Venenzentrum Dr Bull
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Patienteninformationen

INFORMATIONSBLATT ZUM MITNEHMEN FÜR PATIENTEN MIT VENENERKRANKUNGEN UND KRAMPFADERN

Sehrspace geehrte Patientin, sehr geehrte Patient!

Behandlung von Varizen durch Endovenöse Laser-Anwendung-

ELVeS (Endo Laser Venen System)-

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

sie leiden an Krampfadern, die behandelt werden sollten. Vor der geplanten Behandlung wird der Arzt mit Ihnen über Ihre Erkrankung, die Möglichkeiten der Behandlung und den Ablauf der bei Ihnen geplanten Therapie sprechen. Sie sollten naheliegende typische Risiken und Folgen der Behandlung kennen, damit Sie sich entscheiden und in die Behandlung einwilligen können. Diese Aufklärung soll helfen, das Gespräch vorzubereiten und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren.

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Was sind Krampfadern ?

Krampfadern (Varizen) entstehen, wenn die Venen (Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurück-transportieren) sich erweitern. Erweiterte Venen haben funktions-unfähige oder gar zerstörte Venenklappen. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Blutfülle im Bein. Dieser Zustand führt in der Regel zur Ausbildung zusätzlicher Krampfadern und zu Hautschädigungen bis zum offenen Bein. Zusätzlich wird das tiefe Venensystem des Beines überlastet und geschädigt.

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Welche Behandlung ist bei Ihnen geplant ?

Sie haben sich entschieden, im Rahmen Ihrer Krampfaderbehandlung der sogenannten endovenösen Laserbehandlung den Vorzug gegenüber herkömmlichen Verfahren (Operation, Verödung, Kompressions- strumpfbehandlung) zu geben. Sie wurden nach den durchgeführten Untersuchungen schriftlich und im Gespräch mit dem Arzt über Ihre Erkrankung, die Behandlungsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile informiert (s.a. ausführliche Patientenaufklärung über das Krampfaderleiden - Varikose). Wir haben uns desweiteren ausführlich über die Endovenöse Laser-Anwendung ( sog. ELVeS-Verfahren) unterhalten.

 

Prinzip der endovenösen Laser-Anwendung.

Bei einer endovenösen Laser-Anwendung werden durch Laserlicht die Krampfadern, z.B. die Vena saphena magna, bzw. parva (große, bzw. kleine Rosenvene), verödet. Die Lichtenergie des Lasers wird durch den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die Innentemperatur des Gefäßes beträgt ca. 60-70 °C, wodurch eine Veränderung der Venenwand und die Gerinnung des

Blutes in dieser Krampfader bewirkt wird. Durch Einspritzen eines verdünnten Betäubungsmittels um die Vene herum ist dieser Eingriff schmerzlos und eine Erhitzung des umliegenden Gewebes wird verhindert.

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Durchführung der Behandlung:

Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung oder in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Nachdem die zu behandelnde Vene auf der Haut markiert worden ist, wird die Vene mit einer Nadel auf Höhe des Kniegelenkes punktiert (wie beim Blutabnehmen). Dieser Einstich ist die einzige Eintrittsstelle, so dass keine Narbe zurückbleibt. Durch die Nadel wird ein Katheter in die Vene eingeführt. Die Laserfaser wird in

diesem Katheter bis zur Leiste vorgeschoben und dort unter Ultraschallkontrolle positioniert. Nach dem Injizieren der Betäubungsmittellösung um die Vene herum wird die Laserfaser, die mit einem Diodenlaser verbunden ist, langsam aus der Vene herausgezogen (durchschnittlich 3 bis 5 Minuten für eine Vena saphena magna auf der Schenkelinnenseite). Das Laserlicht wird während des Herausziehens in Pulsen

abgegeben und so die Venenwand geschrumpft. Die so verschlossene Vene kann bedenkenlos im Körper belassen werden. Danach wird ein fester Kompressionsverband angelegt, anschließend sollte für weitere 2-4 Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Präventiv wird 5-10 Tage lang eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin durchgeführt. Von der Markierung der Haut bis zum Anlegen des Verbandes dauert der Eingriff ungefähr eine Stunde. Ein Krankenhausaufenthalt ist, wenn überhaupt, nur für 1-2 Tage erforderlich.

 

Nach dem Eingriff ist ein leichtes Ziehen entlang der geschrumpften Vene normal. Dieses Ziehen kann als typisch für die korrekt abgelaufene Reaktion des Gefäßes gewertet werden. Desweiteren ist bei fast allen Patienten die behandelte Vene als leicht verhärteter Strang 2-3 Wochen lang zu tasten.

 

Die Vorteile des Verfahrens liegen in der minimalen Invasivität und maximalen Kosmetik. Mangels grösserer Hautschnitte und infolge des Belassens der Venen in ihrer normalen Lage, ist es Ihnen möglich im Anschluss an die Behandlung Ihre normale Tätigkeit nach 2-3 Tagen wieder aufzunehmen. Es entstehen in der Regel sehr selten Blutergüsse oder Wundschmerzen.

 

MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln) und Lungenembolien (Schlagaderverschlüsse durch Gerinnsel) sowie Nebenverletzungen von Nerven, sind dank der Fortschritte der Medizin aber viel seltener geworden. Wir können auch viel mehr als früher etwas dagegen tun. Direkt nach der Behandlung mit dem Laser-System kann ein leichter ziehender Schmerz entlang der behandelten Vene auftreten. Als spezielle Komplikationen können Nachblutungen oder kleine Verbrennungen auftreten. Durch Schädigung von benachbarten Nervenfasern können nach der Operation gelegentlich Gefühlsstörungen in kleineren Hautbezirken auftreten. Gelegentlich kommt es am operierten Bein zu vorübergehenden, in ganz seltenen Fällen zu bleibenden Schwellungen aufgrund von Lymphstauungen oder Thrombosen im tiefen Venensystem. Bei chronischen Lymphstauungen wird eine medikamentöse und physikalische Therapie (z. B. Lymphdrainage) erforderlich, im Einzelfall muß auf Dauer ein Gummistrumpf getragen werden. In seltene Fällen, insbesondere bei einer Veranlagung zu überschießender Narben- oder Kelloidbildung, können auffällige Narben entstehen. Es kann zu bleibenden Verfärbungen und Verhärtung der Haut kommen.

 

 

 


 
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