Copyright © 2005, Dr. Philippe Bull. Alle Rechte vorbehalten.
Definition
Als Fieber wird die Erhöhung der Körpertemperatur über 38 Grad Celsius (im Mund
gemessen) bezeichnet.Normalerweise ist der Körper eines Erwachsenen 37 Grad warm.
Bei kleinen Kindern ist die Temperatur immer etwas höher. Meistens entsteht Fieber,
weil der "Temperaturfühler" im Gehirn "verstellt" wird, eine höhere Temperatur wird dann
als normal angenommen. Wenn der Körper seine Wärme nicht mehr nach außen
abgeben kann ( bei Wassermangel), tritt ebenfalls Fieber auf ("Durstfieber").

Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur leidet die Gehirnfunktion, Verwirrtheit und Krämpfe
können die Folge sein. Steigt das Fieber über 42 Grad so werden die Organe zerstört und
der Kranke stirbt, wenn er nicht behandelt wird.

Ursache
Fieber ist ein Anzeichen verschiedener Erkrankungen. Sehr häufig tritt es bei
Infektionskrankheiten, auf. Auch Entzündungsherde im Körper können Fieber
verursachen. Dazu gehören:
Abszesse und eiternde Wunden
Blinddarmentzündungen  Blinddarmentzündungen
Harnwegsinfekte
Mittelohrentzündung oder Mandelentzündungen
Hirnhautentzündungen
Lungenentzündungen
Weitere Gründe für Fieber sind:
Krebserkrankungen
Störungen des Immunsystems
Schädigungen des Gehirns, die den "Temperaturregler" stören (Vergiftungen,
    Verletzungen, Schlaganfälle)
Extreme Bedingungen durch feuchte Hitze und Wassermangel
Bestimmte Arzneimittel

Symptome
Beim Fieberanstieg durch Infektionen kommt es häufig zunächst zu Frieren,Schüttelfrost
und Gänsehaut. Wenn die Körpertemperatur nicht mehr weiter steigt oder das Fieber
sinkt, kommen Hitzegefühl und Schwitzen. Bei Fieber gehen auch Herz und Atmung
schneller.

Säuglinge und Kleinkinder reagieren auf einen raschen Fieberanstieg manchmal mit
Krämpfen. Diese Fieberkrämpfe sind kein Zeichen für ein lebenslanges Krampfleiden
(Epilepsie),sondern verschwinden meist im Schulalter. Die Krämpfe dauern nicht länger
als 10 Minuten und hinterlassen in der Regel keine Schäden im Gehirn.


Fiebertypen
Kontinua
Remittierend
Intermittierend
Periodisch
Ondulierend

Diagnostik
     Notwendige Untersuchungen

1. Blutlabor (CRP,Blutbild, Blutzucker, BSG, Elektrolyte, Kreatinin
2. Anamnese und Untersuchung
3. Röntgen-Thorax
4. Blutkultur (3 mal)
5. Untersuchung des Abdomens
6. Urinsediment und - kultur
7. Sonografie Abdomen (Abszess)  Sonografie

Therapie
Symptomatisch durch ausschalten sämtlichen Noxen und reichliche Flüssigkeitszufuhr.
Bei Fieber sollte man viel trinken, weil der Körper vermehrt Wasser verliert. Zum
Fiebersenken kann man kalte Wadenwickel machen.

Bei Kindern, die unter Fieberkrämpfen leiden, sollte darauf geachtet werden, dass die
Temperatur unter 39 Grad bleibt. Dabei helfen Fieberzäpfchen oder auch alte Hausmittel
(z.B. Wadenwickel oder Eisbeutel in den Leisten).

Mit Medikamenten kann man das Fieber in den meisten Fällen senken, diese sollten
jedoch nicht über längere Zeit genommen werden. Wenn das Fieber mehr als zwei oder
drei Tage andauert, dann sollte die Ursache unbedingt gesucht und bekämpft werden.
    Therapeutische Maßnahmen bei postoperativem Fieber
    Bis zum zweiten postoperativen Tag sind Temperaturen bis 38 Grad Celsius nicht
    ungewöhnlich (Postaggressionsstoffwechsel, Resorptionstemperaturen). Bei
    Temperaturen, die danach auftreten, ist eine gewissenhafte Infektherdsuche angezeigt:
Wundinspektion
Labor ( BB, CRP, BSG)
Röntgen-Thorax
Blutkultur (3 mal)
Untersuchung des Abdomens
Urinsediment und - kultur
Bei Temperatur über 38 Grad Celsius:
Kühlakkus auf Leistenregion und in Achselhöhle
Wadenwickel
Paracetamol® 1g Supp.
Bei Temperatur über 39 Grad Celsius:
Novalgin® (Metamizol) 1 g in 50 ml Kurzinfusion
Aspirin® (Azetylsalicylsäure) 1g . (nicht bei Ulcus-anamnese)
ggf. kalkulierte Antibiose z.B. mit Augmentin® 2.2 g 3 x /d i.v. oder Augmentin® 625 mg
    1-1-1-1 p.o.
Ggf."lytischer Cocktail":
1 Amp. 50mg Dolantin® (Pethidin)
1 Amp. 0,3mg Hydergin® (Dihydroergotoxin)
1 Amp. 50mg Atosil® (Promethazin) auf 100ml NaCl 0,9% als Kurzinfusion i.v. geben.
    (Dosierung nach Hämodynamik und Vigilanz)

cave:  Atemdepression, intensive überwachung erforderlich
Therapieprinzipien und Medikamentendosierungen
Fieber - Information
Definition
Ursache
Symptome
Fiebertypen
Diagnostik
Therapie
Leitsymptome
Verstopfung (Obstipation)
Blut am Stuhl
Durchfall (Diarrhöe)
Gewichtsverlust
Lymphknotenvergrößerung
Fieber
Ikterus (Gelbsucht)
Brustknoten
Schluckstörung
übelkeit und Erbrechen
Stuhlinkontinenz
Schwellung in der Leiste
Gallenkolik
Schmerzen in den Beinen
Gastroenterologie
Reflux
Barrett-ösophagitis
ösophagusdivertikel
Achalasie
Hiatushernie
erosive Gastritis
Dyspepsie
akute Gastritis
chronische Gastritis
Magenblutung
Ulkus ventrikuli
Ulkus duodeni
Gallenblase
Divertikulitis
Colitis ulcerosa
Morbus Crohn
Colon irritabile (Reizdarm)
Kolonpolypen
entzündliche Darmerkrankungen
Appendizitis
Onkologie
Kolonkarzinom
Rektumkarzinom
Magenkarzinom
Mammakarzinom
Analkarzinom
Bronchuskarzinom
ösophaguskarzinom
Leberkarzinom
Gallengangkarzinom
Gallenblasenkarzinom
Pankreaskarzinom
Tumormarker
Patienteninformation
Gefäßtraining
Venentraining
Diverticulitis-Diät
Kolitis-Diät
Gallen-Diät
Magenschonkost
Diät gegen Verstopfung
Refluxmaßnahmen
Diabetischer Fuß
Vorbereitung für Darmspiegelung
Brustkrebs-Nachsorge
Merkblatt nach Brustoperation
übungen nach Brustoperation
Therapie der Analfissur
Venenverödung
PH-Metrie
Impfung
Untersuchungen
Biopsie
Coloskopie
Gastroskopie
Polypektomie
Ultraschall
Manometrie
PH-Metrie
Vorbereitung