Symptomen: der anale Juckreiz

behind1Der anale Juckreiz: Pruritus ani

Definition

Der perianale Juckreiz oder Pruritus ani ist ein extrem störendes Problem und ist das Leitsymptomen vielen proktologischen und Hauterkrankungen. Die Ursachen des Juckreizes aufzuklären ist die erste Stufe in der Behandlung des lästigen Leidens.

Als Pruritus ani wird eine konstante Reizung und Juckreiz der perianalen Haut oder der Schleimhaut innerhalb des Analkanals bezeichnet. In der Regel kann der Juckreiz extrem quälend empfunden werden. Die viele ursächlichen Faktoren zu identifizieren und möglichst dann zu beseitigen ist das Ziel deshalb ist eine genaue Anamnese und Untersuchung anschließend die Enddarm-Spiegelung äußerst wichtig.

Die Erkrankung wird als Teufelskreis erlebt da durch das Kratzen neue Hautverletzungen erzeugt werden, die wiederum erneute Juckattacken auslösen.

In den meisten Fällen zeigt sich eine mehr oder weniger ausgeprägte perianale Rötung und durch Kratzen entstanden Hautabschürfungen. Bei manchen können regelrechte spalt-förmigen Hautdefekten, sogenannten Rhagaden, entstehen.

Pruritus ani tritt häufiger bei Männern als bei Frauen hervor.

Ursache

Zahlreiche Erkrankungen im Bereich des Afters können mit einem Juckreiz (Pruritus) einhergehen. Meist wird der Juckreiz durch toxische oder allergische Kontaktekzeme her-
vorgerufen. Weitere Ursachen des perianalen Juckreizes können durch mechanischen, chemischen, biologischen, dermatologischen, Körper- und psychologischen Ursachen breitläufig eingestuft werden

Mechanische oder körperliche Ursachen von Pruritus ani.

Sowohl die häufige Darmentleerung bei Diarrhö als auch harter Stuhl bei Verstopfung und des häufigen und kräftigen Gebrauches der Toilettenpapiere können perianale Entzündung verursachen.

Mariske, Hämorrhoiden zweitens sowie dritten Grades, ein beginnender Anal- oder Mukosavorfall (Prolaps), Analfisteln und Darmentzündungen (Proktitis) sind klinisch durch Nässen, Hautirritationen, Begleitmazerationen und Ausbildung einer perianalen Dermatitis gekennzeichnet.

Nicht selten ist der perianale Juckreiz auf eine unzureichende Analhygiene zurückzuführen. Nicht vollständig entfernt Stuhlpartikel die noch zusätzlich durch Toilettenpapier einmassiert wurden, erzeugen durch Zersetzung ein Juckreiz. Feuchten Toilettenpapier mit Tensiden können den oberflächlichen Schutz herabsetzen bzw. entfernen.

Grundsätzlich ist für die Analhygienen nur Wasserbrause zu empfehlen, Waschungen mit Seifen sollen unterlassen werden.

  • Angstzustände
  • Stress oder Nervosität
  • Die Einnahme von Medikamenten (insbesondere Antibiotika)
  • Alkoholmissbrauch
  • Reizdarm (dann reichen oft Koffein oder warme Speisen als Auslöser)
  • Nahrungsmittelallergien, ungewohnte Ernährung,
  • Lebensmittelvergiftung
  • Chronische Entzündungen des Darms (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Infektionen => Bakterien (Salmonellen, E coli), Viren (Retoviren), Protozoen (Amoeben)
  • Laxantien
  • Karzinome
  • Hormone (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Reizdarmsyndrom

Symptome

Die breiigen Stuhlgänge können sehr plötzlich auftreten und werden häufig begleitet von Übelkeit, Erbrechen Erbrechen, Bauchschmerzen oder -krämpfen. Viele Patienten leiden gleichzeitig an Fieber,Gliederschmerzen und Erkältungsbeschwerden. Blutig-schleimiger Durchfall kann bei manchen Dickdarmentzündungen auftreten, sollte aber immer vom Arzt untersucht werden, weil beispielsweise auch Dickdarmkrebs Dickdarmkrebs der Grund sein kann.

Bei dieser Krankheit verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe, was in schweren Fällen zu einem Kreislaufzusammenbruch führen kann. Besonders gefährlich kann
Durchfall bei Kleinkindern und Säuglingen werden, weil bei Ihnen die Gefahr des Austrocknens größer ist, als bei Erwachsenen. Es blutet bei weichem Stuhl oder nach
dem Pressen? Suchen Sie einen Arzt auf.

Der Stuhl ist verformt oder wird finger- bzw. bleistiftdünn, der Stuhlrhythmus verändert sich bei sonst unveränderten Lebensgewohnheiten: Lassen Sie sich sofort untersuchen, es liegt möglicherweise eine Erkrankung vor, die den Darm einengt.

Diagnostik

Notwendige Untersuchungen
1. Anamnese und klinische Untersuchung. Bei der Anamnese darf die Frage nach den Medikamenten keinesfalls fehlen. Denn laxativ wirken außer Abführmittel, Antibiotika,
Eisenpräparate, auch freiverkäufliche Mittel wie Mg-hältige Antazida.
2. Digitorektale Untersuchung
3. Stuhluntersuchung auf Keime, Parasiten und Blut
4. Koloskopie mit Biopsie
5. Sonografie Abdomen (Leber, Niere, Aszites) Sonografie Abdomen
6. Blutlabor (CRP, Blutbild, Blutzucker, Elektrolyte,Kreatinin, TSH-basal) Laborparameter zu erheben, gehört zur Basisuntersuchung, denn Hyperthyreosen, Diabetes
(Polyneuropathie) oder ein Hyperparathyreoidismus können ebenfalls Obstipationen verursachen. Serologie wegen Lebensmittelnunverträglichkeit.

Therapie

Symptomatisch durch ausschalten sämtlichen Noxen und reichliche Flüssigkeitszufuhr. Sind die Befunde unauffällig, wird außer den Basismaßnahmen:
vermehrt körperliche Aktivität Flüssigkeitszufuhr erhöhen faserreiche Kost ­ (Enteritis-Diät) Enteritis-Diät zunächst eine probatorische Anwendung von Ballaststoffen empfohlen. Um den Wasser- und Mineralstoffverlust auszugleichen, sollten mindestens 2,5 Liter am Tag getrunken werden. Kamille- oder Fencheltee, stilles Mineralwasser oder isotonische Getränke eignen sich hier am besten. Keine Fruchtsäfte oder koffeinhaltige Getränke!

Die Therapie darf sich nicht allein an den Beschwerden orien tieren, sondern muß sich an der Ursache des Juckreizes ausrichten, da durch deren Beseitigung (z.B. Hämorrhoiden, al-
lergische Reaktion u.a.) auch eine Besserung der Beschwer den erreicht werden kann. Eine eigenmächtig eingeleitete Therapie durch den Patienten sollte unterbleiben, um eine
bestehende Erkrankung nicht zu verschlimmern oder eine mögliche schwerwiegende Erkrankung zu übersehen. An Allgemeinmaßnahmen sind eine ausreichende Analhygiene
(lauwarmes Wasser ohne Seife oder sonstige Zusätze, keine feuchten Reinigungstücher), ein regelmäßiger, weicher Stuhlgang und Baumwollunterwäsche zu empfehlen. Salben,
insbesondere solche, die Kortison beinhalten, sind zeitlich befristet anzuwenden und auf den Einzelfall beschränkt.

Mit Elektrolytpräparaten kann der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Es gibt spezielle Mischungen für Säuglinge und Kleinkinder. Der Erkrankte sollte Schonkost einhalten. Bei starkem Durchfall sollte er am ersten Tag nur Zwieback oder Schleimsuppe zu sich nehmen. Diese können ruhig gesalzen und gezuckert sein.

Verhaltensregeln

Ein oder zwei Tage Durchfall sind in der Regel nicht schlimm. Eine Behandlung durch den Arzt ist in der Regel nicht nötig.
Bei älteren,geschwächten Menschen kann beispielsweise eine Salmonellen-Infektion lebensbedrohlich sein. Hier und bei anderen schweren Verlaufsformen sollte sofort ein Arzt gerufen werden.

Bei lang anhaltendem oder wiederholt auftretendem Durchfall sollte der Arzt aufgesucht werden, damit er die nach der Ursache suchen und sie bekämpfen kann.

Versuchen Sie nicht krampfhaft, täglich Stuhlgang zu erzwingen. Beachten Sie obige Faustregel.

Achten Sie zu Hause darauf, dass Sie Speisen nicht zu lange aufbewahren. Beispielsweise Lebensmittel, die Ei enthalten (Mayonnaise, Tiramisu) verderben ungekühlt sehr schnell.
Wenn Sie selbst an Durchfall erkrankt sind, dann achten Sie besonders auf Hygiene. Desinfektion der Toilette und Hände waschen! Sie sollten dann möglichst keine Speisen für andere zubereiten.

Bei Reisen in bestimmte Länder ist eine Impfung gegen Durchfallerkrankungen wie Typhus angebracht. In heißen Länder sollten nur gekochte und geschälte Speisen gegessen werden. Auf Salat, Mayonnaise, Speiseeis und auch Eiswürfel in Getränken ist zu verzichten.

Wasser sollte vor dem Genuss abgekocht werden, auch vor dem Zähneputzen!

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