Venen durch ein Blutgerinnsel verschlossen wurden.

Innerhalb der primären Varizen bzw. Krampfadern unterscheidet man abhängig von den betroffenen Venen folgende Typen:

 

1. Stammvarikose

Bei einer Stammvarikose sind, wie der Begriff schon deutlich macht, die Stammvenen, also die ganz großen Beinvenen, betroffen. Diese Venen erstrecken sich vom Innenknöchel des Fußes bis zur Leiste (Vena saphena magna) und vom Außenknöchel bis zur Kniekehle (Vena saphena parva).

 

2. Seitenastvarikose

Bei einer Seitenastvarikose sind die „Seitenäste“ bzw. Zuflüsse der Stammvenen betroffen.

 

3. Perforantenvarikose

Perforansvenen sind horizontal im Bein verlaufende Venen. Sie durchqueren („perforieren“) das Gewebe, daher der Name.

 

Schweregrad

Anhand des Beschwerdebildes sowie des Lokalbefundes lassen sich primäre Krampfadern in vier klinische Schweregrade einteilen:

  • Stadium 1: geringfügige Varikose; keine nennenswerten Beschwerden, keine Komplikationen
  • Stadium 2: Varizen, die Beschwerden verursachen (zum Beispiel Juckreiz, Schweregefühl, Spannungsgefühl, leichte Schwellneigung, Wadenkrämpfe, Schmerzen etc.)
  • Stadium 3: deutliche Varikose mit Beschwerden wie in Stadium 2 und zusätzlich Komplikationen (zum Beispiel Hautstörungen und Entzündungen)
  • Stadium 4: ausgedehnte Varikose mit Beschwerden wie in Stadium 2 und 3, Komplikationen wie in Stadium 3

 

Wie kann man Krampfadern behandeln?

Um die Frage „Was hilft gegen Krampfadern?“ im Detail zu beantworten, möchte ich gerne zwischen nicht operativen und operativen Methoden unterscheiden.

 

1. Nicht operative Methoden zur Behandlung von Krampfadern

Das Ziel der Behandlung ist, das oben beschriebene „Transportsystem“ wieder in Gang zu bringen. Ihr Blut muss zirkulieren können. Nicht immer ist es notwendig, die Krampfadern zu entfernen. Bei Krampfadern des Stadiums 1 und 2 ist keine Operation angebracht. Die Beinvenen bleiben erhalten und werden mit nicht operativen Methoden behandelt. Zu den wichtigsten Therapiemaßnahmen abseits einer Operation zählen Kompressionsverbände und Kompressionsstrümpfe, Massagen, Gymnastik und ein spezielles Venentraining, bei dem die Wadenmuskeln so gestärkt werden, dass sie die Pumpleistung der Beinvenen unterstützen.

Im Anfangsstadium der Erkrankung ist es auch möglich, Venen zu veröden. Diese Verödung (Sklerosierung) ist jedoch nur bei Besenreisern erfolgreich, bei voll ausgebildeten Krampfadern bringt eine Verödung keinen dauerhaften Erfolg.

In meinen Praxen im 1. und im 9. Bezirk in Wien biete ich neben der medikamentösen Therapie ein breites Spektrum nicht operativer Behandlungsmethoden an:

  • physikalische Therapie
  • Verödung (Sklerotherapie)
  • Lasertherapie (thermodynamische Therapie)
  • Radiowellentherapie (thermodynamische Therapie)

 

Venenverödung

Unter Venenverödung (Sklerotherapie) versteht man die Ausschaltung von Krampfadern durch das Einspritzen eines Verödungsmittels. Die verschiedenen Verödungsmittel führen zu einer gezielten Schädigung der Innenschicht der Gefäße bzw. der gesamten Gefäßwand. Im Anschluss kommt es zu einer Gerinnselbildung und längerfristig zur Umwandlung der Venen in einen bindegewebigen Strang.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Venen zu veröden. Eine Möglichkeit ist die Schaumverödung. Dabei wird ein Verödungsmittel mit steriler Luft versetzt, aufgeschäumt und anschließend in das Gefäß injiziert. Die Schaumverödung ist nebenwirkungsarm. Ob sie für Sie infrage kommt, muss natürlich trotzdem sorgfältig abgeklärt werden.

Das Veröden von Venen wird eingesetzt, um

  • Krampfadern zu behandeln.
  • Komplikationen vorzubeugen.
  • Beingeschwüre zu schließen.
  • eine Blutung zu stoppen.

Für die Behandlung von schwach ausgeprägten Krampfadern ist die Verödung das Mittel der ersten Wahl. Dennoch gibt es natürlich Fälle, in denen es nicht ratsam ist, Venen zu veröden. Eine Allergie auf das Verödungsmittel, bestimmte Venenthrombosen, Immobilität bzw. Bettlägrigkeit sind zum Beispiel Gründe, die gegen eine Venenverödung sprechen.

 

Die Nachbehandlung – helfen Sie mit!

Sie können zum Gelingen der Verödungstherapie selbst beitragen. Nach der Behandlung müssen Sie für zwei bis drei Tage einen Kompressionsverband oder mit Pflaster aufgeklebte Tupfer tragen. Dadurch werden die Wände der Besenreiser zusammengedrückt und so das Verwachsen erleichtert. Vermeiden Sie für mindestens zwei bis drei Wochen eine starke Wärmeeinwirkung, insbesondere Saunabesuche und Sonnenbaden.

Und eines gilt generell: Bewegen Sie sich viel und regelmäßig. Damit tun Sie etwas Gutes für Ihr gesamtes Gefäßsystem, auch nach einer Sklerotherapie. Es ist immer Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft!

 

2. Operative Methoden zur Behandlung von Krampfadern

Manchmal ist eine Operation der Krampfadern einfach notwendig. Bei einer operativen Behandlung werden die Krampfadern dauerhaft entfernt. Folgende Methoden zur chirurgischen Entfernung der Krampfadern biete ich als Venenarzt an:

  • Stripping (Venenziehen)
  • Kryomethode (Stripping mittels Vereisen)
  • Miniphlebektomie (Mikrochirurgie)
  • CHIVA-Methode (Abbinden)
  • externe Valvuloplastie (Rosenvenenmanschette ohne Krampfadernentfernung)

 

Krampfadern entfernen: Risiken und Nachbehandlung

Die Risiken bei einer ambulanten Operation sind gering. Nach der Behandlung, die je nach Eingriff fünfzehn Minuten bis eine Stunde dauert, dürfen Sie nach Hause gehen. Thrombosegefahr durch die Bildung von Blutgerinnseln sowie die Ansammlung von Lymphflüssigkeit in den Beinen lassen sich mit der Kompressionstherapie minimieren. Hierbei tragen Sie einige Tage oder Wochen nach dem Eingriff medizinische Kompressionsstrümpfe, die den Heilungsprozess und die Venentätigkeit unterstützen. Die Dauer der Kompressionsbehandlung entscheidet die behandelnde Venenärztin bzw. der behandelnde Venenarzt bei den Nachfolgeuntersuchungen.

 

Diese Kosten kommen auf Sie zu, wenn Sie Krampfadern entfernen lassen

Die Erstuntersuchung, also die Abklärung, ob Sie Besenreiser oder Krampfadern haben, wird von der Krankenkasse übernommen. Vereinbaren Sie bitte hierfür einen Termin per Telefon oder nutzen Sie das Kontaktformular. Auch eine Online-Terminvereinbarung ist möglich.

In weiterer Folge übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten für die Behandlung von Krampfadern, nicht aber von Besenreisern. Besenreiser sind ein kosmetisches Problem, daher müssen Sie für die Behandlung selbst aufkommen.

Spezialuntersuchungen, die zur Abklärung sinnvoll sind, werden nicht immer von der Krankenkasse bezahlt. Die Doppler-Ultraschall-Untersuchung der Venen wird in der Regel von BVA, KFA und SVA honoriert, bei der GKK ist eine bidirektionale Doppleruntersuchung bei 14 % der Patientinnen und Patienten in der Honorarverordnung vereinbart. Sollte eine Operation notwendig sein, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Die Kosten für eine ambulante Operation werden nicht von den Krankenkassen finanziert, die Kassen leisten aber einen Zuschuss.

Ich führe ambulante Operationen in meinen beiden Praxen in Wien durch. Die Kosten dafür betragen zwischen 1500 und 1900 Euro. Die Voraussetzung für eine detaillierte Kostenschätzung sind eine Untersuchung und eine präzise Diagnose.

 

FAQ zum Thema Krampfadern

Wie kann ich Krampfadern erkennen?

Ob Sie tatsächlich Krampfadern haben oder nicht, sollten Sie ärztlich abklären lassen. Der Verdacht auf Krampfadern besteht, wenn Sie Venen haben, die unter der Haut gut sichtbar sind und eventuell auch knotenartige Veränderungen haben. Wichtig: Als Laie können Sie nicht zwischen harmlosen Besenreisern und Krampfadern unterscheiden.

 

Wieso entstehen Krampfadern?

Diese Frage nach den Ursachen lässt sich nicht so einfach beantworten. Bei der Entstehung von Krampfadern spielen aber auf jeden Fall Vererbung und Lebensstil (zu wenig Bewegung, Übergewicht etc.) eine wichtige Rolle.

 

Kann ich Krampfadern vorbeugen?

Sie können die Entstehung von Krampfadern vermeiden, indem Sie sich möglichst viel bewegen. Gehen Sie spazieren, machen Sie Sport, stehen Sie im Büro oder zu Hause immer wieder einmal auf und bewegen Sie sich. Außerdem können Sie Krampfadern vorbeugen, indem Sie auf Ihr Gewicht achten. Da, wie schon beschrieben, aber auch genetische Faktoren bei der Entstehung von Krampfadern eine Rolle spielen, kann es leider sein, dass Sie trotz regelmäßiger Bewegung und schlanker Figur Probleme mit Krampfadern bekommen.

 

Wie verschwinden Krampfadern?

Krampfadern verschwinden nicht einfach so. Krampfadern gehören behandelt. Abhängig vom Stadium kommen entweder nicht operative Methoden oder eine Operation infrage. Die meisten Menschen, die sich mit der Frage „Wie verschwinden Krampfadern?“ befassen, waren meiner Erfahrung nach noch nicht bei einer Spezialistin bzw. einem Spezialisten für Venen, sondern haben selbst erst einmal nur den Verdacht, dass sie Krampfadern haben könnten. Besorgt (manchmal auch schon stark beunruhigt) googeln sie, um herauszufinden, was sie gegen Krampfadern tun können. Das ist verständlich, aber erst einmal brauchen Sie eine Diagnose. Daher mein Rat als Venenspezialist: Gehen Sie zu einer Venenärztin bzw. zu einem Venenarzt, lassen Sie sich untersuchen und beraten. Es gibt heute viele Möglichkeiten, um Krampfadern zu behandeln.

 

Was kann ich bei Krampfadern gegen die Schmerzen tun?

Um die Schmerzen zu lindern, sollten Sie sich möglichst viel bewegen und zwischendurch die Beine hochlegen. Empfehlenswert sind bei Venenschmerzen zudem Wechselduschen. Extreme Wärme (also auch heiße Bäder oder Saunabesuche) sollten Sie hingegen meiden. Die weiteren Maßnahmen hängen vom Schweregrade der Krampfadern ab und sollten bitte mit einer Venenspezialistin oder einem Venenspezialisten besprochen werden.

 

Kann man Krampfadern ohne OP entfernen?

Wenn die Krampfadern nur schwach ausgeprägt sind, werden sie nicht entfernt, sondern behandelt. Neben der medikamentösen Therapie kann eine physikalische Therapie, eine Verödung, eine Lasertherapie oder eine Radiowellentherapie sinnvoll sein. Sie sehen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Krampfadern, die sich noch im Anfangsstadium befinden, ohne OP zu behandeln.

 

Können Krampfadern nach einer OP wieder neu entstehen?

Dieselbe Vene kann sich nach einer Operation nicht wieder in eine Krampfader „verwandeln“, denn sie wurde ja entfernt. Was bleibt, ist die Veranlagung. Das bedeutet, dass Sie leider vor der Bildung neuer Krampfadern durch die Beseitigung der erkrankten Venen nicht geschützt sind. Vorbeugende Maßnahmen (Bewegung!), regelmäßige Selbstkontrolle und Nachuntersuchungen in einer Venenpraxis sind daher sinnvoll.

 

Welche Hausmittel helfen gegen Krampfadern?

Hier werden oft Topfen und Apfelessig empfohlen. Um einen Topfenumschlag zu machen, streichen Sie kalten Magertopfen/-quark auf ein Baumwoll- oder Leinentuch und packen Sie damit das Bein ein. Umwickeln Sie das Ganze mit einem Frotteetuch und lassen Sie es so lange drauf, bis der Topfen/Quark von der Haut bröckelt. Als Alternative können Sie auch ein Tuch in Apfelessig tauchen und damit das Bein umwickeln. Es genügt, wenn Sie das Ganze ein paar Minuten einwirken lassen. Aus Erfahrung hilft diese Methode jedoch nur geringfügig.

 

Welche pflanzlichen Mittel helfen gegen Krampfadern?

Pflanzliche Medikamente sind bei Venenbeschwerden beliebt. Ob eine Salbe, ein Gel oder eine Creme (zum Beispiel mit einem Extrakt aus Rosskastanie oder Mäusedorn) hilft, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Wissenschaftliche Studien in großem Umfang dazu fehlen nämlich. Oft ist es die kühlende Wirkung dieser Präparate oder schlichtweg die Erwartungshaltung (Placebo), die hilf. Grundsätzlich gilt: Pflanzlich bedeutet nicht zwingend wirksam und auch nicht automatisch harmlos. Es ist also immer besser, Sie suchen das Gespräch mit einer Ärztin bzw. einem Arzt und greifen nicht zur Selbstmedikation.

 

Wie kann ich Krampfadern in der Schwangerschaft vorbeugen?

Intensive Bewegung wie Gehen, Radfahren und Schwimmen bringt die Muskelpumpe in Schwung und wirkt Venenproblemen entgegen. Den venösen Rücktransport können Sie zusätzlich unterstützen, wenn Sie die Beine mehrmals täglich hochlegen und nachts mit hochgelagerten Beinen schlafen. Stellen Sie das Fußende des Bettes um zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch. Bei ausgeprägten Krampfadern sind schon ganz früh Kompressionsstrümpfe sinnvoll. Von einer operativen Entfernung der Krampfadern während der Schwangerschaft wird meist Abstand genommen – außer es entsteht sich ein Gerinnsel in der Einmündung der Vene in der Leiste. In den meisten Fällen bilden sich die erweiterten Venen nach der Geburt übrigens wieder zurück.

 

Machen Sie einen Venencheck in meiner Praxis in Wien!

Kommen Sie zu einem Venencheck in meine Praxis in 1010 oder in 1190 Wien. Im Zuge einer Untersuchung können wir herausfinden, ob Sie Besenreiser oder Krampfadern haben und welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sind. Operationen biete ich auch ambulant an.

 

Wollen Sie einen Termin vereinbaren?

Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin mit uns schnell und einfach online per Online-Formular oder während unserer Ordinationszeiten auch in unserer Ordination.

Sievering, 1190 Wien
Telefon +43 (0) 664 12 14 277

Handy +43 (0) 676 328 87 77

Heiligenkreuzerhof, 1010 Wien
Telefon +43 (0) 1 512 2458

Handy +43 (0) 664 12 14 277

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: English

20 Kommentare

    • Die Stadien gerechte Venen-Behandlung mit Verschluss der Stammvene (Vena saphena magna oder parva) samt Unterbindung der Perforans-Verbindungen (Perforansligatur) und Astvarikosen in Tumeszenzanästhesie kostet 1950,00 €. Wenn eine Narkose (Sedo-Analgesie) gewünscht wird 250,00 € dazu verrechnet. Diese Kosten übernehmen die Zusatzversicherung generell meist Anstandslos auch für diejenigen die nur einen Spitalsvertrag haben. Von der WGKK werden je nach Sachbearbeiter etwa 100,00€ rückerstattet, aber rückfragen ist immer gut. Zur Behandlung sollten Sie einen speziell angefertigte Stützstrumpf Oberschenkel lang der Kompressionsklasse II (2) mitbringen. Die Unterhose sollte Slip artig sein sodass die Leiste für die Behandlung frei bleibt. Die Behandlung selbst dauert 20-40 Minuten je nach Ausdehnung. Wenn man stark behaart ist, wäre eine Rasur zu empfehlen da ein Klebeverband auf die behandelten Venen platziert wird und 48 h belassen werden sollte. Unmittelbar nach der Behandlung sollte man gut 20-30 Minuten gehen. So lange man ein Ziehen spüren sollte der Stützstrumpf unter Tags belassen werden. Schwimmen und Turnen können nach 48 Std praktiziert werden. Eine Ultraschall-Kontrolle erfolgt nach 2 Wochen, manchen Stellen dabei müssen manchmal störende Ergüsse punktiert werden. Eine weitere Ultraschall-kontrolle erfolgt nach 6 Monaten und gehören zu unserer Qualitätskontrolle und werden nicht verrechnet.

  1. hallo ich bin 25jahre alt und habe sehr starke venen und besenreiser meine fuße schwellen ofters an und wersen schwer da ich in der kuche arbeite bin ich 10bis 12 stunden am tag in stehn ich wurde sie gerne operiren wie wurde das funktonieren ich bin bei der wgkk versichert

    • Wenn man 12 Stunden auf die Füssen stehen ist es kein Wunnder wenn sie anschwellen. Empfohlen bei langem Stehen sind gutluftdurchlässige kniehohe Sommerstrümpfe die man auch in den Tropen tragen kann. Falls keine Besserung sollte man eine Ultraschall-Untersuchung der Venen sowie eine Photoplethysmografie und und eine Dopplermessung der Arterien. Die Untersuchung kostet 85€ und wird von der GKK zum Teil ersetzt.

    • Die Eisenbahn deckt ein Venenstripping in Narkose im Spital. Ob dieses notwendig ist sollte zuerst eine Venenuntersuchung abklären.

    • Es hängt von der jeweiligen Versicherung und Indikation, d.h. Schwere der Erkrankung, zB offenes Bein oder Varizenblutung. Die Venen-Untersuchung wird von meisten Krankenkassen übernommen.

  2. Liebes Team der Praxis Sievering,

    Ich möchte gerne einen Termin vereinbaren wegen Untersuchung einer Krampfader – an wen kann ich mich wenden?

    Danke!

  3. Ich bin auf der Suche nach einer Loesung. Kleinere, oberflaechliche Krampfadern hinter den Knie verlaufend Richtung Wade bzw. Oberschenkel hinten. Die Venentherapie scheint ja fortschrittlicher geworden zu sein. Ich habe da einen Arzt genannt bekommen, der garantiert, dass sich die Venen nicht mehr nachbilden werden— kostet sehr viel! Kann mir das eigentlich gar nicht leisten- nur mit Ach und Krach. Welche Therapie ist die zuverlaessigste?

    • Ultraschall-gezielte Schaumverödung mit einem bekannten lokalanästhetischen und juckreizlindernden Wirkstoff.

  4. Kann man die ungefähren kosten durch ein foto bestimmen?
    Kann eine behandlung auch im sommer durchgeführt werden?

    • Fotos verraten nicht alles vor allem nicht wo die Venenklappe undicht ist, man kann aber die Wahrscheinlichkeit erkennen. Die Venenuntersuchung mittels Ultraschall bleibt die Methode der Wahl und ist voll von der Krankenkassa gedeckt. Warum man Venen im Sommer nicht behandeln kann ist nicht ganz nachvollziehbar, da musste man alle Venenzentren in warmen Ländern zB in Florida oder Südamerika schließen. Der Grund dafür scheint eher vorgeschichtlich zu sein als dicke Stützstrümpfe monatelang verordnet wurde was heutzutage mit Schnittlosebehandlung und Klebeverband obsolet ist.

  5. Ich leide an einer Stammveneninsuffizienz Stadium 2 und habe von der Methode gehört die Vene zu ummanteln anstatt sie zu zerstören. Führen Sie dieses Verfahren durch bzw haben Sie gute Erfahrungen damit gemacht?

    • Es wurde bereits vor über 30 Jahren die Methode der Venen-Ummantelung mittels PTFE vorgestellt da man glaubte es besteht nur eine Insuffizienz in der Leiste (Crosse). Erfahrung zeigt jedoch das die Klappenschwäche überall entstehen kann vor allem über kommunizierende Venen (Perforansvenen).

    • Melden Sie sich einfach bei Fr Christa ab Montag während der Woche von 9-18 h unter 328 8777 in Wien Mit freundlichen Grüssen

      Ordination Dr Bull

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