Definition
Unter einem Ulcus cruris versteht man einen Gewebsverlust im Unterschenkel infolge
einer Chronischen Venösen Insuffizienz (CVI). Es stellt somit die schwerste Form der CVI
dar. Ein ulcus cruris, das unter optimaler phlebologischer Therapie innerhalb von drei
Monaten keine Heilungstendenz zeigt bzw. nicht innerhalb von 12 Monaten abgeheilt ist,
gilt als therapieresistent.

Ursachen
Die Pathophysiologie ist gekennzeichnet durch die Folgen der dynamisch venösen
Hypertonie, bedingt durch Abflussbehinderungen im Bereich der thrombotisch
geschädigten Venenabschnitte und - oder Insuffizienz des Klappenapparates.
Die Ursache der venösen Insuffizienz kann sowohl eine Obstruktion als auch eine
Klappeninsuffizienz (überwiegende Ursache) sein. Der Begriff der "ambulatorischen
venösen Hypertonie" beinhaltet sowohl die Erhöhung des intravasalen Druckes im
Venensystem des von der CVI betroffenen Abstromgebietes als auch die Unfähigkeit
des Systems, eine adäquate Druckreduktion in abhängiger Lage durch Aktivierung
der Muskel-Gelenk-Pumpen (z.B. beim Gehen = ambulatorisch) zu bewirken.

Risikofaktoren
Das größte Risiko ein Ulcus cruris zu erleiden, haben Patienten mit stattgehabten
Venenthrombosen. Hervorzuheben sind hier jedoch übergewicht (Adipositas) sowie das
Voliegen von Venenerkrankungen, wie Venenentzündungen oder Krampfadern (Varizen).

Symptome
Die Krankheitsbilder des Ulcus cruris entsprechen denen des chronisch-venösen
Stauungssyndroms, für das eine Einteilung in 4 Stadien vorgeschlagen wurde
(Hach 1994).
Stadium I    Schwellungsneigung ohne Gewebssklerose
Stadium II   mit Verhärtungen der Haut und des Subkutangewebes
(Dermatoliposklerose)
Stadium III  sklerotische Gewebsveränderungen der Haut, des Subkutangewebes und
umschriebener Areale der Faszie (Dermatolipofasziosklerosis regionalis)
Stadium IV sklerotische Veränderungen der Haut, des Subkutangewebes und der
Faszie zirkulär am Unterschenkel mit ausgedehnten, manchmal zirkulären
Ulzerationen

Bei der klinischen Untersuchung muß neben der Abklärung der arteriellen Durchblutung
besondere Aufmerksamkeit auf ein ödem (vergleichende Umfangsmessung)
und typische Hautveränderungen (Pigmentierungen, Corona phlebectatica, Atrophie,
Induration des Subkutangewebes, Atrophie blanche, Ulzerationen) geachtet werden.
Variköse Veränderungen können im Sinne der sekundären Varikose ebenfalls beim
postthrombotischen Syndrom von Bedeutung sein. Wichtig ist auch die überprüfung
der Gelenkfunktionen, besonders des oberen Sprunggelenkes, um ein arthrogenes
Stauungssyndrom auszuschließen.

Diagnose
Die diagnostischen Verfahren zur Abklärung der Ursache gleichen denen zur Abklärung
einer CVI. Bei der Anamneseerhebung sollten erfragt werden: die familiäre Belastung,
Begleiterkrankungen, Risikofaktoren wie die berufliche Belastung und sportliche
Aktivitäten, Operationen und Traumatisierungen der unteren Extremitäten und der
Beckengürtelregion, Anzahl und Komplikationen von Schwangerschaften, Thrombosen
und subjektive Symptome. Bei der klinischen Untersuchung steht neben der Inspektion
(z.B. Hyperpigmentierung, Dermatosklerose, Atrophie blanche, Ekzeme, ödeme, Venen-
und Puls-Status, Narben, Ulkusgröße und -morphologie) die medizinische
Ganzkörperuntersuchung einschließlich neurologischer und orthopädischer
Untersuchung im Vordergrund. Die Ulkusgröße sollte zu Beginn und im Verlauf
der Behandlung dokumentiert werden (z.B. Ulkus-Folie)]. Die Basisdiagnostik beinhaltet
die direktionale Dopplersonographie der Bein-Arterien mit Ermittlung des systolischen
Knöchelarteriendruckes in Korrelation zu den Brachialarterien, ggf. mit Darstellung
der Dopplersignalkurve und die direktionale Dopplersonographie der Venen (epifaszial,
transfaszial und subfaszial, spontane- und provozierte Signale, Valsalva-Manöver) sowie
ein funktionelles Untersuchungsverfahren wie z.B. die Lichtreflexionsrheographie /
Photoplethysmographie
Lichtreflexionsrheographie / Photoplethysmographie  - bei pathologischen Werten mit Tourniquet. Durch geeignete
laborchemische Untersuchungen sollen systemische Erkrankungen ausgeschlossen
werden, die ihrerseits zu Gewebeuntergang führen können (z.B. Anämie, Diabetes
mellitus). Therapieresistente und morphologisch ungewöhnliche Ulzerationen müssen
histologisch abgeklärt werden (z.B. Malignom-Verdacht). Eine routinemäßige
bakteriologische Untersuchung des Ulkusgrundes ist nicht erforderlich. Sollten Hinweise
auf eine Infektion ausgehend vom Ulkusbereich vorliegen, müssen geeignete Verfahren
zur Identifizierung des Erregers und zur Bestimmung seiner Empfindlichkeit gegenüber
antimikrobiellen Substanzen eingeleitet werden.

Die erweiterte Diagnostik beinhaltet die (farbkodierte) Duplexsonographie des Venen-
und ggf. Arteriensystems, die (aszendierende Preß-) Phlebographie (evt. in DSA-Technik),
ggf. in Kombination mit der Phlebodynamometrie , die Varikographie,
die Phlebodynamometrie und die Venen-Verschluß-Plethysmographie (VVP).
Eine weitergehende spezielle Diagnostik beinhaltet die Magnet-Resonanz-Tomographie,
die Intrakompartimentäre Druckmessung und bei klinischen und anamnestischen
Hinweisen weitergehende serologische Untersuchungen als etablierte Verfahren.
Zeitpunkt hierfür ist ½ bis 1 Jahr nach abgelaufener Thrombose, da in diesem
Zeitraum Rekanalisation und Kollateralisation ihr endgültiges Ausmaß erreicht haben.
Phlebographische Kontrolluntersuchungen bei gleichbleibender Klinik sind nicht sinnvoll.
Hier genügen funktionelle Untersuchungen. Bei akutem Wandel der klinischen
Symptomatik mit Verdacht auf Re-Thrombose ist eine erneute Phlebographie indiziert,
da hier die Aussagekraft, vor allem im Vergleich mit früheren Röntgenbilder, deutlich
größer ist als bei nicht-invasiven Verfahren.

Weiterführende Untersuchungen: Bei dem breiten Spektrum der Krankheitsbilder
des Ulcus cruris sind in Einzelfällen weitere Untersuchungen erforderlich.
Ein Thrombophilie-Screening mit Bestimmung der Plasmaaktivitäten von AT III Potein S
und Protein C ist schon anläßlich der ersten Thrombose indiziert bei allen jungen
Patienten mit offensichtlichen Risikofaktoren sowie auch bei älteren Patienten mit
familiärer Belastung. Bei klinischem Verdacht auf ein paraneoplastisches Syndrom
ist eine Tumordiagnostik anzuschließen.

In Einzelfällen sind Computertomographie und NMR-Untersuchungen erforderlich, um
das Ausmaß degenerativer Gewebsveränderungen in tiefen Schichten vor der Therapie
zu beurteilen. Auch transkutane Sauerstoffdruckmessungen können zur Beurteilung
des Therapieerfolges herangezogen werden.

Therapie
    Pathophysiologische Grundlage der Therapie:
    Da das Ulcus cruris venosum die schwerste Form der CVI darstellt, muß auch bei dem
    Ulcus cruris venosum die Reduktion der Drucküberlastung im Venensystem das Ziel
    der Behandlung sein. Wann immer möglich sollte die kausale Therapie zur
    Ausschaltung pathologischer Refluxe vorrangig eingesetzt werden.Im folgendenwerden
    die sich z.T. ergänzenden therapeutischen Verfahren aufgezeigt, die zur Lösung dieses
    Problemes genutzt werden können.

   Phasengerechte feuchte Wundbehandlung:
       Sie ist Grundlage der nicht-invasiven Therapie. Eine bekannte Methode mit Hydro-
       polymeren, Hydrogel Verbandsmaterialien die Wunde zu reinigen und zur
       Abheilung zu bringen.
   Vacuseal–Verband:
       Die Vacuumtherapie wird sowohl eigenständig, als auch regelmäßig nach
       chirurgischen Debridement, Fasciektomie eingesetzt.
   Medizinische Kompressionstherapie:
       Sie ist Grundlage der nicht-invasiven Therapie und kann alleine bzw. in Kombination
       mit invasiven Strategien angewendet werden. Ihre Hauptwirkung entfaltet sie bei
       Aktivierung der Muskel-Gelenk-Pumpen, weswegen die Patienten zu regelmäßigen
       Gehübungen aufgefordert werden sollen. Die geforderten Eigenschaften beinhalten
       einen hohen Arbeitsdruck sowie einen niedrigen Ruhedruck, weswegen vorwiegend
       kurzzugelastische Materialien zur Anwendung kommen. Wechsel- und Dauerverbände
       sowie zweizugelastische medizinische Kompressionsstrümpfe bzw. -strumpfhosen
       können verwendet werden. Durch die Verwendung von Druckpolstern kann
       die Effektivität der Kompressionswirkung verstärkt werden. Arterielle
       Durchblutungsstörungen im Anwendungsbereich müssen im Rahmen
       der Indikationsstellung als Kontraindikationen berücksichtigt werden
       (nach Schweregrad relativ bzw. absolut), dies gilt insbesondere für ihre
       Anwendung bei peripheren Neuropathien mit Verminderung der Sensibilität.

    Operative Therapie:

   Venenchirurgie: Venenchirurgie
       Insuffiziente epifasziale Venen, die infolge Reflux zu einer überlastung der tiefen
       Venen führen und deren Entfernung nachweislich zu einer lokalen oder allgemeinen
       Verbesserung der venösen Funktion führt, sollen ausgeschaltet werden. Insuffiziente
       Verbindungsstellen zwischen epifaszialem und subfaszialem Venensystem (Krossen,
       venae perforantes) werden hierbei oder aber bei einem gesondertem Eingriff ligiert.
       Soweit indiziert, möglich und vom Patienten mitgetragen, soll die operative Revision
       von Refluxstrecken der rein konservativen Behandlung vorgezogen werden. Inzisionen
       in diesem Bereich sind durch eine hohe Quote von Wundheilungsstörungen belastet.
       Es kommen in diesen Fällen indirekte Verfahren wie die nichtselektive subfasziale
       Perforansdissektion oder die endoskopische Perforansdissektion in Frage.
    Fasciotomie und Fasciektomie n. Hach:
       Bei fortgeschrittener Dermatolipofasziosklerose (Stadium III) kann mit gleicher
       Technik eine zusätzliche paratibiale Fasziotomie durchgeführt werden. Sie dient in
       erster Linie der Verbesserung der Mikrozirkulation mit besserer Heilungstendenz von
       Ulzerationen. In gewebearmen Bezirken können zus. Muskeltranspositionsplastiken
       hilfreich sein.
    Ulkuschirurgie:
       Das chirurgisches Debridement des Ulkus wird unter dem Punkt "Lokaltherapie"
       abgehandelt. Im Anschluß kann eine plastische Deckung mit Meshgraft , Spalt- oder
       Vollhaut durchgeführt werden. Vor einer plastischen Deckung sollten ursächliche
       insuffiziente Venenabschnitte saniert und klinisch manifeste Infektionen behandelt
       sein. Eine Maximalvariante des chirurgischen Debridement stellen die sequentielle
       Ulkus-Exzision ggf. mit kruraler Faszienresektion bzw. die Shave-Therapie dar. Die so
       entstehenden Defekte werden wiederum primär oder sekundär plastisch gedeckt.
    Sklerotherapie:
       Zum Ausschalten epifaszialer Venen kann auch die Sklerotherapie durchgeführt
       werden. Wegen der im Vergleich zur operativen Therapie erhöhten Rezidivrate bei
       Varikose der Stammvenen sollte sie bevorzugt bei Seitenast- und retikulären Varizen
       zur Anwendung kommen. Eine Sklerosierung von Varizen, die im Ulkusbereich liegen
       bzw. auf dieses zuziehen (sog. "Nährvenen") kann in Erwägung gezogen werden.
    Lokaltherapie:
       Da die Wundheilung ein körpereigener Vorgang ist, der durch ärztliche Maßnahmen
       nur insofern beschleunigbar ist, als daß innere oder exogene (s.u.) hemmende
       Einflüsse beseitigt werden, ist es neben der Behandlung der die Ulzeration
       auslösenden Erkrankung(en) alleinige Aufgabe der lokalen Wundtherapie, eine
       ungestörte Wundheilung zu ermöglichen. Die Anforderungen an den optimierten
       Wundverband sind somit:
        Reduktion von Schmerz und Juckreiz
        Aufnahme von Wundsekret, ohne die Wunde auszutrocknen
        inertes oder zumindest hypoallergenes bzw. nicht irritatives Material
        einfacher Verbandwechsel mit größtmöglicher Schonung der Wunde beim Wechsel
        Vermeidung der Abgabe von Verbandbestandteilen an die Wunde
        keine Behinderung des Gasaustausches der Wunde (O2/CO2)
        Protektion gegenüber physikalischen (Kälte, Wärme, Druck & Zug, Feuchtigkeit,
           Austrocknung, Strahlung), chemischen und mikrobiellen (Bakterien, Pilze, Viren)
           Belastungen
        Adaptionsfähigkeit an die in der Wunde herrschenden Wundheilungsphasen
        Möglichkeit zur Selbstbehandlung durch den Patienten
        biologische / ökologische Verträglichkeit
        gutes Preis-Wirksamkeits-Verhältnis

       Als solchgeartete Verbandsstoffe werden z. B. angeboten: wirkstofffreie Fettgazen,
       Schaumstoffe (z. B. aus Polyurethan), Calciumalginatwatten bzw. -kompressen,
       Hydrogele, Hydrokolloide, Hydroaktive Verbände und Kollagenschwamm-Verbände.
       Ein genereller Vorteil einzelner Verbandsstoffe im Vergleich ist bislang nicht belegt.
       Eine optimierte kausale Therapie und eine optimierte Wundauflage reichen in der
       Regel aus, um die Wundheilung anzuregen und das Ulkus zum Abheilen zu bringen.
       Die Applikation differenter externer Substanzen erbringt gegenüber einer
       konsequenten Kausaltherapie und einer optimierten Lokaltherapie mit den oben
       angegebenen Mitteln keinen Vorteil und beinhaltet die Gefahr der Hemmung der
       Wundheilungsvorgänge. Zur Reinigung des Ulkus beim Verbandswechsel sollen
       keine Antiseptika,sondern z. B. Ringerlösung verwendet werden.Falls erforderlich soll
       die Ulkusumgebung zum Schutz vor Mazeration z. B. mit Zinkpaste abgedeckt werden.

Ulcus cruris - Information
Definition
Ursachen
Risikofaktoren
Symptome
Diagnose
Therapie
Prophylaxe
Weitere Links
Brauchen Sie einen
Venenspezialist in Ihrer Nähe
besuchen Sie VEINSonline.com
To find a vein specialist near
you, plese visit VEINSonline.com
Weitere Informationen
Chirurgie der Varizen
VEINSonline.com
VEINSonline.com
Gefäßerkrankungen-Venös
Krampfadern -
Patienteninformation
Krampfadern (Variten)
Ulcus cruris
Postthrombotisches Syndrom
Mesenterialvenenthrombose
Becken-Bein-Venenthrombose
Thrombose der Vena subclavia
und Vena cava superior
Gefäßerkrankungen-Arteriell
Allgemeine Information
Arterielle Aneurysmen
Bauchaortenaneurysma
Carotisstenose
Embolie
Der akute Gefäßverschluss
Der chronische Gefäßverschluss
Der Mesenterialinkarkt
Der diabetische Fuß
Leitsymptome
Verstopfung (Obstipation)
Blut am Stuhl
Durchfall (Diarrhöe)
Gewichtsverlust
Lymphknotenvergrößerung
Fieber
Ikterus (Gelbsucht)
Brustknoten
Schluckstörung
übelkeit und Erbrechen
Stuhlinkontinenz
Schwellung in der Leiste
Gallenkolik
Schmerzen in den Beinen
Patienteninformation
Gefäßtraining
Venentraining
Diverticulitis-Diät
Kolitis-Diät
Gallen-Diät
Magenschonkost
Diät gegen Verstopfung
Refluxmaßnahmen
Diabetischer Fuß
Vorbereitung für Darmspiegelung
Brustkrebs-Nachsorge
Merkblatt nach Brustoperation
übungen nach Brustoperation
Therapie der Analfissur
Venenverödung
PH-Metrie
Impfung
Untersuchungen
Biopsie
Coloskopie
Gastroskopie
Polypektomie
Ultraschall
Manometrie
PH-Metrie
Vorbereitung
Chirurgie
Krampfadern
Hernienchirurgie
Hämorrhoiden
Magenchirurgie
Perioperative Leitlinien
Chirurgische Neuigkeiten
Medscape
Notfallmedizin
Kongress
Medline
Gastroenterologie
Reflux
Barrett-ösophagitis
ösophagusdivertikel
Achalasie
Hiatushernie
erosive Gastritis
Dyspepsie
akute Gastritis
chronische Gastritis
Magenblutung
Ulkus ventrikuli
Ulkus duodeni
Gallenblase
Divertikulitis
Colitis ulcerosa
Morbus Crohn
Colon irritabile (Reizdarm)
Kolonpolypen
entzündliche Darmerkrankungen
Appendizitis
Onkologie
Kolonkarzinom
Rektumkarzinom
Magenkarzinom
Mammakarzinom
Analkarzinom
Bronchuskarzinom
ösophaguskarzinom
Leberkarzinom
Gallengangkarzinom
Gallenblasenkarzinom
Pankreaskarzinom
Tumormarker
Proktologie
Rektalprolaps
Analfisteln
Analpolyp
Analfissur
Periproktischer Abszess
Hämorrhoiden
Pilonidalfistel
Stuhlinkontinenz
Marisquen (Analpolyp)
Condyloma
Intussuszeption
Analthrombose
       Bei hartnäckig nicht heilenden Ulzera nach Ausschöpfung aller anderen therapeutischen Möglichkeiten ist der zusätzliche
       Einsatz von Wachstumsfaktoren durch die direkte Applikation von Einzelfaktoren und Faktor-Kombinationen bzw. indirekt durch
       Transplantation von Keratinozytenkulturen z. Z. in klinischer Erprobung.
    Behandlung exogen hemmender Einflüsse:
   Nekrosen und fibrinöse Beläge:
       Primär sollte ein chirurgisches oder mechanisches Debridement ggf. in Anästhesie angestrebt werden. Alternativ kann das
       Andauen mittels Salicylvaseline bzw. die Anwendung enzymatischer Reinigungsmittel zur Anwendung kommen.
    Wund-Infektionen (z. B. Erysipel):
       Eine externe Therapie mit Ruhigstellung und Kühlung der betroffenen Extremität unter Heparinschutz für die Akutphase
       der Entzündung ist empfehlenswert; lokale Antiseptika, die durch eine geringe Sensibilisierungsrate, ein breites
       Wirkungsspektrum und eine geringe Beeinträchtigung der Wundheilung charakterisiert sind, sollen die oberflächliche
       Wundkontamination reduzieren ( z.B. Chiniofon, Jod-PVP, Octenidin, Polihexanid), während systemische Antibiotika -
       gegebenfalls per Infusionsbehandlung - nach Resistogramm ausgetestet die gewebeständigen Erreger bekämpfen.
       Nicht routinemäßig angewendet werden sollten lokale Antibiotika und Antiseptika aus der Gruppe der Chinolinderivatfamilie
       und der Triphenylmethanfarbstoffgruppe wegen der nicht ausreichenden Wirksamkeit oder der Möglichkeit der Erzeugung
       resistenter Mikroorganismen oder der Neigung, insbesondere bei Ulcus cruris-Patienten, Kontaktsensibilisierungen
       hervorzurufen oder ihrer z.T. ausgeprägten Wundheilungshemmung.
    Lokale allergische Reaktionen:
       Ulcus cruris venosum - Patienten sind zu einem hohen Prozentsatz (bis zu 80%) gegen Bestandteile der zuvor lokal
       verwendeten Substanzen sensibilisiert, das kann auch Kortikosteroide betreffen. Die Behandlung besteht in dem Erkennen
       und Eliminieren des auslösenden Agens sowie dem befristeten Anwenden lokaler, in schweren Fällen auch systemischer
       Kortikosteroide [30, 56, 58].
    Physikalische Therapie:
        ein intensives kontrolliertes Gehtraining
        die krankengymnastische Mobilisierung der bzw. des Betroffenen unter besonderer Beachtung
           der Sprunggelenksbeweglichkeit
        die manuelle Lymphdrainage
        die apparativ intermittierende Kompression
    Systemische medikamentöse Therapie:
       Acetylsalicylsäure, Calciumdobesilat, Cumarin, Diuretika, Fibrinolytika, Fibrinolyse-Verstärker, Flavonoide, Pentoxyphyllin,
       Prostaglandin E1, Saponine, Tribenosid. Es muß betont werden, daß diese systemische adjuvante Therapien kein Ersatz
       für die kausale Therapie sein können. Die möglichen Nebenwirkungen und die damit verbundenen Kontraindikationen
       schränken den Einsatz der Medikamente ein.
    Nachfolge-Behandlung:
       Infolge der ausgesprochen hohen Rezidivquote ist eine konsequente Weiterbetreuung des Patienten wünschenswert,
       um auf sich anbahnende Dekompensationen und eintretende Komplikationen schnellstmöglich eingehen zu können.
       Eine konsequente Kompressionsbehandlung der betroffenen Extremität(en) mittels Kompressionsverbänden oder
       Kompressionsstrümpfen der Kompressionsklasse II-III ist zweckmäßig.

Zur Verbesserung der venösen Hämodynamik können kommen nur in besonders gelagerten Fällen und mit strenger Selektion
folgende rekonstruktive Operationsmethoden zur Anwendung:
freie Gefäßtransplantationen im Bereich der Beckenvenen
Umleitungsoperation nach Palma (ggf. in Modifikation)
Transposition von klappentragenden Segmenten (Kistner)
freie Transplantation von klappentragenden Venensegmenten.

Moderne tranccutane Therapieverfahren stellen die PTA ggf. mit Stentimplantation im Bereich der großkalibrigen tiefen Leitvenen
dar. Ihre Anwendung ist ebenfalls besonderen Indikationen vorbehalten. Langzeitergebnisse über dieses Therapieverfahren im
Bereich der großkalibrigen Venen liegen bislang nicht vor.

Prophylaxe
Verwendung gerinnungshemmender Medikamente (Heparin s.c.)
orale Antikoagulanzien (Marcumar)
Anwendung von Stützstrümpfen vor Operationen oder nach Entbindungen
allgemein Vermeidung von Risikofaktoren
ausreichende Flüssigkeitszunahme
bei längeren Flügen oder Autofahrten möglichst einmal in der Stunde aufstehen und umher gehen.

Kontakt-Informationen

Adresse:
Sieveringer Str. 9, A-1190 Wien
---------------------------------------------
Handy   0043-664-12 14 277
Telefon   0043-1-328 8777
Fax         0043-1-328 8777 28
---------------------------------------------
E-Mail:
Auskunft:      info @ dr-bull.at
---------------------------------------------
Wo befindet sich die Ordination?
Lageplan Lageplan
TERMINVEREINBARUNG ONLINE
Terminvereinbarung online
   

 Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin mit uns
schnell  und einfach online. Per Online-Formular
oder während   unserer Ordinationszeiten auch
im Online-Sekretariat.

Sobald Ihre Terminanfrage bei uns eingegangen ist, bestätigen
wir den Termin oder schlagen Ihnen einen anderen Termin vor,
wenn der von Ihnen gewünschte Termin nicht verfügbar ist.
Sie können selbstverständlich auch per Telefon, Fax, Brief,
Anmeldeformular oder E-Mail Terminvereinbarung online einen Termin vereinbar.

Nützliche Links

Unsere Leistungen für Sie Patienten Fragebogen
The Vein Clinic London Medicent Baden

Ihre Unterlagen. Bringen Sie Folgendes mit:

E-Card , eventuell Kranken- oder Zuweisungsschein , Entlassungsbriefe, Vorbefunde (Röntgenbilder, Blutlabor, Begutachtungen, usw.) mitbringen. Bitte verlassen Sie sich nicht, daß diese Informationen von Ihrem Zuweiser an uns gefaxt werden.

Erster Besuch (Anamnesebogen):

Um eine gezielte Untersuchung bzw Therapie durchzuführen, brauchen wir von Ihnen, als neuer Patient, sämtliche
Informationen bezüglich Ihrer Gesundheit. Füllen Sie den Anamnesenbogen aus und machen Sie 2 Kopien, eine für uns
und die zweite für Sie.


Hier anklicken um den Anamnesenbogen auszufüllen Anamnesenbogen


 

Google
 
Copyright © 1998-2009, Dr. Philippe Bull. Alle Rechte vorbehalten.