Symptomen; Beinschmerzen

Schmerzen in den Beinen

Schmerzen in den Beinen oder brennende Beine können vielseitige Ursachen haben.

Es ist wichtig zu erfragen ob man die Schmerzen nur bei Belastung oder auch, wenn das Bein nicht beweget wird, spüren.

Wenn man Beinschmerzen unmittelbar nach ungewohnten körperlichen Tätigkeiten spürt, kann ein harmloser Muskelkater vorliegen. Hier bedarf es keine Behandlung da die Beinschmerzen von selbst wieder nach kurzer Zeit verschwinden .

Andere Krankheiten äußern sich wiederum durch dauerhafte Schmerzen, die belastungsunabhängig ist. Manchmal kann eine schmerzhafte Schwellung im Bereich des Knöchels feststellen. Teilweise ist die geschwollene Stelle auch wärmer als die übrige Haut. Besonders wenn Nervenschädigungen die Ursache von Beinschmerzen sind, können auch Lähmungen auftreten oder die Patienten spüren eine Bamstigkeit oder Kribbeln im betroffenen Bein. Krämpfe in der Nacht weist oft auf eine Überbelastung der Wirbelsäule auf.

Wenn ein akuter Gefäßverschluss oder tiefe Venenthrombose ausgeschlossen ist, sollte anschließend eine Röntgenaufnahme angefertigt werden, um Veränderungen der Wirbelsäule und Gelenke zu diagnostizieren. Fehlstellungen, Entzündungen, Beckenschiefstand, Abnutzungserscheinungen oder Tumore können auf dem konventionellen Röntgenbild erkannt werden.

Wenn diese Untersuchungen alle negativ sind, bleibt als eine Hauptursache für Beinschmerzen ein Schaden an den Nerven. Dieses Krankheitsbild ist häufig und wird Polyneuropathie genannt. Ein Hauptgrund ist Diabetes mellitus Typ II. Diese Form des Diabetes entwickelt sich schleichend und bleibt oft Jahre unerkannt. Nicht selten erfolgt die Diagnose erst nach dem Auftreten von Spätschäden. Eine schnelle und gute Blutzuckereinstellung kann die Polyneuropathie lindern und ein Fortschreiten verhindern. Eine Heilung ist nicht möglich. Bestimmte Substanzen (alpha-Liponsäure, Gabapentin, Amitryptilin) wirken schmerzlindernd.

Die meisten Patienten beschreiben die Parästhesien (= Gefühlsstörungen) als strumpfförmig, das Vibrationsempfinden ist reduziert, auch das Temperaturgefühl ist gestört. Problematisch ist die Polyneuropathie deswegen, weil kleine Verletzungen (z.B. Druckstellen) erst sehr spät bemerkt werden, manchmal erst, wenn bereits ein Ulkus (offene Stelle) entstanden ist. Die Heilung ist schwierig und langwierig (Gefahr des diabetischen Fußes).

Andere (seltenere) Ursachen für Polyneuropathien sind Alkoholkonsum, Vitamin B12- oder Folsäuremangel, Vergiftungen und Infektionserkrankungen (Lues, Borreliose, Herpes zoster u.a.).

In vielen Fällen ist eine physiotherapeutische Behandlung hilfreich.

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