Symptomen: Fieber Diagnostik und Behandlung

Definition
Als Fieber wird die Erhöhung der Körpertemperatur über 38 Grad Celsius (im Mund gemessen) bezeichnet.Normalerweise ist der Körper eines Erwachsenen 37 Grad warm.
Bei kleinen Kindern ist die Temperatur immer etwas höher. Meistens entsteht Fieber, weil der „Temperaturfühler“ im Gehirn „verstellt“ wird, eine höhere Temperatur wird dann
als normal angenommen. Wenn der Körper seine Wärme nicht mehr nach außen abgeben kann ( bei Wassermangel), tritt ebenfalls Fieber auf („Durstfieber“).

Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur leidet die Gehirnfunktion, Verwirrtheit und Krämpfe können die Folge sein. Steigt das Fieber über 42 Grad so werden die Organe zerstört und
der Kranke stirbt, wenn er nicht behandelt wird.

Ursache

Fieber ist ein Anzeichen verschiedener Erkrankungen. Sehr häufig tritt es bei Infektionskrankheiten, auf. Auch Entzündungsherde im Körper können Fieber
verursachen. Dazu gehören:
Abszesse und eiternde Wunden
Blinddarmentzündungen  
Harnwegsinfekte
Mittelohrentzündung oder Mandelentzündungen
Hirnhautentzündungen
Lungenentzündungen

Weitere Gründe für Fieber sind:
Krebserkrankungen
Störungen des Immunsystems
Schädigungen des Gehirns, die den „Temperaturregler“ stören (Vergiftungen,
Verletzungen, Schlaganfälle)
Extreme Bedingungen durch feuchte Hitze und Wassermangel
Bestimmte Arzneimittel

Symptome

Beim Fieberanstieg durch Infektionen kommt es häufig zunächst zu Frieren,Schüttelfrost und Gänsehaut. Wenn die Körpertemperatur nicht mehr weiter steigt oder das Fieber
sinkt, kommen Hitzegefühl und Schwitzen. Bei Fieber gehen auch Herz und Atmung schneller.

Säuglinge und Kleinkinder reagieren auf einen raschen Fieberanstieg manchmal mit Krämpfen. Diese Fieberkrämpfe sind kein Zeichen für ein lebenslanges Krampfleiden (Epilepsie),sondern verschwinden meist im Schulalter. Die Krämpfe dauern nicht länger als 10 Minuten und hinterlassen in der Regel keine Schäden im Gehirn.

Fiebertypen

Kontinua
Remittierend
Intermittierend
Periodisch
Ondulierend

Diagnostik

Notwendige Untersuchungen
1. Blutlabor (CRP,Blutbild, Blutzucker, BSG, Elektrolyte, Kreatinin
2. Anamnese und Untersuchung
3. Röntgen-Thorax
4. Blutkultur (3 mal)
5. Untersuchung des Abdomens
6. Urinsediment und – kultur
7. Sonografie Abdomen (Abszess)  

Therapie


Symptomatisch durch ausschalten sämtlichen Noxen und reichliche Flüssigkeitszufuhr. Bei Fieber sollte man viel trinken, weil der Körper vermehrt Wasser verliert. Zum
Fiebersenken kann man kalte Wadenwickel machen.

Bei Kindern, die unter Fieberkrämpfen leiden, sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur unter 39 Grad bleibt. Dabei helfen Fieberzäpfchen oder auch alte Hausmittel
(z.B. Wadenwickel oder Eisbeutel in den Leisten).

Mit Medikamenten kann man das Fieber in den meisten Fällen senken, diese sollten
jedoch nicht über längere Zeit genommen werden. Wenn das Fieber mehr als zwei oder
drei Tage andauert, dann sollte die Ursache unbedingt gesucht und bekämpft werden.
    Therapeutische Maßnahmen bei postoperativem Fieber
    Bis zum zweiten postoperativen Tag sind Temperaturen bis 38 Grad Celsius nicht
    ungewöhnlich (Postaggressionsstoffwechsel, Resorptionstemperaturen). Bei
    Temperaturen, die danach auftreten, ist eine gewissenhafte Infektherdsuche angezeigt:
Wundinspektion
Labor ( BB, CRP, BSG)
Röntgen-Thorax
Blutkultur (3 mal)
Untersuchung des Abdomens
Urinsediment und – kultur
Bei Temperatur über 38 Grad Celsius:
Kühlakkus auf Leistenregion und in Achselhöhle
Wadenwickel
Paracetamol® 1g Supp.
Bei Temperatur über 39 Grad Celsius:
Novalgin® (Metamizol) 1 g in 50 ml Kurzinfusion
Aspirin® (Azetylsalicylsäure) 1g . (nicht bei Ulcus-anamnese)
ggf. kalkulierte Antibiose z.B. mit Augmentin® 2.2 g 3 x /d i.v. oder Augmentin® 625 mg
    1-1-1-1 p.o.
Ggf.“lytischer Cocktail“:
1 Amp. 50mg Dolantin® (Pethidin)
1 Amp. 0,3mg Hydergin® (Dihydroergotoxin)
1 Amp. 50mg Atosil® (Promethazin) auf 100ml NaCl 0,9% als Kurzinfusion i.v. geben.
    (Dosierung nach Hämodynamik und Vigilanz)

cave:  Atemdepression, intensive überwachung erforderlich
Therapieprinzipien und Medikamentendosierungen

links: ebook über Fieber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.