EVLA

Krampfadern entfernen mit Laser in Wien

Patienteninformation über die endovenöse Lasertherapie von Krampfadern (EVLA)

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Sie leiden an Krampfadern, die behandelt werden sollten? Vor der geplanten Behandlung wird der Arzt mit Ihnen über Ihre Erkrankung, die Möglichkeiten der Behandlung und den Ablauf der bei Ihnen geplanten Therapie sprechen. Sie sollten naheliegende typische Risiken und Folgen der Behandlung kennen, damit Sie sich entscheiden und in die Behandlung einwilligen können. Diese Aufklärung soll helfen, das Gespräch vorzubereiten und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren. Dr. Bull ist Spezialist für das sanfte und schonende entfernen von Krampfadern in Wien. Auch rund um das Thema „Besenreiser entfernen“ steht er gerne als Venenarzt und -spezialist für Fragen zur Seite.

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Was sind Krampfadern ?

Krampfadern (Varizen) entstehen, wenn die Venen (Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurück-transportieren) sich erweitern. Erweiterte Venen haben funktions-unfähige oder gar zerstörte Venenklappen. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Blutfülle im Bein. Dieser Zustand führt in der Regel zur Ausbildung zusätzlicher Krampfadern und zu Hautschädigungen bis zum offenen Bein. Zusätzlich wird das tiefe Venensystem des Beines überlastet und geschädigt.

Welche Behandlung ist bei Ihnen geplant ?

Sie haben sich entschieden, im Rahmen Ihrer Krampfaderbehandlung der sogenannten endovenösen Laserbehandlung den Vorzug gegenüber herkömmlichen Verfahren (Operation, Verödung, Kompressions- strumpfbehandlung) zu geben. Sie wurden nach den durchgeführten Untersuchungen schriftlich und im Gespräch mit dem Arzt über Ihre Erkrankung, die Behandlungsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile informiert (s.a. ausführliche Patientenaufklärung über das Krampfaderleiden – Varikose). Wir haben uns desweiteren ausführlich über die Endovenöse Laser-Anwendung ( sog. ELVeS-Verfahren) unterhalten.

Prinzip der endovenösen Laser-Anwendung.

Endovenöse Laserbehandlung

Endovenöse Laserbehandlung

Bei einer endovenösen Laser-Anwendung werden durch Laserlicht die Krampfadern, z.B. die Vena saphena magna, bzw. parva (große, bzw. kleine Rosenvene), verödet. Die Lichtenergie des Lasers wird durch den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die Innentemperatur des Gefäßes beträgt ca. 60-70 °C, wodurch eine Veränderung der Venenwand und die Gerinnung des Blutes in dieser Krampfader bewirkt wird. Durch Einspritzen eines verdünnten Betäubungsmittels um die Vene herum ist dieser Eingriff schmerzlos und eine Erhitzung des umliegenden Gewebes wird verhindert.

Durchführung der Behandlung:

Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung oder in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Nachdem die zu behandelnde Vene auf der Haut markiert worden ist, wird die Vene mit einer Nadel auf Höhe des Kniegelenkes punktiert (wie beim Blutabnehmen). Dieser Einstich ist die einzige Eintrittsstelle, so dass keine Narbe zurückbleibt. Durch die Nadel wird ein Katheter in die Vene eingeführt. Die Laserfaser über den Katheter bis zur Leiste vorgeschoben und dort unter Ultraschallkontrolle positioniert. Nach dem Injizieren der Betäubungsmittellösung um die Vene herum wird die Laserfaser, die mit einem Diodenlaser verbunden ist, langsam aus der Vene herausgezogen (durchschnittlich 3 bis 5 Minuten für eine Vena saphena magna auf der Schenkelinnenseite). Das Laserlicht wird während des Herausziehens in Pulsen abgegeben und so die Venenwand geschrumpft. Die so verschlossene Vene kann bedenkenlos im Körper belassen werden. Danach wird ein fester Kompressionsverband angelegt, anschließend sollte für weitere 2-4 Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Präventiv wird 5-10 Tage lang eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin durchgeführt. Von der Markierung der Haut bis zum Anlegen des Verbandes dauert der Eingriff ungefähr eine Stunde. Ein Krankenhausaufenthalt ist, wenn überhaupt, nur für 1-2 Tage erforderlich (Mehr über die Venenbehandlung in Wien)

Nach dem Eingriff

ist ein leichtes Ziehen entlang der geschrumpften Vene normal. Dieses Ziehen kann als typisch für die korrekt abgelaufene Reaktion des Gefäßes gewertet werden. Desweiteren ist bei fast allen Patienten die behandelte Vene als leicht verhärteter Strang 2-3 Wochen lang zu tasten.

Die Vorteile

des Verfahrens liegen in der minimalen Invasivität und maximalen Kosmetik. Mangels grösserer Hautschnitte und infolge des Belassens der Venen in ihrer normalen Lage, ist es Ihnen möglich im Anschluss an die Behandlung Ihre normale Tätigkeit nach 2-3 Tagen wieder aufzunehmen. Es entstehen in der Regel sehr selten Blutergüsse oder Wundschmerzen.

MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln) und Lungenembolien (Schlagaderverschlüsse durch Gerinnsel) sowie Nebenverletzungen von Nerven, sind dank der Fortschritte der Medizin aber viel seltener geworden. Wir können auch viel mehr als früher etwas dagegen tun. Direkt nach der Behandlung mit dem Laser-System kann ein leichter ziehender Schmerz entlang der behandelten Vene auftreten. Als spezielle Komplikationen können Nachblutungen oder kleine Verbrennungen auftreten. Durch Schädigung von benachbarten Nervenfasern können nach der Operation gelegentlich Gefühlsstörungen in kleineren Hautbezirken auftreten. Gelegentlich kommt es am operierten Bein zu vorübergehenden, in ganz seltenen Fällen zu bleibenden Schwellungen aufgrund von Lymphstauungen oder Thrombosen im tiefen Venensystem. Bei chronischen Lymphstauungen wird eine medikamentöse und physikalische Therapie (z. B. Lymphdrainage) erforderlich, im Einzelfall muß auf Dauer ein Gummistrumpf getragen werden. In seltene Fällen, insbesondere bei einer Veranlagung zu überschießender Narben- oder Kelloidbildung, können auffällige Narben entstehen. Es kann zu bleibenden Verfärbungen und Verhärtung der Haut kommen.
Patienteninformationen

Verhaltensregeln nach dem Eingriff

Für die Zeit nach Ihrer Krampfaderoperation möchten wir Ihnen noch einige Informationen mitgeben. Mit dem Ziel, eine möglichst ungestörte Heilung Ihrer Wunden, aber auch ein möglichst gutes und langdauerndes Operationsresultat zu erzielen, ist nach der Operation Ihre Mitarbeit notwendig. Wir möchten Sie deshalb auf folgende Punkte hinweisen, welche es für Sie nach der Operation zu beachten gilt:
1. Sie verlassen den Behandlungssaal mit einem Stützstrumpf und einer elastischen Bandage am Oberschenkel des oder der operierten Beine. Nach 48 Studen können alle Verbände entfernt werden und geduscht. Es werden anschließend die Beine nach dem Duschen mit dem Stützstrump tagsüber konsequent während 2 Wochen zu tragen ist. Falls Ihnen vor der Operation Kompressionsstrümpfe angepasst worden sind, dürfen Sie die elastische Bandage gegen diese Strümpfe auswechseln, sobald der Wundschmerz ein Anziehen des Strumpfs gestattet.
2. Falls Ihnen vor der Operation keine Strümpfe angepasst worden sind, können Sie von uns ein Rezept für Spezialstrümpfe am Entlassungstag erhalten, und Sie werden die Anpassung dieser Strümpfe vornehmen lassen, sobald das Bein wieder abgeschwollen ist und seine normale Form wieder angenommen hat. Selbstverständlich dürfen Sie auch in diesem Fall die Strümpfe anziehen und die elastischen Binden weglassen.
3. Wir bitten Sie, darauf zu achten, dass die Strümpfe normalerweise vor dem Aufstehen angezogen werden sollen; nachts brauchen Sie keine Strümpfe zu tragen.
4. Ab den 2. postoperativen Tag dürfen Sie ohne weiteres wieder duschen, wir schlagen Ihnen vor, entweder die Dusche nach dem Ausziehen der Strümpfe vor dem Zubettgehen zu nehmen, oder in Abweichung des vorhergehenden Punktes beim Aufstehen zu duschen und sich anschließend kurz wieder hinzulegen und die Strümpfe anzuziehen.
5. Hautfäden falls angelegt werden in unserer Sprechstunde, ca. am 14. postoperativen Tag entfernt. Die kleinen Klebestreifen am Bein fallen nach einigen Duschen von selbst ab. Ein allfälliger Schnellverband kann vom 2. Tag an weggelassen werden.
6. Von der Operation weg sollten Sie sich bemühen, möglichst häufig zu gehen, da die Betätigung der Beinmuskulatur den Rückfluss des Blutes durch das Venensystem begünstigt. In der ersten 2 Wochen ist ein Ziehen entlang der Venen beim Aufstehen ganz normal da die Vene fortwährend schrumpft.
7. Falls Ihre Haut unter den Verbänden zu stark austrocknet, können Sie die Beine mit Feuchtigkeitscremes (z.B. Nivea-Creme, Babyöl) einstreichen, auch ungeachtet der Klebestreifen.

Einige Ratschläge für die Zeit zu Hause:

Vergessen Sie nicht, dass wir Ihnen die Krampfadern wegoperiert haben – nicht jedoch die Veranlagung dazu!

• Als allgemeine Richtlinie soll gelten, dass längeres Stehen und Sitzen zu vermeiden ist, hingegen häufiges Gehen und Liegen gefördert werden soll.
• Wenn Sie sich hinlegen, sollten Sie das Fussende etwas erhöht halten, um einen möglichst guten Rückfluss des Blutes aus dem Bein zu gewährleisten. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen auf lange Sicht, das Fussende Ihres Bettes hochzustellen.
• Auch auf lange Sicht empfehlen wir – zumindest an Tagen, an denen Sie viel stehen oder sitzen müssen – das Tragen von Kompressionsstrümpfen.
• Setzen Sie Ihre frischen Narben während der ersten 2-3 Monate möglichst nicht der Sonneneinstrahlung aus, um eine möglichst schöne Vernarbung zu gewährleisten.

ANLEITUNGEN für das VERHALTEN nach KRAMPFADEROPERATION

DUSCHEN: Darf man ab dem 2. postoperativen Tag (Tage nach der Operation, Operationstag = Tag 0).
Während des Duschens muss das operierte Bein nicht verbunden sein. Gleich nach dem Abtrocknen muss das operierte Bein, im Bett liegend, (nicht mit hängendem Bein) mit dem Strumpf angezogen werden. Dies gilt ebenfalls für das Anlegen der elastischen Binden.

BADEN: Darf man ab dem 2. postoperativen Tag.

FAEDENENTFERNUNG: Normalerweise werden keine Nähten verwendet, falls aber erfolgt bei den kleinen Wunden (bis 4mm) am 6-7.Tag und bei den grösseren Wunden ab dem 14. postoperativen Tag.

STUETZSTRUEMPFE: müssen während den ersten 6-10 postoperativen Tagen auch nachts (24 Stunden) getragen werden. Können ab dem 6-10. postoperativen nur unter Tag während des „Aufseins“ angezogen werden.

DAS BETT: Das Bettende soll ca. 5 cm höher als der Bettkopf sein. Dadurch fliesst das Blut aus den Beinen leichter herzwerts.!!!!!!!!: Gehen darf man ab dem Operationstag so lange man will. Das längere Stehen soll man vermeiden. Durch „Tretbewegungen“ kann beim Stehen die Blutzirkulation günstig beeinflusst werden.(Dadurch pumpt die Muskelpumpe das Blut herzwärts).

SITZEN: Man darf mit ausgestreckten Beinen sitzen. Vorteilhafter ist, wenn die Beine, während des Sitzens, auf einem anderen Stuhl hochgelagert sind. Im allgemeinen soll man immer entsprechende Massnahmen treffen die der Blutzirkulation in den Beinen helfen.

SPORT: Ab dem 14. postoperativen Tag darf man leicht Sport betreiben. Ab dem 21. postoperativen Tag kann man voll trainieren.
„Gute“ Sportarten sind: Schwimmen, Jogging, Langlauf, Velofahren
„Schlechte“ Sportarten sind: Schach, Reiten, alpiner Ski (erst nach 6-8 Wochen erlaubt).

BLUTVERDUENNUNG: Wird nur während des Spitalaufenthalts gemacht. Bei Patienten mit besonderem Risiko kann diese auch nach dem Spitalaustritt fortgeführt werden.

NACHBEHANDLUNG: Wird durch den einweisenden, respektive Hausarzt durchgeführt.

Es ist erwünschenswert, dass man wenigstens 1-mal  pro Jahr die Beine „kontrollieren“ -lässt, um rechtzeitig neue Krampfadernzu entdecken und je nachdem, sie zu veröden oder durch Miniinzisionen ambulant und in Lokalanästhesie zu entfernen.

Beim Erscheinen von neuen Krampfadern(Varizen) sollten Sie sich möglichst bald beim Hausarzt melden.

Bei der Varizenoperation wurden nur die zur Operationszeit kranken, grösseren Venen entfernt. Eine ev. Verödung der kleineren Krampfadern ist manchmal notwendig. Neue Krampfadern können unter Umständen durch Schwäche der verbliebenen oberflächlichen Venen entstehen. Diese sollten schon in einem Anfangsstadium behandelt werden.

Regelmässige Kontrollen und Einhaltung der Massnahmen, die die Blutzirkulation in den Beinen begünstigt, sind die wichtigsten Faktoren die nach einer Varizenbehandlung befolgt werden müssen, damit ein dauerhaftes gutes Resultat gesichert wird.

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