
| Copyright © 1998-2006, Dr. P. Bull. Alle Rechte vorbehalten. |
![]() |
||||||||||||||||||
|
PHLEBITIS Definition Die oben aufgeführten Begriffe beschreiben alle ein klinisches Erkrankungsbild, dass durch die Schwellung, Verhärtung und Schmerzhaftigkeit einer oberflächlichen Vene charakterisiert ist, die zum einen von einer Entzündung der Venenwand, zum anderen von einem Verschluss der Vene durch einen Blutpfropf (Thrombus) herrührt.
Je nach Ursache kann die Entzündung (Wortteil "-itis") einer sonst unauffälligen oberflächlichen Vene (Wortteil "Phleb-") oder einer Krampfader (Varize, Wortteil "Variko-") oder aber der das Gefäss verschliessende Blutpfropf (Thrombus) im Vordergrund stehen. Die unterschiedlichen Bezeichnungen desselben klinischen Erscheinungsbildes sollen kein Ausdruck der Vielseitigkeit unserer Sprache sein, sondern weisen vielmehr darauf hin, dass die unterschiedlichen Bestandteile dieses Erkrankungsbildes in unterschiedlicher Gewichtung auftreten können. Dies ist auch für die Behandlung von Bedeutung. Die Ursache der oberflächlichen Thrombophlebitis liegt wie auch bei der tiefen Venenthrombose in einer Kombination mehrerer Faktoren. Nach Rudolf Virchow (1821-1902) werden die drei grundlegenden ursächlichen Bedingungen für die Entstehung dieses Erkrankungsbildes als Virchowsche Trias bezeichnet:
Oft ist sie der auslösende Faktor. Der Blutstrom kann durch eine Erweiterung der Venen (Krampfadern, Varikosis) oder durch fehlende Bewegung wie bei Bettlägerigkeit, Herzinsuffizienz, nach Operationen, bei Verletzungen und/oder Gipsverband oder nach langen Flug-, Auto- oder Busreisen verlangsamt sein.
Eine vermehrte Produktion und/oder Aktivierung von Gerinnungsfaktoren und/oder eine verminderte Produktion und/oder verminderte Aktivität von gerinnungshemmenden Faktoren führen zu einem gestörten Gleichgewicht im Gerinnungssystem mit der Folge einer Neigung zu Thrombosen (Thrombophilie).
Sie spielen vor allem bei Verletzungen, Entzündungen, Einwachsen von Tumoren oder beim Schultergürtelkompressionssyndrom eine Rolle. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Phlebitis superficialis (oberflächliche Venenentzündung) und die Varikothrombose (Venenthrombose einer Krampfader) unterschiedliche Krankheitsbilder sind und eine unterschiedliche Behandlung erfordern. Daher ist es wichtig, herauszufinden, ob der entzündliche oder der thrombotische Prozess im Vordergrund steht.
Merkmale, Diagnostik, VerlaufTypisch ist eine schmerzhafte, strangförmige Verhärtung im Venen- bzw. Krampfaderverlauf mit Rötung und Überwärmung. Bei diesen Beschwerden sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bisher ist nicht untersucht, ob diese Thrombosen zu einer chronisch venösen Insuffizienz führen können; bei Mitbefall der tiefen Venen ist dies zumindest möglich. Grosse Thrombosen des tiefen Venensystems in Zusammenhang mit der oberflächlichen Venenentzündung sind jedoch selten. Unbemerkte Lungenembolien sind häufig, vereinzelt treten auch massive Lungenembolien auf. Die Behandlung sollte so schnell wie möglich erfolgen, um ein weiteres Voranschreiten der Thrombose zu verhindern und das Risiko von zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen (Lungenembolie) zu vermindern. Diese sind bei der oberflächlichen Thrombophlebitis im Vergleich zur tiefen Venenthrombose jedoch seltener. Physikalische Thrombembolieprophylaxe durch Kompressionsstrümpfe und Venengymnastik
Brauchen Sie einen Venenspezialist in Ihrer Nähe besuchen Sie VEINSonline.com |
||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||