Die chronische Gastritis

Definition

Die Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die in zwei voneinander unabhängigen Formen auftreten kann. Man unterscheidet die akute und die chronische Gastritis. Die Magenschleimhaut, die den gesamten Mageninnenraum auskleidet, produziert den Magensaft. Hierbei handelt es sich um eine klare, saure Flüssigkeit (Magensäure mit pH-Wert=1), die auf Grund der Beimengungen der Haupt- und Belegzellen verdauungsfördernd und keimabtötend wirkt. Durch die Bewegungen der Magenwand wird der Magensaft mit der Nahrung vermischt. Die eiweißspaltenden Enzyme entwickeln ihre volle Wirkung nur bei gleichzeitiger Anwesenheit der Magensäure. Nach einer Nahrungsaufnahme kann die Magensaftsekretion gegenüber dem Nüchternzustand um den Faktor 100 ansteigen. Die Magensaftsekretion wird sowohl über nervale als auch über hormonelle Signale gesteuert.

Ein weiteres Produkt der Magenschleimhaut neben dem Magensaft ist der von den Nebenzellen gebildete alkalische Schleim, dem eine wichtige Schutzfunktion zukommt. Da dieser Magenschleim die Salzsäure des Magensaftes binden kann, schützt er den Magen auf diese Weise vor einer Selbstverdauung.

Die wohl häufigsten krankhaften Veränderungen des Magen sind das Magengeschwür =Ulcus ventrikuli , sowie die Magenschleimhautentzündung = Gastritis. Im Folgenden soll auf die Gastritis näher eingegangen werden. Die beiden Formen der Gastritis, die akute und die chronische Gastritis, unterscheiden sich hinsichtlich Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten deutlich voneinander.

Ursachen

Nach der zugrundeliegenden Ursache können 3 Formen der chronischen Gastritis, Typ A, B und C, unterschieden werden:

1. Gastritis Typ A (Autoimmungastritis)

Hier handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise einen bestimmten Zelltyp (Belegzellen) im Magen angreift und zerstört. Als Folge kommt es zu einer verminderten Säureproduktion.

Belegzellen bilden Magensäure (Magensäure) und eine Substanz, die unser Körper benötigt, um Vitamin B12 (Intrinsic Factor) aufzunehmen.

Durch den Mangel an Intrinsic factor ist die Vitamin-B12-Resorbtion gehemmt, was zu einer perniziösen Anämie führt.

Der fortschreitende Verlust von Belegzellen kann zu Eisenmangel und schließlich zu Vitamin B12-Mangel führen. Zu den klinischen Anzeichen und Symptomen einer Eisenmangelanämie gehören Müdigkeit, ein blasser Teint und Herzprobleme wie Belastungsunverträglichkeit und Herzklopfen. Ein B12-Mangel kann zu einer perniziösen Anämie sowie zu gastrointestinalen und neurologischen Problemen führen. Eine autoimmune atrophische Gastritis kann auch mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Magenkrebs einhergehen.

Die Ursache der Autoimmungastritis ist nicht bekannt, aber die Betroffenen haben wahrscheinlich andere Autoimmunerkrankungen, darunter Autoimmunthyreoiditis, Diabetes Typ I, Morbus Addison und Vitiligo. Die Diagnose wird durch eine Kombination von klinischen Befunden (bestimmte Blutuntersuchungen und Vorliegen anderer Autoimmunerkrankungen) und einer Biopsie der Magenschleimhaut gestellt. Die Behandlung basiert auf den Anzeichen und Symptomen jeder Person, kann jedoch Eiseninfusionen, Vitamin B12-Injektionen und endoskopische Überwachung umfassen.

Symptomen

In einigen Fällen verursacht die autoimmune atrophische Gastritis keine offensichtlichen Anzeichen und Symptome. Bei manchen Menschen kann es jedoch zu Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl im Oberbauch nach dem Essen oder Bauchschmerzen kommen. Es ist häufig mit einer beeinträchtigten Aufnahme von Vitamin B12 und möglicherweise anderen Vitaminmängeln (wie Folsäure und Eisen) verbunden. Bei Menschen mit Vitamin-B12-Mangel besteht das Risiko einer perniziösen Anämie, bei der der Körper nicht über genügend gesunde rote Blutkörperchen verfügt.

Autoimmunatrophische Gastritis wird als „Präkanzerose“ angesehen und kann für die Entwicklung von Magenadenokarzinomen oder Karzinoiden verantwortlich sein

Ursache

Autoimmunatrophische Gastritis wird als Autoimmunerkrankung angesehen. Bei Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind, greift das Immunsystem fälschlicherweise die gesunden Zellen der Magenschleimhaut an. Im Laufe der Zeit kann dies die Schutzbarriere des Magens zerstören und die Absorption mehrerer wichtiger Vitamine (d. H. Vitamin B12, Eisen, Folsäure) beeinträchtigen. Dies führt zu Anzeichen und Symptomen einer autoimmunen atrophischen Gastritis.

Diagnose: Durch Biopsie und Blutlabor 

Die Behandlung der autoimmunen atrophischen Gastritis konzentriert sich im Allgemeinen auf die Vorbeugung oder Behandlung von Vitamin B12- und Eisenmangelzuständen. Wenn zum Zeitpunkt der Diagnose bereits eine perniziöse Anämie vorliegt, können Vitamin-B12-Injektionen empfohlen werden. Da Nahrungsergänzungsmittel und orale Eisenpräparate in der Regel den Eisenspiegel nicht verbessern, können alternative Eisentherapieansätze die regelmäßige intravenöse Gabe von Eisen (Eiseninfusion) zur Erhöhung der Eisenspeicher oder eine tägliche Dosis Eisen (II) -glycinsulfat zur Deckung des täglichen Eisenbedarfs umfassen. Bei Menschen mit autoimmuner atrophischer Gastritis sollten die B12- und Eisenwerte für den Rest ihres Lebens überwacht werden. [

In einigen Fällen kann aufgrund des erhöhten Risikos bestimmter Krebsarten auch eine regelmäßige Endoskopie empfohlen werden.

Die langfristigen Aussichten (Prognosen) für Menschen mit autoimmuner atrophischer Gastritis variieren. Die Erkrankung ist mit einem erhöhten Risiko für perniziöse Anämie, Magenpolypen und Magenadenokarzinom verbunden. Wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung von Magenkrebs bei autoimmuner atrophischer Gastritis sind perniziöse Anämie, Schweregrad der Atrophie, Darmmetaplasie, Dauer der Erkrankung und Alter über 50 Jahre. Glücklicherweise kann eine frühzeitige Diagnose und richtige Behandlung die Mortalität der Erkrankung verringern

Diese Form der Gastritis ist aber relativ selten.

2. Gastritis Typ B

Diese Form der Gastritis wird zu 90 % durch das Bakterium Helicobakter pylori verursacht. Andere Bakterien, Viren und gelegentlich Parasiten sind wesentlich seltener. Die Entdeckung des Helicobakter pylori liegt erst wenige Jahre zurück.  Dieses Bakterium ist in der Lage, im sauren Milieu des Magens zu überleben. Durch das Enzym Urease kann der Keim durch Ammoniakbildung um sich ein alkalisches Milieu aufbauen.

Neue Untersuchungen zeigen, dass die Magenbesiedlung mit Helicobakter pylori mit steigendem Lebensalter zunimmt. Allerdings haben nicht alle Menschen, bei denen dieser Keim im Magen nachgewiesen wird, auch eine Gastritis!

3. Gastritis Typ C

Die Gastritis Typ C ist die Folge chemisch-toxischer Prozesse. Diese entstehen  durch einen Rückstrom, d.h. Reflux, von Gallenrückfluß   aus dem Zwölffingerdarm  in den Magen.

Symptome

Allen Formen der chronischen Gastritis ist gemeinsam, dass eigenständige und spezifische Symptome fehlen. Die Patienten berichten im allgemeinen über
unspezifische Beschwerden, Appetitlosigkeit, Druck in der Magengegend. Patienten mit Typ-A-Gastritis fallen eher durch Symptome, die durch die Anämie bedingt sind,
z.B. Müdigkeit, Blässe, auf.

  • Koliken im rechten Oberbauch
  • Blähungen während der Nahrungsaufnahme
  • Dyspepsie: Völlegefühl, Brechreiz,  Anorexie, Exzessive Gase, Epigastrischer Schmerz

Diagnostik

Die Diagnose der chronischen Gastritis im allgemeinen sowie ihrer 3 Formen im speziellen kann nur mit einer feingeweblichen, d.h. histologischen, Untersuchung gestellt werden. Die Proben dazu müssen bei einer Magenspiegelung  gewonnen werden. Um einen Hinweis auf eine Besiedlung des Magens mit Helicobakter pylori  zu erhalten, kann eine spezieller Atemtest vorgenommen werden.

Komplikationen

Die Komplikation der Typ-A-Gastritis besteht in einer erhöhten Häufigkeit des Auftretens von Magenkrebs. Bei den anderen Gastritisformen hat sich solch ein Zusammenhang nicht gezeigt.

Behandlung

Die chronische Gastritis stellt überwiegend einen Zufallsbefund bei Magenspiegelungen dar. Solange keine spezifischen Beschwerden beklagt werden, ist eine Therapie im Falle einer Typ-B-Gastritis nicht notwendig. Hat der Patient allerdings eine symptomatische Helikobakter-Infektion, kann ein Abtöten, d.h. eine Eradikation, des Keimes mit einer
Triple-Therapie erfolgen. Diese besteht aus Wismut und einer Kombination aus zwei verschiedenen Antibiotika, z.B. Amoxicillin und Metronidazol.

Bei Patienten mit einer Typ-A-Gastritis und demzufolge einer Perniziösen Anämie werden hinsichtlich der Anämie symptomatisch behandelt und erhalten parenteral, d.h. unter Umgehung des Magendarmtraktes, Vitamin B12 als Injektion.

63 Kommentare

  1. Hallo Herr Dr. Bull.

    Vielen Dank für die Möglichkeit mit Ihnen in Kontakt zu treten.

    Ich bin 31 Jahre alt und bei mir wurde vor genau einem Jahr anhand einer Stuhlprobe eine akute Gastritis mit Helicobacter-Bakterien festgestellt, da ich Symptome wie starke Schmerzen im Oberbauch (brennender Magen), Sodbrennen, Völlegefühl, Blähbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen hatte. Nach der Antibiotikaeinnahme wurde eine Magenspiegelung durchgeführt, die lediglich eine kleine Reizung zeigt, aber das Bakterium wurde nicht mehr nachgewiesen. Ein halbes Jahr später wieder diese starken Schmerzen mit zwei Wochen Krankschreibung und Einnahme von Pantoprazol. Die Symptome besserten sich etwas, aber waren nie richtig weg. Der Internist hat eine weitere Stuhlprobe genommen, tendiert nunmehr zum Reizdarm und rät zur Darmspiegelung. Nun habe ich wieder dieses starke Brennen im Oberbauch mit Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit, sodass ich mich kaum auf die Arbeit konzentrieren kann. Kann es eine chronische Gastritis sein? Haben Sie einen Rat für mich?

    Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße

    • Die Beschwerden beim Gallenreflux entstehen, obwohl die Gallenflüssigkeit und Gallenblase gut funktionieren. Das liegt daran, dass die Galle in diesem Fall nicht im Dünndarm verbleibt, sondern durch Störungen der Motilität und/oder Peristaltik in den Magen oder sogar bis in die Speiseröhre gelangt.
      Die Zellen in Magen und Speiseröhre sind auf den Kontakt mit der Galle nicht vorbereitet und reagieren entsprechend empfindlich. Aus diesem Grund entstehen Symptome wie: Magenschmerzen, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Blähungen und Sodbrennen .
      Bleibt der Gallenreflux aufgrund der Störung in der Funktion der Schließmuskeln über einen längeren Zeitraum hinweg bestehen, ist die Folge in vielen Fällen eine Entzündung der Magenschleimhaut und/oder der Speiseröhre durch den Gallensaft.
      Unbehandelt kann sie chronisch werden, deshalb gilt es bei Beschwerden, die auf einen Reflux hinweisen, die genaue Ursache herauszufinden und eine passende Behandlung einzuleiten.
      Die Behandlung orientiert sich dann an diesen Ergebnissen. Grundsätzlich gibt es aber einige Empfehlungen, die sich in jedem Fall positiv auswirken können:
      Bewegen Sie sich regelmäßig — das hält nicht nur fit, sondern bringt auch den Magen-Darm-Trakt in Schwung. Auf diese Weise bleibt auch die Verdauung beweglich.
      Verzichten Sie auf Nikotin, Koffein und andere Genussmittel, um die Säureproduktion nicht unnötig in die Höhe zu treiben.
      Entspannen Sie sich – Stress und andere psychische Belastungen können die Wahrscheinlichkeit von Reflux erhöhen.
      Ernähren Sie sich gesund, ballstreich mit so wenig Zucker und Fett wie möglich.
      Davon abgesehen können auch Antazida eine Besserung erzielen.
      Eine Darmspiegelung wie von behandeltem Internisten empfohlen sollte man durchführen

  2. Guten Abend Herr Dr. Bull,

    ich habe mit Interesse die hier veröffentlichten Fragen/Antworten gelesen. Mir ist aufgefallen, dass niemand der Schreiber mit Gastritis Typ A darüber klagt, dass von den Mahlzeiten ein Teil wieder unverdaut den Weg zurück findet. Mein Mann hat seit einiger Zeit Typ-A-Gastritis. Er bekommt regelmäßig einmal monatlich eine Vitamin B12 Injektion, ernährt sich gesund – aber leider alles nur in pürierter Form. Alles Stückige, auch wenn es weich ist, kommt wieder zurück. Das erschwert natürlich die Nahrungsaufnahme. Keiner weiß hier Rat. Alle möglichen Untersuchungen wurden vorgenommen. Magen /Darmspiegelung, MRT Kopf, die Regurgitationen bleiben. Was kann man da noch machen? LG Lisa Dominguez

    • Regurgitation oder Rumination hat mit Gastritis-A nichts Gemeinsames. Regurgitation tritt manchmal ohne offensichtliche körperliche Ursache auf. Eine derartige Regurgitation ohne Ursache wird dann Rumination genannt. Rumination ist bei Kleinkindern häufig. Die Regurgitation von unverdauter Nahrung kann durch eine Verengung (Striktur) oder Blockierung der Speiseröhre oder durch eine Aussackung in der Speiseröhre (sogenanntes Zenker-Divertikel) oder gestörte Peristaltik bedingt sein. Bei Erwachsenen kommt Rumination am häufigsten bei Personen mit psychischen Störungen, vor allem in Stressphasen, vor. Die Diagnostik erfolgt durch ein Schluckröntgen. Rumination kann durch Verhaltenstechniken wie Entspannung, Biofeedback oder Antrainieren der Verwendung des Zwerchfells statt der Brustmuskulatur zur Atmung gestoppt werden. Das Medikament Baclofen zur Entspannung der Muskulatur kann manchen Menschen verabreicht werden. Bei manchen Patienten ist eine neurologische Begutachtung durchaus hilfreich.

  3. Guten Tag Herr Dr.Bull,

    im September habe ich durch ein Abendessen, welches sehr fettig war sowie durch Alkoholgenuss starke Säure Aufstoßen und Schmerzen entwickelt.
    In Folge habe ich 10 Tage Pantoprazol verschrieben bekommen, die ich aufgrund starker Nebenwirkungen absetzen musste.
    Danach kamen Schmerzen erneut und ich habe 10/12 tage Säureneutralisierer genommen.
    Nach Absetzen ging es wieder weiter.
    Im Weiteren habe ich 3 Wochen Esomeprazol genommen und wiede rextreme Nebenwirkungen gehabt. Nach dem Absetzen ging es vorerst besser, seit Mitte/Ende November ist die Entwicklung rückläufig und ich reagiere sogar schlecht auf bisher gut vetragenes (Haferschleim etc.). Eine Magenspiegelung im November ergab keine Heliobacter Infektion und eine Magenschleimhautentündung. Seit Beginn der Symptome lebe ich nach Schonkost und verzichte auf Kaffe, Alkohol, rauchen und (fast komplett) auf Fett sowie Gewürz. Ich bin stark eingeschränkt und habe sehr häufig Schmerzen. Welche Möglichkeiten gibt es nach Ihrer Einschätzung was Diagnostik oder Behandlung betrifft. Herzlichen Dank

  4. Hallo Her Dr. Bull,
    ich habe seit 16 Jahren eine Autoimmungastritis. Ich komme ganz gut mit der Erkrankung zurecht. Ich lebe glutenfrei und auch meine Ernährung ist antientzündlich.
    Aber jetzt habe ich ein Problem. Es wurde eine Arterienverkalkung im Oberschenkel festgestellt und soll jetzt Ass-Aspirin oder andere Blutverdünner einnehmen. Ich nehme keine Schmerzmittel, habe aber in meinem ganzen Leben kein Aspirin vertragen.
    Das habe in dem Arzt auch mitgeteilt, er meinte aber ich müsste einen Blutverdünner nehmen. Meine Blutwerte diesbezüglich alle im Normbereich.
    Haben Sie eine Idee was ist machen kann? Meine Angst ein Magenkarzinom zu bekommen ist sehr groß.

    • Für die Prevention ist ASS im Allgemeinen die Medikation der 1. Wahl, Clopidogrel sollte gegeben werden bei ASS-Unverträglichkeit/Kontraindikationen.

  5. Ihr geehrter Herr Dr. Bull,

    ich hatte heute eine Magenspiegelung. Im Befund durch den Arzt steht, dass die Magenschleimhaut soweit in Ordnung ist, bis auf ein kleines Erstem im Antrum. Da ich ihm meine Magenbeschwerden geschildert hatte, hat er ausgiebig Proben entnommen. U.a. aus dem Fundus. Dort schreibt er „HP? Gastritis? A-Gastritis? Atrophie?
    Ich habe nun Angst vor einer Gastritis Typ A…Und einer Atrophie…
    Ich nehme seit 10 Monaten PPI. in den letzten drei Monate 40 mg. Kann eine Gastritis Typ A durch PPI entstehen?

    • Wegen ihrer guten Wirksamkeit werden Protonenpumpenhemmer gerne verschrieben und eingenommen. Oft allerdings werden sie ohne klare Indikation bei Oberbauchbeschwerden, in zu hoher Dosierung und vor allem zu lange verschrieben. Die allgemein gute Verträglichkeit und das geschickte Marketing („Magenschutz“) dieser Medikamente haben zu der Situation beigetragen. Immer mehr Patienten erhalten eine Säureblocker-Dauertherapie. Die empfohlene „Step-down”-Behandlung wird oft vergessen oder dadurch erschwert, dass viele Patienten weiter nach einem PPI verlangen. Mehrere epidemiologische Studien aus den letzten Jahren legen den Verdacht nahe, dass eine Langzeitbehandlung mit PPI dosisabhängig zu Störungen im Knochenstoffwechsel und vermehrt zu osteoporotischen Frakturen führen kann. Dabei kann eine graduelle Dosisreduktion einen Säure-Rebound vermeiden. Ist eine PPI-Therapie nach acht Wochen mit einfacher und acht Wochen mit doppelter Dosis nicht erfolgreich, sollte vor Dosiserhöhung oder PPI-Wechsel unbedingt die Compliance und der Einnahmemodus überprüft werden.Medikamente stets in der geringsten wirksamen Dosis und nur für die kürzeste erforderliche Zeitspanne zu verschreiben.

  6. Hallo Herr Dr. Bull,
    Vor eineinhalb Jahren hat man bei einer Magenspiegelung, eine chronische Gastritis festgestellt, ich hatte aber nie Beschwerden. Vor drei Wochen wurde ich wegen Rücken Verspannungen mit Xylon Nest und Glukose behandelt. Danach musste ich stark erbrechen. Seitdem hatte ich immer wieder Sodbrennen und Magendruck am Donnerstag nach einer Fleischsauce, dann extreme Übelkeit und wieder mehrfach erbrechen. Seitdem habe ich sogar bei gedünsteten Gemüse Magendruck und bin auch sonst sehr schwach. Ich habe fünf Kilo abgenommen. Damals wurde auch ein Polyp bei der Darmspiegelung entfernt. Was kann ich noch tun und würden Sie eine erneute Magenspiegelung empfehlen, kann ein Tumor in so kurzer Zeit entstehen . Besten Dank

    • Die Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel zählt zu den häufigsten Ursachen einer Magenschleimhautentzündung. Meist ist es auch ratsam sein, schmerzstillende Medikamente erst nach einer Mahlzeit mit viel Wasser einzunehmen. Wichtig ist es auf Alkohol und Nikotin zu verzichten, sich viel Ruhe zu gönnen und auf fettige und scharfe Speisen zu verzichten. Sie sollten mit dem behandeltem Arzt Ihre Beschwerden besprechen und bei weiterer Schmerzbehandlung einen Magenschutz dazu verschreiben.

  7. Sehr geehrter Herr Dr. Bull,
    bei mir wurde eine geringradig chronisch ruhende Gastritis ohne Nachweis Hp-Besiedelung diagnostiziert, kein Hinweis auf Sprue, Morbus Whipple oder Lambliasis
    Blutungsquelle im oberen und unteren GI konnte ausgeschlossen werden, keine Typ A-Gastritis.

    Worunter kann man denn eine chronisch ruhende Gastritis einordnen? Bei den oben von Ihnen aufgeführten Varianten oder ist das etwas eigenes? Ich war beim Gastroenterologen, weil ich eine Eisenmangelanämie habe und deshalb untersucht werden sollte, ob dort ein Geschwür ist, das blutet. Ist es grundsätzllich so, dass bei einer solchen chronisch ruhenenden Gastritis Eisenmangelerscheinungen auftreten? Ich habe bereits Eiseninfusionen erhalten. Haben jedoch lediglich kurzfristig zu einer Erhöhung von Ferritin geführt. Haben Sie eine Idee, was ich hier noch tun kann? Herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort. Viele Grüße Helga Heißer

    • Der Begriff ruhende Gastritis ist kein medizinischer Begriff; entweder ist eine Entzündung präsent oder die Schleimhaut ist unauffällig. Bei einer Eisenmangelanämie, wenn keine Blutung vorhanden ist, sollte eine Malabsorption untersucht werden.

  8. Hallo Herr Dr. Bull,
    aufgrund eines Eisenmangels wurde bei mir eine Magen-DarmSpiegelung gemacht. Dabei wurde zufällig eine stark chronische HP Gastritis mit fokaler intestinaler Metaplasie entdeckt.
    Ich habe keinerlei Symptome.
    Ich soll nun eine 10-tägige Therapie mit Pylera/ Pantoprazol machen. Ist es wirklich erforderlich, wenn ich keine Symptome habe? Vielen Dank und beste Grüße

  9. Lieber Herr Dr. Bull.

    Welch ein Segen, dass ich Sie hier kontaktieren darf!!
    Danke hierfür!!!

    Bei mir wurde eine gering ausgeprägte C-Gastritis des Antrum, sowie eine mäßig-chronische Ösophagitis im Bereich des unteren Ösphagus festgestellt.
    Der mittlere Ösophagus zeigt das Bild einer glykogenen Akanthose auf.
    Eine ph-Matrie wurde noch nicht ausgewertet, aber mein Rachenschleim schmeckt sehr salzig, der untere Rachen brennt.
    Kein Helicobacter.
    Ich bin kein Freund von PPI und hoffe sehr, dass es für mein Beschwerdebild eine Alternative zu Diesen gibt.

    Für eine Antwort danke ich Ihnen sehr!!
    Susanne M. (61J.)

  10. Hallo,bei meinem Mann wurde eine Gastritis A mit intenstinale Metaplasi bei Endosonographie diagnostiziert (keine Antikörper im Serum) der Hausarzt hält nix von Vit.B 12 gabe, was meinen Sie? Wurden aber Antikörper HP abgenommen IgG 23,IgA1.3 und mein soll jetz Antibiotika nehmen .Ich würde gerne Ihre Meinung dazu wissen Lg Eva

    • Der Begriff metaplastische (chronische) atrophische Gastritis, auch Magenatrophie genannt, wird verwendet, um eine Form der chronischen Gastritis zu beschreiben, die zusätzlich zur Entzündung mit einer Schleimhautverdünnung, dem Verlust spezialisierter Zellen in den Magendrüsen und Veränderungen im Epithel einhergeht Zelltypen (z. B. Metaplasie). Die metaplastische (chronische) atrophische Gastritis umfasst zwei Hauptuntertypen: autoimmune und umweltbedingte (environmental) metaplastische atrophische Gastritis (AMAG und EMAG). Obwohl AMAG und EMAG pathogenetisch und klinisch unterschiedlich sein können, weisen sie häufig gemeinsame histologische Merkmale auf und können sich klinisch überschneiden. Die Diagnose erfolgt durch Biopsien. Wenn keine HLO im Labor dann ist eine Eradikation sinnlos.

  11. Hallo,
    ich hatte zunächst seit 6 Monaten anhaltende Unterbauchbeschwerden. Nun wurde eine chronische Gastritis Typ C diagnostiziert. Tatsächlich ist der Schmerz nunmehr nicht mehr im Unterbauch, sondern nur noch in der Magengegend. Nehme seit 3 Wochen Panthoprazol und mache seit 1 Woche eine strenge Schonkost. Dennoch sind die Schmerzen nicht viel besser. Bin ich auf dem richtigen Weg? Dauert die Heilung einfach so lange und muss man geduldig sein? Wie lange dauert es, bis eine chronische Gastritis Typ C ausgeheilt ist?
    Vielen Dank

    • Schmerzen verursachen Gastritis, deshalb wäre die Schmerzen zuerst zu behandeln. Schmerzen kommen oft von Verspannungen. Sind orthopädische, osteopatische oder physikalische Problemen bekannt? Zuerst dieses Abklären.

  12. Hallo, ich bin 33 Jahre alt und habe seit ca 4 Jahren eine leichte chronische Gastritis Typ A. Ich habe ein ständiges Ziehen im Bauch, Völlegefuhl, Druck im Oberbauch, stangiges Aufstoßen- es fühlt sich so an, als wäre die Verdauung permanent blockiert. Und das Schlimmste ist eigentlich, dass ich so gut wie gar nicht mehr schlafen kann.
    Außer dieser Beschwerden habe ich eine leichte Skoliose und eine Hüftblockade und jetzt wäre meine Frage, ob diese Beschwerden zusammenhängen können. Kann eine Skoliose und Hüftblockade die Ursache fur die Gastritis sein? Irgendwie fühlt sich das nämlich so an- wenn ich meinen Oberkörper nach links drehe scheint die Verdauung in Schwung zu kommen…
    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus

  13. Hallo, habe (57w) vor 20 Jahren Heliobakter mit Antibiotika beseitigt und bin dann bisher ganz gut mit dem Magen klargekommen. Vor 4 Jahren wurde Hashimoto diagnostiziert und nun auch Gastritis Typ A. Mein Vater ist mit 47 an Magenkrebs gestorben und auch seine Schwester hatte mit 65 eine Magenentfernung wegen Krebs.
    Da ich mittlerweile Bluthochdruck (kein Übergewicht, sportlich, gute Blutwerte, niedriger Ruhepuls) entwickelt habe, versucht mit Candesartan diesen zu senken. Nach 2 Wochen hat dann mein Magen mit Brennen und Druck reagiert. Habe nun Blutdruckmittel abgesetzt, esse antientzündlich, aber der Magen will sich nicht beruhigen. Ist Cortison 5 mg für eine Woche hier vielleicht hilfreich?
    Welches Blutduckmittel wäre für Typ A Gastritis am ehesten geeignet?

  14. Hallo Herr Dr. Bull! Ich habe eine Gastritis A und Hashimoto. Monatlich bekomme ich B12 Spritzen. Kann es sein, dass neben B12 auch andere Vitamine und Spurenelemente etc nicht aufgenommen werden können? Müsste z.B. Eisen auch gespritzt werden, da es über die Nahrung nicht aufgenommen werden kann?
    Vielen Dank für einen Rat bzw eine Antwort.

    • Eisen wird sehr wohl über die Nahrung aufgenommen braucht aber oft Vit C dazu, deshalb wird Broccoli bei Gastritis empfohlen. Weitere gute Vitamin-C-Lieferanten sind Orangen und rote Paprika. Fleisch, Fisch und Geflügel fördern ebenfalls die Eisenaufnahme aus pflanzlicher Kost.

  15. Hallo, bei mir wurde eine leichte chronische Gastritis diagnostiziert. Entstanden ist sie wahrscheinlich durch übermäßig regelmäßiges scharfes Essen und phasenweise zusätzlichen Stress.

    Ich habe leichte Magenschmerzen nach dem Essen, wenn es nicht magenschonend ist.

    Ich nehme Pantoprazol, was keine besondere spürbare Verbesserung macht, und halte mich streng an Schonkost. Das Ganze geht schon 2 Monate, soll ich auf Besserung hoffen oder einfach wieder normal essen? Ich bin ratlos.

    Wie kann ich das wieder loswerden? Aktuell esse ich nur Schonkost, gibt es sonst noch etwas?

  16. Hallo ich (45 J) habe eine chronische Gastritis Typ A und Typ B, daraus soll eine Pangastritis geworden sein. Nun hat man einen neuroendokrinen Tumor 2mm gefunden, der aber entfernt wird. Es gibt keinen Tag, an dem ich keine Probleme mit meinem Magen habe. Ich fühle mich aufgebläht, schmerzt als ob er leer ist auch nach dem Essen, Durchfall hin und wieder. Gibt es ausser den Vitamin B12 Spritzen nichts anderes? Mir hat mal ein Arzt gesagt, es gäbe ein Mittel das Rheumapatienten bekommen und das solle helfen. Kennen Sie das? Wegen dem Tumor muss ich mir da grosse Gedanken machen?

    Danke

    • Ein NET ist meist als Zufallsbefund im Rahmen einer Gastroskopie gefunden. Die NET des Magens verlaufen in der Mehrzahl der Fälle und je nach Typen günstig und können weitgehend endoskopisch therapiert und überwacht werden. Lbormäßig ist Bestimmung von Vitamin B12, des Gastrinspiegels, der Parietalzellantikörper sowie die Bestimmung von HP-Antikörpern im Serum empfohlen.

  17. Sehr geehrte Herr Dr. Bull,
    bei meiner Mutter wurde vor 4 Wochen erst im Krankenhaus eine hochgradige Pangastritis festgestellt.
    Vorher hatte sie bereits starke Schmerzen. Ultraschall und Blutbild waren beim Hausarzt unauffällig. Deshalb wurden ihr Antidepressiva verschrieben (mittlerweile hatte sie schon regelrecht Panik vor jeder Mahlzeit). Diese Medikamente nahm sie jedoch nicht. Auch die Sanitäter nahmen sie erst beim 2. Mal mit ins Krankenhaus, wo man dann eine Magen-Darm Spiegelung gemacht hat und sie mit o.g. Diagnose entließ.
    14 Tage 80 MG Pantoprazol und jetzt 20 MG täglich. Da in dem Befund „chronisch“ steht, hat sie jetzt bei jedem Bissen Angst. Sie hat schon als sehr junge Frau Gallensteine und seit leidet unter Verstopfung (Pantoprazol ist da nicht so gut).
    Mittlerweile hat sie 10 Kilo abgenommen. Sie war immer aktiv, hat weder Alkohol noch Nikotin zu sich genommen und war nie übergewichtig. Was können wir noch tun? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen entscheidenden Hinweis geben, damit sie endlich wieder mehr Lebensqualität hat.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Cathlyn

    • Die Behandlung einer Gastritis richtet sich nach der konkreten Ursache. Akute Gastritis, die durch nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente bei chronischen Schmerzen oder Alkohol verursacht wird, kann durch Absetzen der Einnahme dieser Substanzen gelindert werden.

      Die Behandlung der Pangastritis erfolgt mit magenschonender Diät, regelmäßige Bewegung in der freien Luft und Magensäurenhemmer und -binder. Protonenpumpenhemmer reduzieren Säure, indem sie die Wirkung der säureproduzierenden Zellteile blockieren. Zu diesen Medikamenten gehören die rezeptflichtigen Medikamente Omeprazol, Lansoprazol, Rabeprazol, Pantoprazol und soweiter. Die Langzeitanwendung von Protonenpumpenhemmern, insbesondere in hohen Dosen, kann das Risiko von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen erhöhen. Eine Kalziumergänzung kann das Risiko verringern. Zur Reduzierung der Säureproduktion werden Säureblocker – auch Histaminblocker (H-2) genannt –verwendet. Sie verringen die Menge an Säure, die in Ihren Verdauungstrakt freigesetzt wird, was die Schmerzen bei Gastritis lindert und die Heilung fördert. Zu den Säureblockern, die auf Rezept oder rezeptfrei erhältlich sind, gehören Famotidin, Cimetidin und Nizatidin. Weiteres sind gibt es Medikamente, die die Magensäure neutralisieren. Antazida neutralisieren vorhandene Magen- und Gallensäure und können eine schnelle Schmerzlinderung bewirken. Nebenwirkungen diese Medikamente können je nach Hauptbestandteil Verstopfung oder Durchfall sein. Bei gestörte Motilität des Magens helfen zusätzlich zur körperlichen Bewegung Prokinetika wie Motilium.

  18. Hallo Dr Bull, ich bin verzweifelt. Ich habe eine Autoimmungastritis Typ a und Gastritis Typ c..mein Gastrin Wert ist erhöht. seit Jahren leide ich unter einem Reflux, der gasartig sowohl tagsüber als auch nachts hochsteigt..das Brennen im Rachen und der Zunge sind nicht auszuhalten..was kann ich tun? ich möchte so gerne etwas Lebensqualität zurück gewinnen. PPI verschlimmern das ganze und Antazida helfen nicht..
    über eine Antwort würde ich mich freuen

    • Derzeit gibt es keine Behandlung, die eine Typ-A-Gastritis heilen könnte. Der Vitamin B12- und Eisenmangel, der dabei oft entsteht, kann jedoch mit Cobalamin-Depotspritzen alle 2-3 Monaten sowie Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Tabletten, Spritzen oder Infusionen behandelt werden.

  19. Hallo

    Bei mir wurde im Rahmen einer Ösophagogastroduodenoskopie eine Pangastritis festgestellt ich kann seit mehreren Wochen nicht ohne Vomex A essen und trinken alles kommt wieder postwendend heraus. Ständige Übelkeit und Erbrechen. Völlegefühl nach wenigen Bissen. Was kann ich tun? Ich nehme nur Tee und Zwieback zu mir. War bereits mehrere Male in der Klinik wegen Flüssigkeitsmangel. Hört das jemals wieder auf? Gruß Pieper

    • Vomex ist nicht für eine Pangastritis geeignet. Eine gezielte Therapie besteht aus Magensäurenblocker (Protonenpumpenhemmer) und -binder (Antazida). Während Protonenpumpenhemmer die Bildung der Magensäure unterbinden oder zumindest vermindern, neutralisieren Antazida überschüssige Magensäure. Zusätzlich zu Antireflux-Maßnahemen und magen-schonender Diät können dazu Peristaltikanregenede Medikament zum Einsatz kommen. Diese Therapie wird engmaschig mit Ihrem Gastroenterologen der die Diagnose gestellt hat kontrolliert und monitiert.

  20. Hallo, ich habe die Beurteilung:
    Antrum-Regeneratschleimhaut (Ulcus-/Erosionsrand bzw. Narbe) und
    Parietalzellhypertrophie der Corpusschleimhaut (nehme keine Säureblocker) bekommen.
    Was bedeutet das genau?
    Vielen Dank

    • Die Regenaratschleimhaut entsteht nach einer entzündlichen Verletzung (Ulkus, Erosion) der Schleimhaut beim Magenausgang. Die Parietalzellhypertrophie im Bauch des Magens kann mehrere Ursachen haben, darunter Achlorhydrie (Magensäuren Verminderung), Gastrin-produzierende endokrine Gewebsbildung, Helicobacter-pylori-Gastritis sowie Medikamente wie Protonenpumpenhemmer. Bei der weiteren Abklärung, falls die Klinik nicht ausschlaggebend ist, wird eine Magensekretionsanalyse bzw. Sekretintest zur Bestimmung von Gastrin und Chromagranin.

  21. Hallo Dr. bull, meine Mutter hat Schmerzen im rechten oberbauch, blähungen, aufstoßen und Juckreiz der von innen kommt und nicht weggeht. breischluck Analyse und gallengangs mrt wurden durchgeführt, alles ohne Befund. Ohne schmerzmittel kommt sie nicht mehr durch den tag.

    • Magenschmerzen könne sehr oft Folge von Rückenverspannungen und fühlen sich typischerweise wie ein dumpfes, brennendes Gefühl an, das sich vom Oberbauch in den unteren Rücken ausbreiten kann. Möglicherweise verspürt man auch starke Schmerzen im unteren Rückenbereich sowie ein Spannungs- oder Druckgefühl in diesem Bereich. Nach dem Verzehr großer Mahlzeiten können die Schmerzen schlimmer sein und mehrere Stunden anhalten. Darüber hinaus kann es zu Blähungen oder Übelkeit mit Magen-Rückenschmerzen kommen. In seltenen Fällen können die Schmerzen auch von Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und/oder blutigem Stuhl begleitet sein. Eine Gastroskopie sollte ergänzt werden und ergänzt durch eine osteopathische Abklärung zum Ausschluss einer Rückenverspannung.

  22. Hallo Dr.Bull,

    nach gastroskopische Magen untersuchung wurde feingewebe untersucht und zeigt Rückbildung der Schleimhaut in einem bestimmten Abschnitt des Magens.
    Jetzt wird Blut untersucht, Vitamin B12 und Föllsäure.
    Meine Frage: Kann das Autoimmungastitis sein? Welche Untersuchungen könnte ich noch machen um Autoimmungastritis zu auschlissen oder bestätigen?
    Ich habe vor 6 Jahre Sarkiodose bekommen Lunge betrofen war, mit Lymknoten und Granulomen am Lunge, die wurde 2 Jahr mit Cortison behandelt und 3 Monate Ibrufen 800, seit 3 Jahre ist die im Stillstand und nehme keine Medikamenten mehr.Aber mein Körper ist immer noch gestresst und Ängstlich.
    Kann das noch von Sarkiodose sein oder ist jetzt Gastritis A dazu gekommen?
    Was raten sie mit vor?
    Welche Handlungsempfehlung würden Sie mir geben?
    Vielen Dank im voraus.

    • Autoimmunerkrankungen, können in verschieden Forme können gleichzeitig bei demselben Patienten auftreten. Die autoimmune atrophische Gastritis, die durch die Entwicklung von Antikörpern gegen Belegzellen und gegen den Intrinsic-Faktor gekennzeichnet ist, führt zu einer Schleimhautzerstörung, die vor allem den Korpus und den Fundus des Magens betrifft. Autoimmune atrophische Gastritis tritt häufig im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen, einschließlich Hashimoto-Thyreoiditis, und mit Typ-1-Diabetes mellitus auf. Weitere Autoimmunerkrankungen, die im Zusammenhang mit autoimmuner atrophischer Gastritis beschrieben wurden, sind Morbus Addison, chronische spontane Urtikaria, Myasthenia gravis, Vitiligo und periorale kutane Autoimmunerkrankungen, insbesondere erosiver oraler Lichen ruber. Interessanterweise scheint jedoch Zöliakie, eine weitere häufige Autoimmunerkrankung, eine schützende Rolle bei der autoimmunen atrophischen Gastritis zu spielen. Die Biopsie sollte die Diagnose bestätigen. Die erhöhte Prävalenz der Häufung von Autoimmunerkrankungen sollte den behandelten Arzt dazu veranlassen, bei der Diagnose einer Autoimmunerkrankung weitere begleitende Autoimmunerkrankungen auszuschließen.

  23. Hallo Herr Dr. Bull,

    ich bin 40 Jahre alt, habe Zwillinge im Alter von 3 Jahren, benötige dementsprechend viel Energie.
    Leider habe ich diese Energie nicht. Anfang 2022 hat man bei mir eine chronisch atrophische Gastritis Typ A fortschreitend mit Metaplasien in bestimmten Abschnitten festgestellt. Seit Jahren leide ich Anämie und bis 2022 hat man dies nie ernst genommen. Vor unseren Zwillingen konnte ich die fehlende Energie noch einigermaßen kompensieren, mittlerweile ist das schwierig geworden. Ich habe zum Glück bis jetzt keinen Vitamin-B12-Mangel. Neben der Anämie habe ich einen Folsäuremangel und einen Vitamin-D-Mangel.
    Meine Werte liegen oft noch in der Norm, allerdings stark im unteren Drittel, dementsprechend gering ist die Wahrnehmung bei Ärzten für diese ganze Geschichte, das nervt mich sehr. Neben starker Müdigkeit, habe ich Konzentrationsschwäche und oft ein starkes Völlegefühl. Gefühlt verdaut mein Magen schlecht bis gar nicht.
    Aktuell versuche ich mein Energielevel mit einem Mikronährstoffpräparat aufzufüllen. Anfang nächsten Jahres steht die dritte Magenspiegelung an. Aufgrund einer Familiären Vorbelastung habe ich eine Surveillance alle 2 Jahre.
    Was kann ich noch tun, damit ich wieder meine volle Energie bekomme? Sollte ich auch eine Darmspiegelung machen?

    • Zwillinge sind im Prinzip praktisch, weil sie nicht allein sind, haben sich selbst zum Spielen und sind meist miteinander beschäftigt.
      Autoimmunerkrankungen kommen selten allein daher ist eine komplette Durchuntersuchung empfehlenswert und die Mangelerscheinungen zu therapieren. Metaplasien entstehen durch galligen Reflux somit sind Antireflux-Maßnahmen empfohlen. Gallenrückfluss tritt auf, wenn Galle – eine Verdauungsflüssigkeit, die in Ihrer Leber produziert wird – in Ihren Magen und in manchen Fällen in der Speiseröhre, zurückfließt (Reflux). Gallenrückfluss kann mit dem Rückfluss von Magensäure im Speiseröhre einhergehen. Magenreflux kann zur gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) führen, einem potenziell schwerwiegenden Problem, das zu Reizungen und Entzündungen des Speiseröhrengewebes führt. Im Gegensatz zum Magensäurereflux kann der Gallenrückfluss nicht vollständig durch eine Änderung der Ernährung oder des Lebensstils kontrolliert werden. Die Behandlung umfasst Medikamente oder in schweren Fällen eine Operation.

  24. Hallo,

    ich habe durch eine Diclofenac Behandlung eine Typ C Gastritis. Seit 3 Monaten. Laut Spiegelung auch chronisch…
    Pantoprzol hat nicht geholfen. Stelle nun meine Ernährung um aber habe dennoch leichte Magenschmerzen, Aufstoßen und Blähungen…Was kann ich noch tun? Ist es wirklich chronisch? Was mir etwas hilft ist Kieselerde.

    Liebe Grüße

  25. Schönen Sonntag

    Ich habe seit Ende 2019 eine Gastritis Typ B. Die Beschwerden haben schleichend zugenommen, trotz PPI. Die Gastroskopie ergab fleckförmige Athropie im gesamten Antrum mit durchscheinenden Gefäßen.
    Ich habe starke Dauerschmerzen. Aber, damit muß ich leben, das geht nicht mehr weg, so der Arzt.

    • Die Typ B-Gastritis wird vor allem durch eine Helicobacter pylori-Infektion ausgelöst und ist,an und für sich, behandelbar . Dieses Bakterium wird oral und fäkal-oral übertragen. Durch die bakterielle Besiedlung wird die Muzinproduktion gestört. Bei gleichzeitig erhöhter Säureproduktion kann eine Entzündung resultieren. Antireflux-Maßnahemen beachten

  26. Hallo Dr. Bull,

    ich bin 55 Jahre alt und habe seit 2 Jahre eine beginnende Typ A Gastritis. Angefangen hat das ganze mit einer Helicobacter Entzündung, welche mit Antibiotika behandelt wurde. Daraus wurde dann eine Typ A Gastritis. Ich habe bereits eine intestinalen Metaplasie, weshalb ich zur jährlichen Magenspiegelung gehen muss, was auch gut ist.

    Eine 24 Stunden PH-Metrie Messung ergab eine durchgehend PH Wert von 4. Das bedeutet doch, dass ich zu wenig Magensäure habe. Ich habe öfter Blähungen nach dem Essen und muss aufstoßen. Liegt es daran, das ich zu wenig Magensäure habe und das Essen nicht richtig verdaut wird? Nehme schon Bitterliebe Kapseln. Würde es sinnvoll sein, die Bitterliebe Kapseln durch Betain HCL 250 gr zu ersetzen?

    Ich habe auch ab und zu einen kleinen Kloß im Hals. Kann das auch von zu wenig Magensäure kommen?

    Vielen Dank und allen frohe Ostern.

  27. Guten Tag, ich bin weiblich, 31 und habe chronische Schmerzen in Magen. Er fühlt sich entzündet an und ständig leer. Eine Magenspiegelung zeigte vor einem Jahr eine leichte Gastritis. Ich habe alles versucht. Schonkost, kein Kaffee, nichts scharfes, heißes usw. Ich bin ratlos. Pantozol hilft mir nicht. Können Sie mir bitte helfen? Ich möchte dieses Brennen loswerden. Meine Zunge fühlt sich ein wenig pelzig an und ich habe ein Kloßgefühl im Hals.

  28. Hallo Herr Dr. Bull,
    bei mir wurde im Dezember eine mittelschwehre chronische Gastritis Typ B in Antrum und Corpus diagnostiziert. Die ersten Beschwerden hatte ich bereits ein Jahr zuvor, verstärkt traten diese aber dann 2 – 3 Monate vor der Gastroskopie auf. Zur Behandlung wurde eine 10-tägige Eradikation mit Antibiotika und Pantoprazol durchgeführt.
    – Während der Eradikationstherapie habe ich nach vier Tagen Symptome einer akuten Gastritis bekommen.
    – Zwei Wochen nach der Eradikation habe ich erneut akute Symptome bekommen und mir wurden für drei Wochen PPI verschreiben.
    – Nun habe ich am vergangene Wochenende erneut akute Symptome bekommen.

    Ein Atmetest auf Erfolg der Helicobacter-Eradikation acht Wochen nach der Therapie ergab, dass das Bakterium verschwunden sei. Außerdem wurde seit der Gastroskopie vollständig auf Alkohol und Kaffee verzichtet.

    Wie ist Ihre Einschätzung dazu?
    Ist es normal, dass sich die Entzündung so „langsam“ zurückbildet, besonders im Hinblick darauf, dass die Symptome bereits seit über einem Jahr bestanden?
    Welche Handlungsempfehlung würden Sie mir geben?

    Vielen Dank!

    • Aus Erfahrung machen die ärgsten Magenentzündung keine Schmerzen außer sie perforieren. Etwa 60-70 % der chronischen Entzündungen werden durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen (Gastritis Typ B). Eine Helicobacter-pylori-Infektion ist die zweithäufigste Infektionskrankheit: fast 50 % der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Sollte man 50% der Weltbevölkerung antibiotisch behandeln? (d. h. 4 Milliarden Menschen Stand 28. Februar 2023) Eine Eradikation ist nur bei einer Ulcuskrankheit indiziert sonst nur Antirefluxtherapie mit Diät

  29. Hallo,
    ich habe seit 1986 (mit 22 Jahren) eine Gastritis Typ A(damals hatte ich eine Perniziöse Anämie). Und bekomme jetzt alle 4 Wochen eine Vitamin B12 Injektion (zwischendurch habe ich einige Jahre nur alle 8 Wochen eine Injektion erhalten). Meine Befürchtung ist, dass mein B12 Speicher nicht genug gefüllt ist. Deswegen habe ich folgende Blutwerte messen lassen, Holotranscobalamin 30 pmol/l, Methylmalonsäure 75,1 ug/l und Homocystein 20,7 umol/l.
    Meine Ärztin meint das ist ok.
    Hat sie recht?
    Ich weiß nicht an wem ich mich sonst wenden kann. Vielen Dank im Voraus!

    • 10-30 % des Vitamin B12 sind an Transcobalamin II gebunden. Nur dieser sogenannte HoloTC-Komplex ist biologisch aktiv. HoloTC-Werte unterhalb von 40 pmol/l und niedriger sprechen für einen Vitamin B12-Mangel. Das Intervall fürs Vit B12-Depot ist monatlich. Der Hämatologe sollte konsultiert werden.

  30. Hallo,mein Sohn(46 J)hat Gastritis A Er bekommt alle 4 Wochen Injektionen,weil er sonst Sehprobleme bekommt.Ihm wurde die Gallenblase vor Jahren entnommen.
    Ich habe Bedenken,dass er mit B12 überfordert wird.Wie hoch ist das,Risiko dadurch an Krebs zu erkranken?Bekommt jeder Magenkrebs, der Gastritis A hat?Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Bemühungen.Mit freundlichen Grüßen Frau Eva-Maria Haase

    • Krebsrisiko ist zwar höher bei Autoimmungastritis Bezüglich des tumorerzeugenden Potentials zeigten die Studienergebnisse eine Risikoeskalation je nach Ausmaß und Dauer der Atrophie. Und das Risiko der Entwicklung von Neoplasmen wurde signifikant durch höheres Alter (> 55), Alkoholkonsum, Vorhandensein von mäßigen bis schweren atrophischen Veränderungen und Vorhandensein von intestinaler Metaplasie beeinflusst. Vit B12 ist die beste Behandlung zusammen mit regelmäßiger endoskopischen Kontrolle minimieren die darus resultierenden Komplikationen.

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