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Einleitung! Was ist ein Darmvorfall
Beim Rektumvorfall sind nicht
nur Schleimhaut des
afternahen Enddarmes und Hämorrhoiden, sondern
alle Wandschichten des Rektums beteiligt.
Der Analkanal bleibt fixiert und prolabiert somit nicht.
Es können bis zu faustgroße Ausstülpungen auftreten.
Charakteristisch sind dabei zirkuläre Schleimhautfalten.
Digital lassen sich oft ein weitgehend aufgehobener
Sphinktertonus und eine kaum vorhandene
Willkürkontraktion feststellen.
Der Anorektalwinkel ist
meist auffallend abgeflacht. Als
Ursachen kommen ausgeprägte Bindegewebsschwächen,
speziell im Bereich des Beckenbodens, aber auch Traumen,
z.B. unter der Geburt oder nach operativen Eingriffen im
Bereich des Sphinkterapparates, in Betracht.
In schweren Fällen führt nicht nur der Defäkationsakt,sondern schon eine geringe körperliche
Belastung zum Vorfall des Rektums. Auch ist es dem Patienten nicht mehr möglich, Winde
und weichen Stuhl unter Kontrolle zu halten. Das führt zu ständig schleimigem Nässen
und stuhlverschmutzter Wäsche. Sekundäre Analekzeme sind die Folge.Die Therapie hat
operativ in Form der sogenannten Rektopexie zu erfolgen.
Dabei wird das Rektum durch einen Ivalon-Schwamm in der
Kreuzbeinhöhle fixiert. Das Sigma sollte mit reseziert werden,
weil andernfalls durch Abknickung des Darmes eine hartnäckige
Obstipation zu erwarten ist. Dann ist das Rezidiv nur eine Frage
der Zeit.
In zweiter Sitzung ist zur
Verbesserung der Kontinenzleistung
eine Sphinkterraffung (post-anal-repair nach Parks) zu empfehlen.
Als Alternative bietet sich z.B. bei alten Menschen er sogenannte
Thiersche Ring an.
In leichteren Fällen kann man versuchen, über tägliche
Muskelkontraktionsübungen und eine Beckenbodengymnastik
(Biofeedback) sowie elektrische Stimulationsgeräte eine
Kräftigung des Spinkterapparates zu erreichen.
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