Proktologie: Analthrombose

Diagnostik und Therapie von Analerkrankungen

analthromboseDefinition.

Eine Analthrombose pränsetiert sich als in der Regel schmerzhafte akute Schwellung im äußeren Analbereich, seltener im Analkanal. Es finden sich Koagel, die aus dem venösen Plexus hämorrhoidalis caudalis entstehen  somit handelt es sich nicht üm eine mit dem Hämorrhoidalleiden vergesellschafte Erkrankung. Es handelt sich dabei um akut auftretende Thrombosen- also eine echte intravasale Blutgerinnung – in den Analrandvenen, die außerhalb des Afters als perianale und innerhalb als anale Thrombosen bezeichnet werden. Die Knoten können Linsen- bis Taubeneigröße erreichen. Oft tritt ein ausgeprägtes Ödem hinzu. Manchmal finden sich mehrere Thromben in einem Knoten (gekammerte Thrombose).

Analrandthrombosen bilden sich innerhalb von 2-3 Stunden nicht selten nach Genuss von scharf gewürzten Speisen, konzentrierten Alkoholika, bei Frauen kurz vor der Menstruation, bei Wetterwechsel (z.B. Föhn) und nach ungewohnten Anstrengungen oder kaltem Sitzen. Durch das ödem können sie zu extrem starken Schmerzen führen, die tagelang anhalten. Eine manchmal spontan auftretende Perforation verschafft Schmerzerleichterung. Fast immer bilden sich die Thrombosen nach Wochen wieder vollständig zurück. Es sind nahezu alle Altersgruppe betroffen

Diagnostik.

Die Diagnose der Analthrombose wird anhand des typischen makroskopischen Bildes, ergänzt durch die Palpation gestellt. Die Differenzialdiagnose schließt Abszesse, den Analpro-
laps und den inkarzerieten Hämorrhoidalprolaps ein.

Verlauf.

Eifle spontane Rückbildungder Schmerzen mit Abnahme des Ödems  und der Schwellung ist in der Regel innerhalb von wenigen Tagen möglich, die Resorption des Thrombus erfolgt abhängig von der initialen Cröße innerhalb einiger Wochen.

Therapie.

Die Tberapie ist abhängig von den  Beschwerden.  Es bietet sich bei akuten schmerzhaften Thrombosen ein operatives Vorgehen an. Die Stichinzision mit Entfernung des Thrombus kann sowohl die Schmerzen als auch den Knoten schlagartig beseitigen, es sollte beachtet werdes dass der gesamten Knoten entfernt wird sonst sind späterer Rezidive vorprogrammiert. Bei gekammerten Thrombosen mit stärkeren ödematösen Veränderungen oder bei älteren Thrombosen, die bereits zu einer Organisation geführt haben, sollte man ebenfalls den gesamten Knoten entfernen. Das kann postoperativ zwar etwas schmerzhafter sein, beugt dafür aber Komplikationen mit starken Schwellungen und eventuellen Nachblutungen in das Gefäß vor.

Wenn man – aus welchen Gründen auch immer – nicht operativ vorgehen will, sollte man die Behandlung intensiv antiphlogistisch vornehmen. Entzündungshemmende Salben oder Analtampons, orale Antiphlogistika, Sitzbäder mit Kamille (Kamillosan)  und eventuelle Eisauflagerungen lassen die Schmerzen nach 2 bis 3 Tagen abklingen. Die Rückbildung der Thrombose nimmt einige Zeit länger in Anspruch. Selten kommt es durch
die Thrombose zum Auftreten von Marisken.

Weitere Information unter Praxis Sievering

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